Drama | Italien 2020 | Minuten

Regie: Francesca Comencini

Eine ins Fantastische spielende Historien-Serie, angesiedelt im Italien des 17. Jahrhunderts. Es ist die Zeit der Hexen-Hysterie und Inquisition; eine junge Hebamme sieht sich, weil auch gegen sie Vorwürfe der Hexerei laut werden, gezwungen, aus ihrem Dorf zu fliehen. Zuflucht findet sie zusammen mit ihrem kleinen Bruder bei einer Gruppe von Frauen, die alle verdächtigt werden, mit Magie zu tun zu haben - nicht zu Unrecht. Die Kräfte der Frauen haben freilich nichts Teuflisches an sich. Dem Wunsch, einer besseren, frauenfreundlicheren Welt den Weg zu bahnen, stehen allerdings viele Gegner gegenüber. Die Serie um Hexen als emanzipatorische Vorkämpferinnen krankt an weitgehend blassen Figuren und einer einfallslosen, holzschnittartigen Inszenierung, sodass sie oft die Grenze zur Lächerlichkeit überschreitet.

Filmdaten

Originaltitel
LUNA NERA
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2020
Regie
Francesca Comencini · Susanna Nicchiarelli · Paola Randi
Buch
Francesca Manieri · Laura Paolucci · Tiziana Triana
Kamera
Valerio Azzali
Darsteller
Nina Fotaras (Ade) · Nathan Macchioni (Adriano) · Federica Fracassi (Janara) · Manuela Mandracchia (Tebe) · Astrid Meloni (Amelia)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Genre
Drama | Fantasy | Historienfilm | Serie

Eine ins Fantastische spielende Historien- und Fantasy-Serie, angesiedelt im Italien des 17. Jahrhunderts: In der Zeit der Hexenverfolgung findet eine junge Frau Zuflucht bei einer Gruppe von Frauen, die tatsächlich magisch begabt sind.

Diskussion

Da ist die gute, aufgeklärte Lichtgestalt Pietro, ein angehender Mediziner, der sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit Mut und Verstand gegen die Hexenverfolgungen in seiner italienischen Heimat stellt. Die werden ausgeführt von den sogenannten „Benandanti“, einer Art privaten, mit Perücken und Masken gruselig aufgemachten Söldnertruppe, die kräuterkundige Frauen als Hexen identifiziert und auf Scheiterhaufen oder Wagenrädern ihrer „gerechten Strafe“ zuführt. Natürlich unter lautem Gejohle des abergläubischen Publikums und der dämonischen Vertreter einer verbohrten katholischen Kirche. So weit, so bekannt. In „Luna nera“ aber ist es nun so, dass die meisten dieser als Hexen verschrienen Frauen tatsächlich der Magie mächtig sind. Diese geht über das Heilen von Kranken weit hinaus – und wird natürlich, anders als von den Hexenjägern kolportiert, nur auf menschenfreundliche Weise benutzt.

Ein mit heißer Nadel gestrickter, ziemlich fader Hexensabbat

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich der glühende Wissenschaftler Pietro (Giorgio Belli) ausgerechnet in Ade (Nina Fotaras) verliebt, eine der sogenannten Hexen – ohne um deren Fähigkeiten zu wissen. Und dass dieser vorbildhafte Verstandesmensch nun irgendwie schonend darauf vorbereitet werden muss, dass

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