Komödie | Frankreich/Belgien 2018 | 71 Minuten

Regie: Quentin Dupieux

Ein unbescholtener Mann, der eine Leiche entdeckt hat, soll bei einer abendlichen Befragung irritierende Punkte in seiner Aussage erklären. Als der Kommissar kurz das Zimmer verlässt, kommt sein Assistent auf bizarre Weise ums Leben, was zu einer Vertuschungsaktion führt und die Situation mit Fortsetzung des Verhörs weiter ins Groteske kippen lässt. Raffiniert inszenierte surreale Komödie mit skurril gezeichneten Figuren und einer kongenialen Ausstattung, die eine Atmosphäre umfassender Unwirklichkeit erzeugt. Der virtuos mit Illusionsbrüchen arbeitende Film hält das Tempo bewusst zurück und präsentiert nonchalant seine absurden Einfälle. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AU POSTE!
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2018
Regie
Quentin Dupieux
Buch
Quentin Dupieux
Kamera
Quentin Dupieux
Musik
David Sztanke
Schnitt
Quentin Dupieux
Darsteller
Benoît Poelvoorde (Hauptkommissar Buron) · Grégoire Ludig (Louis Fugain) · Marc Fraize (Philippe) · Anaïs Demoustier (Fiona) · Orelsan (Sylvain Buron)
Länge
71 Minuten
Kinostart
12.12.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Krimi

Heimkino

Verleih DVD
Lighthouse
Verleih Blu-ray
Lighthouse
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Raffinierte surreale Komödie um einen Mann, der über den Fund einer Leiche bei der Polizei aussagen will, darüber aber selbst in ein nicht enden wollendes Verhör gerät.

Diskussion

Grell strahlen unzählige Glühbirnen von der niedrigen Decke. Wer in diesem Büro Fragen beantworten muss, sitzt quasi wie in einem Brutkasten. Die Nervosität der Vorgeladenen kann dementsprechend immense Formen annehmen, selbst wenn sie wie Louis Fugain auf ihre Unschuld pochen. Dabei weiß der schnurrbärtige Mann im Hawaiihemd noch nicht mal, warum sein Gegenüber ihn überhaupt so erschöpfend aushorcht: Hat er nicht lediglich nachts einen Unbekannten tot vor seinem Haus gefunden und ordnungsgemäß die Polizei gerufen?

Doch Hauptkommissar Buron scheint nicht gewillt, den Zeugen gehen zu lassen, so lange es keine Erklärung für die irritierende Aussage einer Nachbarin gibt. Ihr zufolge verließ Fugain in jener Nacht nicht weniger als sieben Mal seine Wohnung und kehrte dahin zurück. Eine peinlich genaue Befragung scheint Buron von Nöten, und sollte die bis zum Morgen dauern.

Kammerspielartiges Duell der Dialoge

Im Vergleich zu den ersten sechs Regie-Arbeiten des französischen Filmemachers und Elektro-Musikers Quentin Dupieux alias Mr. Oizo wirkt das Terrain seines siebten Films „Die Wache“ auf den ersten Blick fast konventionell. Das Szenario erinnert an Claude Millers „Das Verhör“: Die Ereignisse in einem Polizeibüro während eines langen Abends, in dessen Verlauf sich Gewissheiten zwischen Ermittler und Befragtem verschieben; ein kammerspielartiges Duell der Dialoge und gegensätzlichen Pe

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