Holiday - Sonne, Schmerz & Sinnlichkeit

Drama | Dänemark/Niederlande/Schweden 2018 | 92 Minuten

Regie: Isabella Eklöf

Gemeinsam mit ihrem neureichen Freund und dessen Entourage verbringt eine junge Frau den Urlaub im türkischen Bodrum. Sie kommt dabei ihrem Traum von einem luxuriösen Leben näher, ist zugleich aber auch der Willkür ihres gewalttätigen Partners ausgeliefert. Die Bekanntschaft mit einem jüngeren Niederländer scheint ein möglicher Ausweg aus diesem ungleichen Machtverhältnis zu sein. Ohne Mitgefühl oder moralische Wertung widmet sich der Film in schmucklosen Einstellungen dem ereignislosen, immer wieder von plötzlicher Gewalt unterbrochenen Urlaubsalltag. Schonungslos in seiner Darstellung, aber auch durchschaubar in seinen kalkulierten Provokationen, gewinnt der Film erst dort eine interessante Wendung, wo er das scheinbar eindeutige Täter-Opfer-Schema in Frage stellt.

Filmdaten

Originaltitel
HOLIDAY
Produktionsland
Dänemark/Niederlande/Schweden
Produktionsjahr
2018
Regie
Isabella Eklöf
Buch
Johanne Algren · Isabella Eklöf
Kamera
Nadim Carlsen
Musik
Martin Dirkov
Schnitt
Olivia Neergaard-Holm
Darsteller
Victoria Carmen Sonne (Sascha) · Lai Yde (Michael) · Thijs Römer (Thomas) · Michiel De Jong (Frederik) · Morten Hemmingsen (Jens)
Länge
92 Minuten
Kinostart
15.08.2019
Fsk
ab 18; f
Genre
Drama | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen

Eine junge Frau lässt sich von ihrem reichen, kriminellen Freund zum Luxus-Urlaub in die Türkei mitnehmen, ist dort aber den Übergriffen des Mannes ausgeliefert.

Diskussion

Nach diesem Film möchte man erstmal keinen Urlaub im türkischen Bodrum machen. Dabei zeigt „Holiday“ auf den ersten Blick genau das, was einem an so einem Ferienort erwartet, wenn man die entsprechenden Mittel hat: Strände, Villen, Pools mit Panoramablick, schicke Nachtclubs und teure Restaurants. Aber Isabella Eklöf, die bereits am Drehbuch zu Ali Abbasis Border mitgearbeitet hat, nimmt diesen Orten in ihrem Spielfilmdebüt jeglichen glamourösen Zauber. Die Schauplätze sehen immer ein wenig zu hell aus; so als wären sie nicht von der Sonne, sondern von einer grellen Lampe angestrahlt. Alles wirkt nackt und steril, wie eine Attrappe, mit der die Figuren sich selbst belügen. „Holiday“ versucht seine Bilder von sämtlich

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren