Five Fingers for Marseilles

Drama | Südafrika 2017 | 123 Minuten

Regie: Michael Matthews

Ein Südafrikaner mit einer langen kriminellen Karriere kehrt nach vielen Gefängnisaufenthalten, bei denen er zum Gangster-Mythos wurde, in sein altes Milieu zurück, wo er sich während der Apartheid mit seiner Gang dem rassistischen Terror eher spielerisch widersetzte. Seine Absicht, künftig unauffällig und ohne Gewalt zu leben, hat nicht lange Bestand, da sich die Bevölkerung nach der Aufhebung der Apartheid jetzt gegen neue Unterdrücker zur Wehr setzen muss. Auf den Spuren klassischer Western handelt der Film vor einer großartig in Szene gesetzten Landschaft vom Verlust politischer Ideale, wobei hinter dem Spiel mit Genre-Versatzstücken die Enttäuschung über die politische wie soziale Stagnation in Südafrika deutlich wahrnehmbar ist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FIVE FINGERS FOR MARSEILLES
Produktionsland
Südafrika
Produktionsjahr
2017
Regie
Michael Matthews
Buch
Sean Drummond
Kamera
Shaun Lee
Musik
James Matthes
Schnitt
Daniel Mitchell
Darsteller
Vuyo Dabula (Tau) · Zethu Dlomo (Lerato) · Hamilton Dhlamini (Sepoko) · Kenneth Nkosi (Bongani) · Mduduzi Mabaso (Luyanda)
Länge
123 Minuten
Kinostart
27.06.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Thriller | Western
Diskussion

Südafrikanische Western-Paraphrase um einen Mann, der nach 20 Jahren im Knast in die Ostkap-Provinz zurückkehrt, wo er einst mit seiner Gang den Ton angab, jetzt aber friedlich leben will.

Am Anfang ist das Wort. Mittels Off-Kommentar wird der Handlungsraum etabliert. Zunächst, so heißt es, sei die Eisenbahn gekommen, gefolgt von Siedlern, die Städte gründeten, die sie dann Paris, Rom, Barcelona nannten. Oder Marseille. Die Menschen, die dort vorher lebten, wurden außer Sichtweite in Ghettos „verbracht“. Weil die Eisenbahn zunächst für Wohlstand sorgte, nannte man das Ghetto von Marseille „Railway“. Als die Zeiten schlechter wurden, wurde auch das politische Klima schlechter. Die Polizei begann die Bewohner von Railway zu drangsalieren. Eine Jugendbande, gen

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