Berlin, I love you

Episodenfilm | Deutschland 2018 | 120 Minuten

Regie: Dennis Gansel

In Deutschlands Hauptstadt entspinnen sich unabhängig voneinander zehn Geschichten, die um die Liebe, persönliche Verantwortung oder unerwartete Begegnungen kreisen. Der Episodenfilm überträgt ein u.a. bereits mit Paris und New York erprobtes Konzept auf Berlin, kommt allerdings nur in wenigen Momenten über bemühte und klischeestrotzende Liebesgeschichten hinaus. Statt ein Gefühl für das spezielle Flair der Stadt zu vermitteln, werden Berlin-typische Schlagzeilen, Themen und Sehenswürdigkeiten vor die Kamera gerückt und verstärken damit den Eindruck eines gedankenlosen und oberflächlichen Unternehmens. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Dennis Gansel · Dianna Agron · Josef Rusnak · Daniel Lwowski · Fernando Eimbcke
Buch
Fernando Eimbcke · Justin Franklin · Dennis Gansel · Alison Kathleen Kelly · Dani Levy
Kamera
Kolja Brandt
Musik
Tom Batoy · Franco Tortora
Schnitt
Peter R. Adam · Christoph Strothjohann
Darsteller
Keira Knightley (Jane) · Helen Mirren (Margaret) · Luke Wilson (Burke Linz) · Jim Sturgess (Jared) · Mickey Rourke (Jim)
Länge
120 Minuten
Kinostart
08.08.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Episodenfilm | Liebesfilm
Diskussion

Mediokrer Episodenfilm mit zehn bemüht wirkenden und klischeestrotzenden Liebesgeschichten in Deutschlands Hauptstadt, die wenig Gefühl für das Flair der Stadt verraten.

Manchmal rettet eine flüchtige Begegnung einen ruinierten Abend. Man könnte den Episodenfilm „Berlin, I Love You“ komplett vergessen, würde nicht der mexikanische Regisseur Fernando Eimbcke für einen kleinen Lichtblick sorgen. Sonntagsmorgens wartet ein 16-Jähriger am Spreeufer darauf, von seinem Vater abgeholt zu werden. Und trifft auf einen Mann im Frauenfummel, der eine lange Clubnacht und einen Streit mit seinem Freund hinter sich hat. Der Knabe weiß noch nicht, ob er auf Männer oder Frauen steht. Also wird ein ergebnisoffenes Kuss-Experiment gestartet.

Eimbckes Episode ist die fraglos stärkste – unter zehn überwiegend bemühten, anstrengenden, klischeestrotzenden Liebesgeschichten eines Kino-Puddings, der den Spruch von den vielen Köchen, die den Brei verderben, anschaulich macht. Nur dieses eine Mal wurde tatsächlich etwas von der ephemeren Qualität urban

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