Drama | Deutschland 2019 | 90 Minuten

Regie: Martin Busker

Ein 13-jähriger Junge aus Afghanistan ist mit seiner Familie auf der Flucht vor den Taliban in einer schwäbischen Kleinstadt gelandet. Um seinen in Ungarn festsitzenden Vater nachzuholen, tritt der überzeugte Muslim sogar einem christlichen Knabenchor bei, der in Ungarn an einem Gesangswettbewerb teilnehmen will. Der zwischen Komödie und Drama angesiedelte Film lebt vom Spiel der beiden Hauptdarsteller, die sich gepfefferte dialogische Gefechte liefern und die erstaunliche Wandlungen ihrer Figuren glaubhaft machen. Manche Wendung ist allerdings arg konstruiert und das Drehbuch durch eine weitere Außenseiter-Story etwas überfrachtet. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Martin Busker
Buch
Martin Busker · Fabian Hebestreit
Kamera
Martin L. Ludwig
Musik
Steven Schwalbe · Justin Michael La Vallee
Schnitt
Kilian Schmid
Darsteller
Mert Dincer (Zoro) · Andrea Sawatzki (Frau Lehmann) · Laurids Schürmann (Julian) · Hadi Khanjanpour (Zoros Vater Zamir) · Elmira Rafizadeh (Zoros Mutter Masal)
Länge
90 Minuten
Kinostart
24.10.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie

Ein 13-jähriger Flüchtlingsjunge aus Afghanistan schließt sich in der schwäbischen Provinz einem christlichen Kinderchor an, obwohl er ein überzeugter Muslim ist, um seinen in Ungarn gestrandeten Vater nachzuholen.

Diskussion

Es gibt nur wenige deutsche Filme, die sich auf humorvolle und dennoch seriöse Weise mit der Flüchtlings- und Asylthematik auseinandersetzen. „Zoros Solo“ von Martin Busker zählt sicherlich dazu. Dabei beginnt der Film wie ein handfestes Drama. Auf einer Landkarte wird ein Fluchtweg nachgezeichnet, der von Afghanistan über die Türkei, Griechenland und den Balkan führt und in einer schwäbischen Kleinstadt endet. Dorthin verschlägt es den 13-jährigen Zoro (Mert Dincer) mit seiner Familie, allerdings ohne den Vater. Dieser ist in einem Auffanglager in Ungarn hängengeblieben.

Über seinen Schatten springen

In der Folge lässt Zoro nichts unversucht, seinen Papa nach Deutschland nachzu

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren