Filmessay | Portugal 2018 | 106 Minuten

Regie: Tiago Hespanha

Auf Europas größtem Truppenübungsplatz in Portugal wird mit inszenierten Kämpfen der Ernstfall geprobt. Der Essayfilm zeigt in bruchstückhaften Szenen den militärischen Alltag, widmet sich aber auch verschiedenen Protagonisten aus der direkten Umgebung. Eine Erzählerstimme deutet die Beobachtungen zu einer Geschichte der Menschheit und ihrer Faszination für das All um. Die Fabulierlust und der spielerische Umgang mit dem dokumentarischen Material bewirken faszinierende Momente, insgesamt wirkt der filmische Bewusstseinsstrom durch seine assoziative Struktur aber etwas richtungslos. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CAMPO
Produktionsland
Portugal
Produktionsjahr
2018
Regie
Tiago Hespanha
Kamera
Tiago Hespanha · Cláudia Varejão · Rui Xavier
Schnitt
Francisco Moreira · Tiago Hespanha
Länge
106 Minuten
Kinostart
28.11.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Filmessay

Assoziativer Essayfilm, der ausgehend vom Alltag auf einem portugiesischen Truppenübungsplatz zu Reflexionen über die Geschichte der Menschheit und ihrer Faszination für das All abhebt.

Diskussion

Einst schufen die Götter aus Nebel eine pastorale Landschaft, ließen Schafe über Wiesen laufen und die ersten Menschen wie reife Früchte vom Himmel fallen. Der Essayfilm „Campo“ beginnt zwar wie eine etwas andere Schöpfungsgeschichte, beschäftigt sich aber eigentlich mit dem Treiben rund um ein militärisches Gelände in der Nähe von Lissabon; und zwar dem größten Truppenübungsplatz Europas. Bei den fliegenden Menschen handelt es sich in Wahrheit um die Silhouetten von Fallschirmspringern und der Film verwendet immer wieder solche dokumentarischen Bilder, um sie mythologisch umzudeuten.

Vor allem geschieht diese Umdeutung über einen referenzreichen, von Regisseur Tiago Hespanha selbst eingesprochenen Text. Franz Kafkas Ve

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