Drama | USA 1993 | 132 Minuten

Regie: Robert Redford

Der Skandal um eine beliebte Fernseh-Quiz-Show, von der 1958 bekannt wurde, daß den Kandidaten Fragen und Antworten vorher zugesteckt worden waren. Ein als animierendes (negatives) Exempel einer Zeit des geistigen und moralischen Umbruchs angelegter Film, der gleichermaßen unterhält und zur Reflexion auffordert. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
QUIZ SHOW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1993
Regie
Robert Redford
Buch
Paul Attanasio
Kamera
Michael Ballhaus
Musik
Mark Isham
Schnitt
Stu Linder
Darsteller
John Turturro (Herbie Stempel) · Rob Morrow (Dick Goodwin) · Ralph Fiennes (Charles van Doren) · Paul Scofield (Mark van Doren) · David Paymer (Dan Enright)
Länge
132 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 1.85:1, DS engl./dt.)
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Diskussion
"Quiz Show" ist einer jener seltenen Filme, in denen Hollywood das Selbstverständnis und Selbstbewußtsein der amerikanischen Nation einer kritischen - hinter hoher Unterhaltungsqualität getarnten - Überprüfung unterzieht. Ähnlich wie in Paddy Chayefskys und Sidney Lumets "Network" (fd 20 231) ist es das Fernsehen, sein Glanz, seine Macht und seine Verführungskraft, die den Hintergrund dafür abgeben. "Quiz Show" weist zurück in die 50er Jahre, als Millionen und Abermillionen von Amerikanern die abendlichen Herausforderungen ihrer Quiz-Idole mit ebensolcher fanatischer Süchtigkeit verfolgten wie heute nur noch die destruktiven Mutmaßungen im Umfeld von 0. J. Simpson. Es ist die Zeit des Nachkriegsoptimismus, des kapitalistischen Traums von Aufstieg und Erfolg, in der man sich ebenso an den kleinen jüdischen Außenseiter wie an den gelackten jungen Literaturprofessor klammerte, wenn ihnen im gleißenden Licht der Fernsehstudions Woche für Woche

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