Drama | Spanien/Großbritannien 2017 | 111 Minuten

Regie: Carlos Marques-Marcet

Das bohemienhafte Leben eines Frauenpaars auf einem Hausboot in London wird vor Herausforderungen gestellt, als sich die eine ein Baby wünscht und mit Hilfe eines befreundeten Samenspenders auch schwanger wird. Während der Mann sich entgegen der Absprache in die Zweisamkeit hineindrängt, zeigt die Partnerin der werdenden Mutter immer deutlicher ihre Abneigung gegen den Plan. Das auch in den dramatischen Momenten mit leichter Hand inszenierte Dreiecksdrama lebt vor allem vom natürlichen Zusammenspiel der Darsteller. Die Deutung der unkonventionellen Beziehungen als politisches Statement wirkt dagegen eher plakativ. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ANCHOR AND HOPE | TIERRA FIRME
Produktionsland
Spanien/Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
Carlos Marques-Marcet
Buch
Carlos Marques-Marcet · Jules Nurrish
Kamera
Dagmar Weaver-Madsen
Musik
Merche Blasco
Schnitt
Juliana Montañés · David Gallart · Carlos Marques-Marcet
Darsteller
Oona Chaplin (Eva) · Natalia Tena (Kat) · Geraldine Chaplin (Germaine) · David Verdaguer (Roger) · Becky Bullman (Vicky)
Länge
111 Minuten
Kinostart
06.06.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Tragikomödie
Diskussion

(Dreiecks-)Drama um ein bohemienhaftes Frauenpaar auf einem Hausboot in London, das vor Herausforderungen gestellt wird, als sich die eine ein Baby wünscht und mit Hilfe eines befreundeten Samenspenders auch schwanger wird.

Auf dem Hausboot türmt sich das Gerümpel: Bootszubehör, Kabeltrommeln, Bretter, Decken, ein Fahrrad, mittendrin zahlreiche Blumentöpfe. Auch im Inneren scheint jeder Stauraum ausgenutzt, man hockt auf engstem Raum aufeinander. So bewegt sich ein kleiner Mikrokosmos durch die Kanäle von London, wird durch Schleusen bugsiert und legt dort am Ufer an, wo es den Besitzerinnen Kat und Eva gefällt.

Fadenscheiniger Nonkonformismus

Der Lebensort des Frauenpaares hat etwas Demonstratives: Statt sich den Zwängen der Gesellschaft zu unterwerfen, lassen sich die beiden treiben und verbannen den Rest der Welt nach draußen. Die Autonomie ist freilich eine Illusion, denn die Vorschriften der Stadt lassen es nicht zu, dass Kat und Eva nach Belieben in den Kanälen umherschippern. Die Standortverlagerung ist sogar vorgeschrieben, denn wechseln sie nicht mindesten

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