First Love (2019)

Komödie | Japan/Großbritannien 2019 | 108 Minuten

Regie: Takashi Miike

Bei einem einsamen Boxer wird ein Hirntumor diagnostiziert. Auf der Suche nach einem Zweck für den kurzen Rest seines Lebens rettet er zufällig eine drogensüchtige Prostituierte. Die beiden geraten zwischen die Fronten eines Bandenkrieges. Melancholisches Genre-Stück mit dramatischen Zwischentönen und einem abseitigen, aber durchaus faszinierenden Sinn für Romantik, der Liebe nicht als Gefühl, sondern als Aktion und erkämpften gemeinsamen Raum umkreist. Ohne sich je ganz seinen Stereotypen zu ergeben, trumpft der Film mit einsatzfreudigen Darstellern und suggestiver Inszenierung auf. - Ab 18.

Filmdaten

Originaltitel
HATSUKOI
Produktionsland
Japan/Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Takashi Miike
Buch
Masa Nakamura
Kamera
Nobuyasu Kita
Musik
Kôji Endô
Schnitt
Akira Kamiya
Darsteller
Masataka Kubota (Leo) · Sakurako Konishi (Yuri) · Takahiro Miura (Yasu) · Jun Murakami (Ichikawa) · Nao Ohmori (Otomo)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18
Pädagogisches Urteil
- Ab 18.
Genre
Komödie | Krimi | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo
Verleih Blu-ray
EuroVideo
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Ein Mann mit Tumor, eine Frau mit Traumata und ein Gangster-Krieg zwischen Yakuza und Triaden: Melancholisches Genrekino von Takashi Miike

Diskussion

Das Leben als Summe scheiternder Pläne und sinnentleerter Scharmützel, eine chaotische Flucht durch die Nacht, immer in Richtung Sonnenaufgang. Das ist „First Love“, ein weiterer Film von Takashi Miike, eine der neusten von nunmehr schon über hundert Regiearbeiten des Japaners seit den frühen 1990er-Jahren. Man erwartet wohl keine großen Überraschungen und Umbrüche mehr von dieser Monumental-Karriere, doch immerhin: Diese Komödie der Irrungen ist eben nicht „nur“ ein weiterer Miike-Film, sondern hebt sich mühelos aus den blutigen Fluten seines Werks hervor. Ausnahmesituationen, vorgetragen mit fester, nicht verknöcherter Routine, von einem in Unreife Gereiften.

Der Boxer, die Hure & jede Menge Gangster

Es ist ein mit leichter Hand dahinjonglierter Actionthriller, übervölkert von überzeichneten Comicmenschen, die trotzdem nicht ganz blutleere Cartoons bleiben. Er lässt es so einfach aussehen. Im Kern: Leo Katsuragi (Masataka Kubota), ein einsamer Boxer mit vollen Lippen und leerem Blick, der sich leidenschaftslos durchs Leben schlägt. Bei einem Kampf geht er überraschend zu Boden, sein Arzt berichtet mit ernster Miene von dem Tumor, der auf seinen Hirnstamm dr&uu

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