Traumfabrik (2019)

Historienfilm | Deutschland 2019 | 128 Minuten

Regie: Martin Schreier

Ein junger Komparse des DEFA-Studios verliebt sich im Sommer 1961 in eine Schauspielerin aus dem Westen der Stadt, die nach dem Mauerbau nicht mehr nach Babelsberg fahren kann. Um sie wiederzusehen, gibt er sich als Regisseur eines Monumentalfilms aus, den er mit viel Chuzpe und gegen allerlei Widerstände auf die Beine stellt. Die Liebeskomödie nutzt das doppelte Spiel mit Schein und Sein primär zur pompösen Selbstbespiegelung des Studiosystems und der tradierten filmischen Mittel; die Zeichnung der Figuren bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie die Zeitumstände. Auch überdehnt der Film die Behauptung einer historischen Kontinuität des Babelsberger Filmschaffens. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Martin Schreier
Buch
Arend Remmers
Kamera
Martin Schlecht
Musik
Philipp Noll
Schnitt
Tobias Haas
Darsteller
Dennis Mojen (Emil) · Emilia Schüle (Milou) · Heiner Lauterbach (Beck) · Nikolai Kinski (Omar) · Ken Duken (Alex)
Länge
128 Minuten
Kinostart
04.07.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Historienfilm | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
Verleih Blu-ray
EuroVideo
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Diskussion

Komödie um einen DEFA-Komparsen, der im Sommer 1961 aus Liebeskummer zum Regisseur aufsteigt, weil er sich in eine Schauspielerin aus dem dann bald abgetrennten Westteil der Stadt verguckt.

Das klassische Kino Hollywoods ist ein Ort, wo Wunder geschehen und Träume wahr werden. Aus kleinem Glück erwächst zu guter Letzt großes Glück. Eine charismatische Schauspielkunst beseelt diese Wandlung. „Traumfabrik“ von Martin Schreier stellt sich ganz in die Tradition des großen Erzählkinos. Der Schauplatz, wo opulente Traumgebilde gewoben werden, liegt hier jedoch in der DDR. Dort erhielt 1946 die DEFA (Deutsche Film-AG) die Lizenz, Kinofilme zu schaffen, die propagandistisch für den Aufbau des Sozialismus und den neuen Menschen werben sollten.

In den Studios des „Volkseigenen Betriebs“ in Potsdam-Babelsberg entspinnt sich die märchenhafte Geschichte vom Aufstieg eines Kleindarstellers zum Regisseur, der zudem eine zauberhafte junge Frau für sich zu erobern versucht. Im Rückblick erinnert sich ein ehrwürdig ergrauter Herr an diese Vorkommnisse. Er gibt sie seinem Enkel in einer geschichtslosen Landschaft wie ein Märchenonkel zum Besten; die j

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