Kriegsfilm | USA 2019 | Minuten

Regie: George Clooney

Eine Serienverfilmung des gleichnamigen Antikriegsromans von Joseph Heller um einen jungen Soldaten, der mit seiner US-Luftstaffel während des Zweiten Weltkriegs in Italien stationiert wird und als Besatzungsmitglied eines Bombers widerwillig zahlreiche Missionen absolvieren muss. Dabei geht es ihm vor allem darum, den Irrsinn des Krieges irgendwie mit heiler Haut zu überstehen. Die Serie taucht in den satirisch gezeichneten, oft ins Absurde spielenden Alltag auf der Luftwaffenbasis ein, immer wieder dramatisch zugespitzt in Szenen von Flugeinsätzen, in denen die Todesangst des Protagonisten im Zentrum steht. Den konkreten politischen Kontext blendet die Serie weitgehend aus; ihr geht es generell um den Wahnsinn von Kriegen und um die satirische Auseinandersetzung mit militaristischen Strukturen und Männerbildern. Ironisch immer wieder mit Swing-Musik unterlegt, kontrastiert die Inszenierung wirkungsvoll die sonnige Heiterkeit der Mittelmeer-Landschaft und Bilder der vor Leben strotzenden jungen Soldaten bei diversen Freizeitbeschäftigungen mit den hässlichen Realitäten des Krieges. Dabei glättet die Inszenierung die Brüche der literarischen Vorlage und erzählt konventioneller, aber durchaus wirkungsvoll. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CATCH 22
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
George Clooney · Grant Heslov · Ellen Kuras
Buch
David Michôd · Luke Davies
Kamera
Martin Ruhe
Musik
Harry Gregson-Williams · Rupert Gregson-Williams
Schnitt
Michael Ruscio · Tanya M. Swerling
Darsteller
Christopher Abbott (Yossarian) · Kyle Chandler (Colonel Cathcart) · George Clooney (Colonel Scheisskopf) · Hugh Laurie (Major de Coverley) · Grant Heslov (Dr. Daneeka)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Kriegsfilm | Literaturverfilmung | Serie

Heimkino

Verleih DVD
Universal
Verleih Blu-ray
Universal
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Diskussion

Bombenschütze „Yo Yo“ Yossarian (Christopher Abbott) hat schon fast alles versucht, um endlich nach Hause zu kommen. Eine lange Liste von Krankheiten hat er vorgetäuscht. Vergeblich. In Rekordzeit ist er die vorgeschriebene Anzahl von Einsätzen geflogen. Bevor er den Stempel auf seine Entlassungspapiere erhielt, wurde die Zielvereinbarung erhöht. Verzweifelt will er sich schließlich für verrückt erklären lassen. Gerade das aber ist für den Truppenarzt ein untrügliches Zeichen dafür, dass er geistig vollkommen gesund ist.

Die „Catch 22“ genannte inoffizielle Regel umschreibt dieses unauflösbare Paradox, das Doc Daneeka (Grant Heslov, der auch bei zwei der sechs Episoden die Regie übernommen hat) mit fatalistischer Hingabe erläutert. Der im 2. Weltkrieg mit dem 256. Fluggeschwader der US-Air Force auf einer italienischen Mittelmeerinsel stationierte Yossarian, erklärt der Arzt, sei der einzig Normale seiner Einheit. Alle anderen dagegen seien offenkundig verrückt, da sie nicht versuchten, sich für kriegsuntauglich erklären zu lassen. Da sie eindeutig geisteskrank seien, bestätigt Daneeka auf Yossarians Nachfrage, könne er sie jederzeit für einsatzunfähig erklären. Sie müssten ihn nur darum bitten. Allerdings, fügt er dann noch hinzu, wenn sie ihn darum bitten würden, wären sie nicht länger verrückt und er könne sie dann natürlich auch nicht krankschreiben.

Kratzen am Status der ameri

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