Benjamin Blümchen

Animation | Deutschland 2018 | 91 Minuten

Regie: Tim Trachte

Der gutmütige sprechende Elefant Benjamin Blümchen ist gefordert, als sein Zoo in finanzielle Probleme gerät und eine Geschäftsfrau diesen vorgeblich modernisieren will. In Wahrheit verfolgt sie jedoch hinterlistige Pläne, mit denen sie die harmonische Zoogesellschaft zerstören will, und spannt dafür auch den ahnungslosen Elefanten ein. Der erste Spielfilmauftritt der beliebten Hörspiel- und Fernsehfigur setzt auf ein kindgerechtes Szenario aus erprobten Motiven mit witzigen Sequenzen, viel Trubel, leicht verständlichem Wortwitz und harmlosem Slapstick. Kleineren Kindern bietet er damit gelungene Unterhaltung, auch wenn das Zusammenspiel zwischen animiertem Elefant und realen Hintergründen nicht durchweg überzeugt und es dem Film an erzählerischem Wagemut mangelt. - Ab 6.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Tim Trachte
Buch
Bettina Börgerding
Kamera
Fabian Rösler
Musik
Egon Riedel
Schnitt
Ana de Mier y Ortuño · Zaz Montana
Darsteller
Manuel Santos Gelke (Otto) · Heike Makatsch (Zora Zack) · Dieter Hallervorden (Walter Weiß) · Uwe Ochsenknecht (Bürgermeister) · Friedrich von Thun (Herr Tierlieb)
Länge
91 Minuten
Kinostart
01.08.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 6.
Genre
Animation | Familienfilm | Kinderfilm
Diskussion

Turbulenter Kinderfilm um die populäre Hörspielfigur des sprechenden Elefanten als Mischung aus animierten Szenen und realen Darstellern.

In diesem kleinen Zoo lässt es sich gemütlich leben. So sorgenfrei und friedlich ist die Gemeinschaft der Tiere, dass der von Grund auf freundliche Direktor Tierlieb auf Käfige und Gitter gänzlich verzichtet und sich auch von einem durchaus umfangreichen Loch in der Zoomauer nicht aus der Ruhe bringen lässt. Selbst er aber kann die beunruhigende Lage des Zoos nicht länger für unwichtig halten, als sie ihm der Neustädter Bürgermeister wichtigtuerisch unter die Nase reibt. „Der Zoo wirft schon seit Jahren keinen Gewinn mehr ab“, muss er sich anhören und bekommt für sein hilfloses Schulterzucken sofort eine Patentlösung vorgesetzt: Alles Altmodische solle tunlichst verschwinden, die Moderne im Zoo einziehen und selbstredend habe der Zoodirektor sich dabei rauszuhalten, wenn Profis die Sache in die Hand nehmen und den Tierpark endlich zum lukrativen Geschäft machen. Die forsche Geschäftsfrau Zora Zack wiegelt allerdings sofort wieder ab. Die Modernisierungsmaßnahmen würden keinesfalls den Charakter des Zoos zerstören, das brauche Herr Tierlieb ebenso wenig zu fürchten wie der „Star“ unter den tierischen Zoobewohnern: Der sprechende Elefant Benjamin Blümchen.

Wenige deutsche Kinder der letzten vierzig Jahre dürften ohne Berührung mit diesem gutmütigen und ideenreichen Rüsseltier geblieben sein: Über 140 Benjamin-Blümchen-Hörspiele sind seit 1977 höchst erfolgreich produziert worden, von 1988 an entstanden zudem animierte Episoden fürs Fernsehen,

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