Drama | USA 2017 | 93 Minuten

Regie: Russell Harbaugh

Der Tod des Vaters zerreißt das bisher harmonische Leben einer amerikanischen Familie. Während die Mutter mit einer neuen Beziehung auch einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen versucht, drohen die Lebensentwürfe der Söhne mit ihrer Trauer zu zerbrechen. In fragmentarischen und elliptischen Szenen bildet der Film ein zersplittertes Familienleben in seiner unmittelbaren Intimität ab, die in ihren besten Momenten an die Werke von John Cassavetes erinnert. Oft rückt aber auch die Thesenhaftigkeit des Szenarios in den Vordergrund, in der die Gefühle eher plakativ als nachvollziehbar vorgeführt werden. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LOVE AFTER LOVE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Russell Harbaugh
Buch
Russell Harbaugh · Eric Mendelsohn
Kamera
Chris Teague
Musik
David Shire
Schnitt
John Magary · Matthew C. Hart
Darsteller
Andie MacDowell (Suzanne) · Chris O'Dowd (Nicholas) · James Adomian (Chris) · Gareth Williams (Glenn) · Alex Goldberg (Alex)
Länge
93 Minuten
Kinostart
01.08.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Drama über ein zersplittertes Familienleben nach dem Tod eines Familienvaters mit gefühlsbeladenen Monologen und Schlagabtauschen, das in den besten Momenten an die Filme von John Cassavetes erinnert.

Nur die ersten Bilder des Films zeigen Glenn (Gareth Williams) so, wie er seiner Familie im Gedächtnis bleiben wird. Der Ehemann und Vater trägt ein Gedicht vor, scherzt mit seiner Frau und droht seinem erwachsenen Sohn mit einem Grinsen an, ihm für seine Sprüche in den Arsch zu treten. Wenige Szenen später ist er ein Pflegefall. An Stelle der geflügelten Worte tritt ein hilfloses Wimmern. Er sitzt nicht mehr lächelnd auf der Terrasse, er liegt mit leerem Blick auf dem Bett. Dann stirbt Glenn. Der gewaltige Raum, den er als Ehemann und Vater einnahm, wird zur Leere, die das Leben der Hinterbliebenen vereinnahmt. Nicht als lineares Phänomen, das auf einen kathartischen Höhepunkt zuläuft, sondern als ein Riss, der sich fast unbemerkt durch jede Facette des Familienlebens zieht.

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