Komödie | USA 2017 | 104 Minuten

Regie: Woody Harrelson

Eine in einer Einstellung inszenierte Komödie um eine chaotisch eskalierende nächtliche Eskapade des Schauspielers Woody Harrelson, der sich hier selbst spielt und in Personalunion Drehbuch und Regie verantwortet hat: Harrelson, der am Londoner Westend Theater spielt, erzürnt seine Frau mit einer Sex-Eskapade, die in den britischen Klatschblättern breitgetreten wird. Aus dem gemeinsamen Hotelzimmer verbannt und bangend um die Zukunft seiner Ehe, lässt sich der Schauspieler in einen Club abschleppen - der Beginn einer Tour durch diverse Fettnäpfchen, der schließlich dazu führt, dass Londons Polizei hinter dem Star her ist. Eine etwas unausgegorene Mischung aus Showbizsatire bzw. Selbst-Persiflage und derbem, wenig originellem Klamauk. Die Inszenierung ohne sichtbare Schnitte bemüht sich zwar, das Geschehen zu dynamisieren, was allerdings daran scheitert, dass der Film der Bewegung durch die nächtliche Metropole London nur wenig Raum gibt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LOST IN LONDON
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Woody Harrelson
Buch
Woody Harrelson
Kamera
Nigel Willoughby
Musik
Antony Genn · Martin Slattery
Darsteller
Woody Harrelson (Woody Harrelson) · Eleanor Matsuura (Laura) · Owen Wilson (Owen Wilson) · Martin McCann (Paddy) · Peter Ferdinando (Dante)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Tiberius
Verleih Blu-ray
Tiberius
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Woody Harrelson spielt sich selbst in einem One-Shot-Movie als gebeutelter Schauspieler, dessen Trip durchs nächtliche London chaotisch eskaliert.

Diskussion

In der ersten Reihe ist ein Zuschauer eingeschlafen. Woody Harrelson sieht nicht zufrieden aus, als er sich mit seinem Ensemble verbeugt und von der Bühne irgendwo im Londoner West End abtritt – langweilen ist schließlich das Letzte, was man als Schauspieler will! Hinter den Kulissen hadert er mit seinem Versuch, sich mit einem ernsten Drama abzuplagen, obwohl das Publikum doch viel lieber Komödien möge. Später im Film bestätigt eine Zufallsbegegnung diese Einschätzung: Er zahle doch nicht, um sich eine Depression zu holen, sagt der Mann, als Harrelson ihn fragt, ob er ihn im West End auf der Bühne gesehen habe.

Also: Besser was zum Lachen? Mit seiner Darstellung von sich selbst als Star auf dem absteigenden Ast, der mit seinen Versuchen im Charakterfach nicht gut ankommt und an den sich die Leute, denen er im Laufe einer chaotischen Nacht in London begegnet, vor allem aus 1990er-Komödien wie „Kingpin“ und „Money Train“ zu erinnern scheinen, stellt Harrelson natürlich augenzwinkernd sein eigenes Licht gehörig unter den Scheffel. Tatsächlich hat sich der Texaner nach seinem Comedy-Durchbruch in der Serie „Cheers“ in den 1990ern ja zügig als wandlungsfähiger Mime quer durch die Genres von Komödien über den Thriller „

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