Geheimnis eines Lebens

Biopic | Großbritannien 2018 | 102 Minuten

Regie: Trevor Nunn

Während des Zweiten Weltkriegs spioniert eine englische Physikstudentin für die Russen, behält dieses Wissen aber jahrzehntelang für sich. Erst im hohen Alter wird die Rentnerin vom britischen Geheimdienst wegen Hochverrats belangt. Die Romanadaption fußt auf der Lebensgeschichte der Sekretärin und Spionin Melita Norwood und verbindet die Handlung in der Gegenwart routiniert mit Rückblenden in die 1940er-Jahre, wobei das Spionage- und Liebesdrama allzu gefällig zum Melodrama tendiert und andere Aspekte aus den Augen verliert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
RED JOAN
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2018
Regie
Trevor Nunn
Buch
Lindsay Shapero
Kamera
Zac Nicholson
Musik
George Fenton
Schnitt
Kristina Hetherington
Darsteller
Judi Dench (Joan Stanley) · Sophie Cookson (Joan Stanley, jung) · Stephen Campbell Moore (Max Davis) · Tom Hughes (Leo Galich) · Freddie Gaminara (William Mitchell)
Länge
102 Minuten
Kinostart
04.07.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Drama | Liebesfilm
Diskussion

Spionage- und Liebesdrama um eine britische Physikerin, die während des Zweiten Weltkriegs für die Russen spioniert und dieses Wissen bis ins hohe Alter für sich behält.

Eine Frau zu sein, ist manchmal die beste Tarnung. Weil man grundsätzlich unterschätzt wird. Diese Erfahrung macht Joan Stanley, als sie 1938 zum Physikstudium nach Cambridge geht, und auch während des Zweiten Weltkriegs bei ihrer Arbeit für das britische Nuklearforschungsprojekt „Tube Alloys“. Im Weltbild einiger männlicher Kollegen ist eine studierte Wissenschaftlerin mit Fachgebiet Theoretische Physik schlichtweg nicht denkbar.

Frauen macht man Komplimente und lässt sich dann von ihnen eine Tasse Tee servieren. Diese Degradierung, dieses Unsichtbar-Sein lächelt Joan eisern weg, aber all das ermöglicht ihr auch, etwas zu tun, für das sie sich erst Jahrzehnte später verantworten muss: Sie gibt streng geheime Daten des Forschungsprojekts an die Sowjetunion weiter, weil sie, vor allem nach den verheerenden Bombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki, davon ü

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