Broken (2018)

Dokumentarfilm | Schweiz/Palästina 2018 | 52 Minuten

Regie: Mohammed Alatar

Im Sommer 2004 erklärte die UN-Vollversammlung die 759 Kilometer lange israelische Absperrung des Westjordanlandes durch eine massive Grenzmauer für illegal, soweit sie auf palästinensischem Gebiet verlief. Die Resolution zog jedoch keine Folgen nach sich. Der Dokumentarfilm rekonstruiert das Ringen der Weltgemeinschaft mit der israelischen Sperranlage primär aus palästinensischer Sicht und reduziert den komplizierten Nahostkonflikt auf die Frage nach der Legitimität der Sperrmauer. Die Gründe, die zur Errichtung der Sperranlage führten, werden kaum thematisiert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BROKEN - A PALESTINIAN JOURNEY THROUGH INTERNATIONAL LAW
Produktionsland
Schweiz/Palästina
Produktionsjahr
2018
Regie
Mohammed Alatar
Buch
Mohammed Alatar
Länge
52 Minuten
Kinostart
21.11.2019
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Auch 14 Jahre nach der Verurteilung der israelischen Sperranlage im Westjordanland durch die UN-Vollversammlung existiert die Mauer weiter. Der Dokumentarfilm zeichnet die Auseinandersetzung aus palästinensischer Sicht nach.

Diskussion

Nachdem die Kameradrohne ihren Rundflug über die Altstadt von Jerusalem beendet hat, nähert man sich einer israelischen Sperranlage zum Westjordanland im Auto. Am Steuer sitzt Danny Tirza, ehemaliger Colonel der israelischen Armee, der das Scheitern des Oslo-Friedensprozesses zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten aus nächster Nähe beobachten konnte.

Regisseur Mohammed Alatar beschreibt zu Beginn des Dokumentarfilms „Broken – A Palestinian Journey through International Law“ die Folgen des Scheiterns von Oslo aus seiner Sicht: „Niemand hat Land bekommen und niemand Frieden; das Land steht vielmehr erneut in Flammen, und Israel hat beschlossen, die Flammen mit einer Mauer zu umgeben.“ Bei diesen Sätzen stolpert man über den Singular bei „Land“.

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