Léon - Der Profi

Gangsterfilm | Frankreich 1994 | Kinofassung: 110 Director's Cut: 133 Minuten

Regie: Luc Besson

Ein einsamer Berufskiller gewährt einem 12-jährigen Mädchen Schutz, das ein Massaker an seiner Familie überlebt hat. Das Mädchen bringt dem Killer Schreiben und Lesen bei, während er es im Gebrauch von Waffen unterrichtet, weil sie sich an den Mördern rächen will. Ein furios geschnittener und stimmungsvoll fotografierter Gangsterfilm, dessen atemberaubender Inszenierungsstil eine geradezu soghafte Spannung erzeugt. Charakterzeichnung und Wahrscheinlichkeitsgehalt halten aber nicht mit der technischen Aufbereitung Schritt, weshalb der Film allzu selbstverliebt in einen martialischen Showdown mündet. Der Director's Cut räumt vor allem der „Lehrzeit“, in der die kindliche Killerin ausgebildet wird, einen breiten Raum ein, bei der die mit zynischem Humor vorgetragenen Methoden des Profis eher als inszenatorische Entgleisung wirken. Wo in der Kinoversion manches noch in einer reizvollen Schwebe blieb, ist vieles nun eindeutiger und geheimnisloser. Der „Director's Cut“ gewinnt allenfalls durch einen ausgewogeneren erzählerischen Rhythmus. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LEON
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1994
Regie
Luc Besson
Buch
Luc Besson
Kamera
Thierry Arbogast
Musik
Eric Serra
Schnitt
Sylvie Landra
Darsteller
Jean Reno (Léon) · Natalie Portman (Mathilda) · Gary Oldman (Stansfield) · Danny Aiello (Tony) · Peter Appel (Malky)
Länge
Kinofassung: 110 Director's Cut: 133 Minuten
Kinostart
30.09.2019
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Gangsterfilm

Heimkino

Die Extras der BD Editionen (Kinowelt) enthalten u.a. die drei Featurettes: "Jean Reno – Road to Léon" (12 Min.), "Natalie Portman – Starting Young" (14 Min.) und "Léon – A Ten Years Retrospective" (25 Min.).

Verleih DVD
DC: EuroVideo (1.85:1, DD5.1 dt.) DC: Kinowelt (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.) Kinofassung: Kinowelt (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Kinowelt & StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl./dt.)
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Ein zurückgezogen lebender New Yorker Profikiller beschützt ein zwölfjähriges Mädchen, dessen Eltern ermordet wurden. Während sie ihm Lesen und Schreiben beibringt, unterrichtet er sie im Gebrauch von Waffen, das das frühreife Mädchen sich rächen will.

Diskussion

Ein zurückgezogen lebender New Yorker Profikiller beschützt ein zwölfjähriges Mädchen, dessen Eltern ermordet wurden. Während sie ihm Lesen und Schreiben beibringt, unterrichtet er sie im Gebrauch von Waffen, das das frühreife Mädchen sich rächen will.

In „Nikita“ führte ein sogenannter „Cleaner“, ein Auftragskiller, den von der Titelheldin ohne Blutvergießen geplanten Auftrag leichenreich zu Ende. Diese Nebenfigur hat Regisseur Luc Besson in „Lèon – Der Profi“ jetzt zur Hauptperson gemacht und seinem Lieblingsdarsteller Jean Reno auf den Leib geschrieben.

Léon, ein aus Sizilien stammender Italo-Amerikaner, arbeitet als „Cleaner“ für den Mafia-Boß Tony, der in Brooklyn ein Restaurant betreibt. Der Einzelgänger lebt nach eisernen Regeln unauffällig in einer Mietwohnung: Keinen Kontakt zur Umwelt, jeden Morgen Fitnesstraining, zwei Licht Milch pro Tag, und Frauen und Kinder dürfen nicht auf seiner „Mordliste“ stehen. Tony ist nicht nur sein väterlicher Freund, sondern auch sein „Bank“, die seine Einnahmen verwaltet.

Ein Deal auf Gegenseitigkeit

Eines Tages beobachtet Léon, wie die in Drogengeschäfte verwickelte Nachbarsfamilie von einer Killerbande ermordet wird. Nur die zwölfjährige Mathilda, die gerade vom Einkaufen zurückkehrt und geistesgegenwärtig bei Léon klingt, entgeht dem Massaker. Und Léon hat fort

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