The Roads Not Taken

Drama | Großbritannien 2019 | 86 Minuten

Regie: Sally Potter

Ein demenzkranker Schriftsteller verliert sich zunehmend in den Erinnerungen seines Lebens, sodass er nicht mehr allein zurechtkommt. Im Verlauf eines Tages, an dem ihn seine Tochter zu verschiedenen Ärzten begleitet, driftet er immer wieder in seine Gedankenwelt ab, während die Tochter eine für sie unerwartete Nähe zu dem hilflosen Vater aufbaut. Subtiles und feinfühliges Drama, das an der Schnittstelle von Wirklichkeit und Halluzination den Wirrnissen des Lebens nachforscht. In seiner assoziativ-dichten Verflochtenheit erfordert es viel Aufmerksamkeit, die auch scheinbare Nebensächlichkeiten wahrnimmt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ROADS NOT TAKEN
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Sally Potter
Buch
Sally Potter
Kamera
Robbie Ryan
Musik
Sally Potter
Schnitt
Sally Potter · Emilie Orsini · Jason Rayton
Darsteller
Javier Bardem (Leo) · Elle Fanning (Molly) · Salma Hayek (Dolores) · Laura Linney (Rita) · Branka Katic (Xenia)
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Drama über eine junge Frau, die ihrem demenzkranken Vater einen Tag lang beisteht, an dem er sich immer wieder in seinen Erinnerungen und der Frage verliert, ob sich sein Leben anders hätte entwickeln können.

Diskussion

Ein Mann – er ist nicht mehr der Jüngste, aber auch noch nicht betagt – liegt in einem Bett. Er haust irgendwo in New York in einer Wohnung direkt unter/neben einer Subway-Station. An seiner Tür wird Sturm geklingelt, das Telefon läutet. Der Mann indes, schlafverwirrt, abwesend, dämmert im Bett vor sich hin, scheint Klingeln und Läuten nicht zu hören. Gemeinsam stürmen schließlich seine Tochter Molly und die Haushaltshilfe Xenia in sein Appartement: Leo – er wird konzis-intensiv gespielt von Javier Bardem, dessen Auftritt hier in manchem unmittelbar an denjenigen in „Das Meer in mir“ (2005) erinnert – leidet an Hirnatrophie, Gehirnschwund, einer Art von Demenz.

Eine latente Unsicherheit für die Figuren, aber auch die Zuschauer

Leo soll heute zum Zahnarzt, anschließend zum Augenarzt. Molly, jung, ein wenig quecksilbrig, ein bisschen hibbelig, Journalistin von Beruf – sie wird sehr erwachsen, sehr ernsthaft gespielt von Elle Fanning – hat später am Tag ein wichtiges Meeting. Doch sie ist außer Xenia die einzige, die sich um Leo kümmert. Dies offensichtlich eine Weile schon. Wie man als Zuschauer aufgrund der ersten Szenen ebenfalls annehmen muss, hat sich Leos Zustand akut verschlechtert. Dennoch versucht Molly mit Leo normal zu reden; ihn auf die Beine zu b

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