Drama | Portugal/Brasilien/Kap Verde 2018 | 98 Minuten

Regie: João Miller Guerra

Ein junger Portugiese beschließt eines Tages, in den afrikanischen Inselstaat Kap Verde zu fliegen, um seinen unbekannten Vater zu finden. Dabei begegnet er einer Reihe von Einheimischen und lässt sich von einem Ort zum nächsten treiben, ohne die Suche, bei der es auch um die Frage seiner eigenen Identität geht, zu forcieren. Dokumentarisch anmutendes, ohne dramaturgische Zuspitzungen mäanderndes Drama, das über weite Strecken virtuos mit seiner Offenheit spielt und nur selten etwas zerstreut wirkt. Durch die tieflotende Einlassung auf den Schauplatz und die Präsenz des Protagonisten gelingt dem Film letztlich aber doch eine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Identitätskrise eines Nachkommen von Migranten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DJON AFRICA
Produktionsland
Portugal/Brasilien/Kap Verde
Produktionsjahr
2018
Regie
João Miller Guerra · Filipa Reis
Buch
João Miller Guerra · Pedro Pinho
Kamera
Vasco Viana
Schnitt
Luisa Homem · Ricardo Pretti · Eduardo Serrano
Darsteller
Miguel Moreira (Djon) · Bitori Nha Bibinha · Isabel Cardoso · Patricia Soso
Länge
98 Minuten
Kinostart
31.10.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Dokumentarisch anmutendes, ohne lineare Dramaturgie mäanderndes Drama über einen jungen Portugiesen, der im afrikanischen Inselstaat Kap Verde gemächlich nach seinem unbekannten Vater sucht.

Diskussion

Djon (Miguel Moreira) hat keinen besonders geregelten Alltag. Einmal sehen wir ihn zwar kurz, wie er in einem Abrisshaus arbeitet, ansonsten lebt er aber am etwas tristen Stadtrand von Lissabon einfach so in den Tag hinein. Mal verbringt er den ganzen Tag im Bett mit seiner Freundin, mal hilft er seiner Schwester beim Klauen im Einkaufszentrum. Djon verfügt über einen Charme, der sich nicht sofort erschließt. Er wirkt ein wenig träge, besserwisserisch und wehleidig. Trotzdem gelingt es ihm, mit seiner anmaßenden, aber eben auch witzigen Art, andere um den Finger zu wickeln.

„Djon Africa“ lässt sich ganz auf die Planlosigkeit seiner Hauptfigur ein. Bisher haben die portugiesischen Regisseure

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