Happy Ending - 70 ist das neue 70

Drama | Dänemark 2018 | 95 Minuten

Regie: Hella Joof

Eine 70-jährige Frau wird ausgerechnet am Tag der Pensionierung von ihrem Mann verlassen, das gemeinsam Ersparte hat er bereits für ein Weingut ausgegeben. Ihre Träume von einem gemeinsamen Lebensabend sind mit einem Mal geplatzt. Während die Frau ihr Leben wieder in die Hand nimmt und eine lesbische Liebesbeziehung beginnt, versucht der Mann sein Glück auf Dating-Portalen. Eine verhalten inszenierte Tragikomödie über die Emanzipation einer alten Frau, die erstaunlich offen mit dem Thema Sex im Alter umgeht, in der Zeichnung der Männerfiguren aber zu stereotyp geraten ist. Auch erscheint der Film trotz origineller Momente zu brav und konstruiert. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
HAPPY ENDING
Produktionsland
Dänemark
Produktionsjahr
2018
Regie
Hella Joof
Buch
Mette Heeno
Kamera
Kim Høgh
Musik
Danilo Carvalho · Roar Skau Olsen
Schnitt
Julius Krebs Damsbo
Darsteller
Birthe Neumann (Helle) · Kurt Ravn (Peter) · Charlotte Sieling (Trine) · Marianne Høgsbro (Linda) · Tammi Øst (Alice)
Länge
95 Minuten
Kinostart
07.11.2019
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Komödie | Liebesfilm

Verhalten inszenierte dänische Tragikomödie über eine 70-jährige Frau, die nach der Trennung von ihrem selbstbezogenen Mann ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen muss, und sich neu verliebt.

Diskussion

Mit einem Mal ist alles vorbei. 50 Jahre lang hatte sich Helle für ihren Ehemann Peter, einen wahren Workaholic, aufgeopfert, ihm den Rücken freigehalten, den Haushalt geschmissen, die Kinder erzogen. Zeit für etwas anderes, zum Beispiel die Welt zu entdecken, war nie. Jetzt, an seinem letzten Arbeitstag vor der Pensionierung, kommt Peter nach Hause und überrascht seine entgeisterte Frau mit der Nachricht, Wein importieren zu wollen. Das entsprechende Weingut habe er schon gekauft, und zwar von ihrem gemeinsamen Ersparten – wie Helle bereits am Morgen bei einem Gang zur Sparkasse verärgert feststellen musste. Ihre Träume von einem gemeinsamen Lebensabend sind mit einem Mal geplatzt. Schlimmer noch: Peter hat weder ein schlechtes Gewissen noch Schuldgefühle. Schließlich habe er das ganze Geld verdient, und Helle

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