PJ Harvey - A Dog called Money

Dokumentarfilm | Irland/Großbritannien 2019 | 94 Minuten

Regie: Seamus Murphy

Im Jahr 2016 ließ sich der Fotojournalist Seamus Murphy von der britischen Rocksängerin PJ Harvey auf Reisen nach Afghanistan, Washington DC und in den Kosovo begleiten, bei der die Songwriterin nach Inspirationen für ein im Entstehen begriffenes Album suchte. Später wurde in London ein öffentliches Studio eingerichtet, in dem die Einspielung der Songs öffentlich mitverfolgt werden konnte. Die Notizen und die in Songzeilen transformierten Gedanken der Sängerin begleiten die Bilder aus den Krisengebieten, während sich die Position der zum Schweigen verurteilten Beobachterin in den Männergesellschaften im Studio ins Gegenteil verkehrt. Ein interessanter, dicht montierter Einblick über einen dreifach gespiegelten Kreativprozess aus Reisebericht, Kunst-Installation und Film. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PJ HARVEY - A DOG CALLED MONEY
Produktionsland
Irland/Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Seamus Murphy
Buch
Seamus Murphy
Kamera
Seamus Murphy
Musik
P.J. Harvey
Schnitt
Sebastian Gollek
Länge
94 Minuten
Kinostart
14.11.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Doku über die britische Musikerin PJ Harvey, die zusammen mit dem Fotografen Seamus Murphy auf der Suche nach Inspirationen für ein neues Album durch Krisengebiete reiste. In einer fünfwöchigen Live-Sound-Skulptur spielt die Sängerin dann die Songs öffentlich ein.

Diskussion

Schnellen Schrittes läuft die Rocksängerin Polly Jean Harvey die überfüllten Straßen entlang. Ein schwarzes Kopftuch unter der Mütze verhüllt die dunkle Mähne. Den Schotter- und Müllhaufen weicht sie aus, während zerstörte Häuser und Autos an ihr vorüberziehen. „Wenige Frauen, versteckte Frauen, Frauen auf Stöckelschuhen in Geröll und Schlamm“, hört man ihre Gedankenfetzen zu den Aufnahmen aus Kabul.

Die Musik von PJ Harvey, die sich zwischen Avantgarde-Rock, Punk-Blues und Instrumental-Experimenten bewegt, lässt sich schwer zuordnen, was am Unwillen der Musikerin liegt, sich selbst zu wiederholen. Ihre Reise nach Afghanistan, Washington DC und in den Kosovo dient der 50-Jährigen, die wie 35 aussieht, auch weniger dazu, um den Menschen beim Musizieren zuzuhören. Vielmehr ist es die Atmosphäre und das Lebensgefühl, das sie an den Krisenregionen interessierte, um sie später kreativ zu verarbeiten.

Ein Panoptikum des Kreativen

Im Jahr 2016 begleitete Harvey

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