Marzahn Mon Amour
Drama | Deutschland 2025 | 150 Minuten (sechs Folgen)
Regie: Clara Zoë My-Linh von Arnim
Filmdaten
- Produktionsland
- Deutschland
- Produktionsjahr
- 2025
- Produktionsfirma
- UFA Fiction
- Regie
- Clara Zoë My-Linh von Arnim
- Buch
- Leona Stahlmann · Niklas Hoffmann · Antonia Rothe-Liermann
- Kamera
- Falko Lachmund
- Musik
- Kat Frankie
- Schnitt
- Raffaéllo Lupperger · Yvonne Tetzlaff
- Darsteller
- Jördis Triebel (Kathi Grabowski) · Yvonne Yung Hee Bormann (Jenny Chan) · Deborah Kaufmann (Lulu Moll) · Maja Bons (Lilly) · Hermann Beyer (Herr Schimke)
- Länge
- 150 Minuten (sechs Folgen)
- Kinostart
- -
- Pädagogische Empfehlung
- - Ab 12.
- Genre
- Drama | Komödie | Serie
- Externe Links
- IMDb | TMDB
Serienverfilmung eines Romans um eine warmherzige Frau, die in Berlin-Marzahn als Fußpflegerin zu arbeiten beginnt, als ihre Schriftstellerkarriere nicht ins Laufen kommt.
Jesus hat es beim letzten Abendmahl vorgemacht, der Papst wiederholt es an jedem Gründonnerstag, und Kathi Grabowski (Jördis Triebel) tut es Tag für Tag: anderen die Füße waschen. Seit sie ihren neuen Job in der „Beauty Oase“ in Berlin Marzahn angetreten hat, ist die Mittvierzigerin dort für die Fußpflege zuständig.
Eigentlich ist sie Autorin, doch das lief zuletzt nicht so gut, und da auch noch ihr Mann sie kürzlich verlassen hat, muss eine neue Verdienstquelle her, um die Miete für die Marzahner Plattenbauwohnung zu bezahlen, in der Kathi zusammen mit ihrer Teenager-Tochter Lilly (Maja Bons) wohnt.
Also kümmert sie sich jetzt neben der Inhaberin der "Beauty Oase", der Kosmetikerin Jenny (Yvonne Yung-Hee Bormann), und der „Nail Artist" Lulu (Deborah Kaufmann) um die Klient:innen aus der Marzahner Nachbarschaft. Dabei hat sie es nicht nur mit Hornhäuten, Zehennägel oder Warzen zu tun, sondern auch mit unterschiedlichsten Marotten, Schicksalen und Lebensgeschichten.
Nach dem Roman von Katja Ostkamp
Das Marzahner Plattenbau-Biotop – einst ein Vorzeigeprojekt in Sachen neues Wohnen in der DDR, dann als sozialer Brennpunkt in Verruf geraten – wird in der Serieverfilmung von Katja Ostkamps gleichnamigem Roman ebenso ehrlich wie empathisch-warmherzig in den Blick genommen. In der Fußpflegerin Kathi begegnet eine grandiose Alltagsheldin, deren Fußmassagen selbst die grummeligsten Käuze milde stimmen. Ihre zugewandte Art, Füße und Menschen so zu nehmen, wie sie sind, führt dazu, dass sich ihre (oft schon älteren) Kunden unter ihren Händen öffnen wie Blumen.
Dank einer trefflichen Besetzung und eines Drehbuchs, das dramaturgisch flüssig tragikomische „Ein Fall pro Folge“-Geschichten mit übergreifenden Spannungsbögen kombiniert, die etwa von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Salons oder dem Verhältnis der Fußpflegerin zu ihrer Tochter handeln, gelingt eine beschwingte Adaption, bei der man sich nach den sechs pointierten Episoden vor allem wünscht, mehr Zeit mit Kathi, Jenny, Lulu und Co. verbringen zu können. Eine der menschenfreundlichsten Serien, mit denen das deutsche Fernsehen derzeit aufwartet.