Dunkel, fast Nacht

Drama | Polen 2019 | 114 Minuten

Regie: Borys Lankosz

Eine polnische Journalistin recherchiert in ihrer schlesischen Heimatstadt über den Verbleib dreier verschwundener Kinder. Dabei stößt sie auch auf verdrängte Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg, in die ihre eigene Familie verwickelt ist. Die Thrillerhandlung weitet sich in der Romanadaption um Rückblenden auf die Nachkriegsgräuel, die zusätzlich mit Albträumen, unheimlichen Figuren und lokalen Mythen arbeiten. Dabei changiert der Film rasant zwischen Horrorelementen, Märchen, Drama und düsterem Realismus. Nur die etwas zu wohlgefällige Auflösung des vielschichtigen Stoffs enttäuscht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CIEMNO, PRAWIE NOC
Produktionsland
Polen
Produktionsjahr
2019
Regie
Borys Lankosz
Buch
Borys Lankosz · Magdalena Lankosz
Kamera
Marcin Koszalka
Musik
Marcin Stanczyk
Schnitt
Magdalena Chowanska
Darsteller
Magdalena Cielecka (Alicja Tabor) · Rafal Mackowiak (Pawel Kupczyk) · Modest Rucinski (Alicjas Vater) · Jerzy Trela (Herr Albert) · Eliza Rycembel (Ewa)
Länge
114 Minuten
Kinostart
10.10.2019
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Krimi | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
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Eine polnische Journalistin recherchiert in ihrer nordschlesischen Heimatstadt über den Verbleib dreier verschwundener Kinder. Dabei stößt sie auch auf verdrängte Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg, in die ihre eigene Familie verwickelt ist.

Diskussion

Eine verträumte Totale von großer Schönheit markiert den Beginn, die sich schwer zuordnen lässt. Sieht man Gegenwart oder Vergangenheit? Ist das Setting märchenhaft oder real? Wo befindet man sich überhaupt? Ein altmodischer Zug fährt in weiten Bögen durch den Winter, zwischen kahlen Bäumen verschwimmen ein paar Berge im Nebel. Nach einer Weile wechselt das Bild ins Zuginnere. Die Geschichte beginnt in einem überfüllten Abteil, fraglos in der Wirklichkeit. Die erste Sequenz ist dennoch exemplarisch für „Dunkel, fast Nacht“, denn der Moment der Irritation wird immer wieder anvisiert.

Unter den Reisenden ist eine blonde Journalistin, Alicja Tabor. Sie verlässt den Zug in einem einsam wirkenden Kaff in Niederschlesien, nahe der tschechischen Grenze und nicht allzu fern von der nach Deutschland. Alicja schleppt ihren Koffer durch die Nacht. Sie schließt die Tür eines leeren Hauses auf,

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