Germaine und Benjamin

Liebesfilm | Frankreich/Deutschland 1993 | 124 (TV 312) Minuten

Regie: Jacques Doillon

Die Liebesgeschichte der beiden Literaten Germaine de Staël und Benjamin Constant um 1800, deren Beziehung durch ihre komplexen und wechselvollen Gefühlswelten sowie ihre zunehmend auch intellektuelle Konkurrenzsituation immer wieder in Frage gestellt wird. Der unentschlossenen Haltung Constants, der eine fast an Feigheit grenzende Passivität lebt, begegnet Madame de Staël aufbrausend und tränenreich. Doch erst seine heimlich eingegangene Ehe setzt der Liaison ein Ende. Im Gegensatz zu der Fülle von Ereignissen und emotionalen Wechselbädern überrascht der Film mit inszenatorischer Schlichtheit, wobei er vor allem vom fesselnden Spiel der beiden Darsteller getragen wird. Die Fernsehfassung gliedert sich in 12 Episoden, die jeweils einzelne repräsentative Tage der Liebesbeziehung herausstellen. Wie Tableaus sind sie in Atmosphäre, Lichtgebung und Kostümen individuell gestaltet. Im Vordergrund aber steht die Sprache, durch die sich eine fast psychoanalytische Betrachtung auffächert. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
DU FOND DU COEUR - GERMAINE ET BENJAMIN
Produktionsland
Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
1993
Regie
Jacques Doillon
Buch
Jean-François Goyet
Kamera
William Lubtchansky
Musik
Robert Schumann
Darsteller
Anne Brochet (Germaine de Staël) · Benoît Régent (Benjamin Constant) · Hanns Zischler (Monsieur de Staël) · Benjamin Sacks (Auguste) · Thibault de Montalembert (Prosper de Barante)
Länge
124 (TV 312) Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Liebesfilm | Literaturverfilmung

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