Drama | Mexiko/Frankreich/Deutschland/Dänemark/Schweden 2018 | 173 Minuten

Regie: Carlos Reygadas

Die Beziehung eines mexikanischen Stierzüchters zu seiner Ehefrau gerät durcheinander, als ein US-Amerikaner auf der Farm auftaucht. Die Frau beginnt eine Affäre mit dem Fremden und wehrt das Insistieren ihres Gatten ab, der ein Geständnis fordert oder an dem Verhältnis beteiligt sein will. Während es der Frau um Eigenständigkeit und Selbstbestimmung geht, hat er mit Ohnmacht und Kontrollverlust zu kämpfen. Die bildmächtige Meditation über die ambivalente Lebenskraft des Eros kreist um eine kosmische Verbundenheit von Natur und Menschen, Landschaft und Figuren, in die sich indigene Formen der Welterfahrung mischen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NUESTRO TIEMPO
Produktionsland
Mexiko/Frankreich/Deutschland/Dänemark/Schweden
Produktionsjahr
2018
Regie
Carlos Reygadas
Buch
Carlos Reygadas
Kamera
Adrian Durazo · Diego García
Schnitt
Carlos Reygadas
Darsteller
Natalia López (Esther) · Phil Burgers (Phil) · Carlos Reygadas (Juan) · Maria Hagerman (Lorena) · Yago Martínez (Juan als Kind)
Länge
173 Minuten
Kinostart
27.06.2019
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

 

Bildmächtige Meditation über die ambivalente Lebenskraft des Eros, der die Frau eines mexikanischen Stierzüchters ein Verhältnis mit einem US-Amerikaner beginnen lässt.

Wenn im weitläufigen Panorama einer filmischen Landschaft Körper auftauchen, lässt sich daran meist unschwer das Verhältnis des Einzelnen zu seiner Umwelt ablesen. Besonders im Western dienen solche Kamera-Einstellungen zur Etablierung einer Perspektive auf die Welt, oft verbunden mit einer melancholischen Tönung und dem Eindruck des Verlorenseins, gegen die die Protagonisten ihre Männlichkeit behaupten müssen.

Der mexikanische Regisseur Carlos Reygadas hat schon in der Eröffnungssequenz des Vorgängerfilms Post Tenebras Lux (2012) hingegen gezeigt, wie man einen solchen Establishing Shot ästhetisch vollkommen anders wenden kann und die Körper durch eine dynamisch-präsente Kamera in enger Beziehung zu ihrer Umwelt zeigt, die als ökologischer Zusammenhang erfahrbar wird.

Auch in „Nuestro Tiempo“ etabliert ein ausgedehnter Vorspann in ganz ähnlicher Weise einen Lebensraum, in dem die Kräfte der Natur nicht ge

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