32 Variationen über Glenn Gould

Dokumentarfilm | Kanada 1993 | 93 Minuten

Regie: François Girard

Eine Annäherung an den großen Pianisten Glenn Gould in einer gelungenen Mischform aus Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilm. Der Film gerät nie in Gefahr, die rätselhafte Aura Goulds zu zerstören, enthält aber viele erhellende Fußnoten zu seinem Werk. Für Anfänger wie Kenner gleichermaßen anregend. (O.m.d.U.) - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
32 SHORT FILMS ABOUT GLENN GOULD
Produktionsland
Kanada
Produktionsjahr
1993
Regie
François Girard
Buch
François Girard · Don McKellar
Kamera
Alain Dostie
Musik
Johann Sebastian Bach · Ludwig van Beethoven · Jean Sibelius · Richard Strauss
Schnitt
Gaëtan Huot
Darsteller
Colm Feore (Glenn Gould)
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Dokumentarfilm | Experimentalfilm

Diskussion
Zweimal hat Glenn Gould Bachs Goldbergvariationen aufgenommen: 1955, 23jährig und noch ganz am Anfang seiner Karriere, sowie in seinem Todesjahr 1982. Dazwischen lebte der Pianist ein Leben im verborgenen, das sich auch Verwandten und Freunden meist verschlossen hat. Ein Thema und 32 Variationen, das sind die Goldberg-Variationen, und ebenso hält es dieser außergewöhnliche Film, der sich wie sein Sujet jeder Einordnung wiedersetzt: so ist er zugleich Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm, vor allem aber natürlich ein Musikfilm.

Die 32 Kurzfilme sind in sich abgeschlossen. Ihre Basis ist jeweils ein kurzes Musikstück aus Goulds reicher phonographischer Hinterlassenschaft; zu Beginn natürlich die Aria aus den Goldberg-Variationen, wie überhaupt Bach selbstverständlich

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