Mary Shelley's Frankenstein

Horror | USA 1994 | 123 Minuten

Regie: Kenneth Branagh

Dem Roman Mary Shelleys nähergebrachte Neuverfilmung des "Frankenstein"-Stoffes. Während der Film in der ersten Hälfte ein dramatisches Bild der Lebensverhältnisse und der Prädispositionen des jungen Frankenstein entwirft, zerfällt er nach der Schaffung des "Monsters" in episodische Beschreibungen des Zwiespalts von Schöpfer und Geschöpf. Dem auch stilistisch zunächst interessanten Entwurf stehen die mangelnde Dämonie der Hauptfigur und die nicht durchgehend überzeugende Charakterisierung der Kreatur als Opfer hinderlich im Wege. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MARY SHELLEY'S FRANKENSTEIN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1994
Regie
Kenneth Branagh
Buch
Steph Lady · Frank Darabont
Kamera
Roger Pratt
Musik
Patrick Doyle
Schnitt
Andrew Marcus
Darsteller
Robert De Niro (Die Kreatur) · Kenneth Branagh (Victor Frankenstein) · Tom Hulce (Henry) · Helena Bonham Carter (Elizabeth) · Ian Holm (Victors Vater)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Horror | Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Zugegeben, es ist schwer, eine klassische Geschichte zu wiederholen, die sich dem Zuschauer so ins Gedächtnis gemeißelt hat wie "Frankenstein". Frankenstein ist Colin Clives neurotischer Doktor, und das Monster ist Boris Karloffs unbeholfen vierschrötige Figur mit ihrer unbestimmbaren Ambivalenz zwischen Gut und Böse. Die Bilder des nie veralteten Films von 1931 haben sich in den Köpfen der Filmfans festgesetzt wie Kindheitserinnerungen. Sie mögen dem gothischen Roman Mary Shelleys nicht exakt entsprechen, aber sie haben in ihrer eigenen Signifikanz stets Sinn gemacht - und machen ihn auch heute noch.

Es grenzt an Wahnwitz, solche Ikonen der Filmgeschichte antasten zu wollen, zumal sich die Mehrzahl des Publikums dem Unterfangen mit mindestens ebensoviel Mißtrauen wie Neugier nähern wird. Es spricht deshalb für Kenneth Branagh, den eloquenten und ingeniösen Shakespeare-Interpreten, daß man sich von seinem Frankenstein-Film zumindest eine Stunde lang gefesselt fühlt. Der dramatisch ausladende und doch psychologisch intime Entwurf jener Genfer Wohlstandswelt, in der Victor Frankenstein aufgewachsen ist und die er nach dem frühen Tod seiner geliebten Mu

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren