Das wahre Sexualleben der Belgier

Tragikomödie | Belgien 1994 | 84 Minuten

Regie: Jan Bucquoy

Ein junger Belgier versucht in den "sexuell befreiten" 60er und 70er Jahren, durch wechselhafte Liebschaften seine triste Kindheit zu vergessen, doch seine Affären werden stets von Katzenjammer begleitet. Jan Bucquoy, das "enfant terrible" der belgischen Kulturszene, hält seiner Generation einen bewußt verzerrenden Spiegel vor, in dem sich politische und gesellschaftliche Entwicklungen und Hoffnungen als unwirkliche Wunschfantasien brechen. Die spröde inszenierte Tragikomödie stellt eine Welt ohne Wünsche und Wärme vor, ohne Rückzugsmöglichkeiten in die Idylle; auf die Spitze getrieben ehrlich.

Filmdaten

Originaltitel
LA VIE SEXUELLE DES BELGES 1950-1978
Produktionsland
Belgien
Produktionsjahr
1994
Regie
Jan Bucquoy
Buch
Jan Bucquoy
Kamera
Michel Baudour
Musik
Francis de Smet
Schnitt
Matyas Veress
Darsteller
Jean-Henri Compère (Jan Bucquoy) · Noé Francq (Jan als Kind) · Isabelle Legros (Noella Bucquoy, Mutter) · Sophie Schneider (Thérèse, Jans Frau) · Jacques Druaux (Jérôme Bucquoy, Vater)
Länge
84 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Tragikomödie

Diskussion
Jan Bucquoy ist so etwas wie das "enfant terrible" der belgischen Kulturszene. Weder das Königshaus noch die Fritten sind ihm heilig, er gründete ein "Museum für Unterhosen" in Brüssel und sogar die belgischen Comic-Ikonen Tintin, in Deutschland als "Tim und Struppi" bekannt, und Lucky Luke müssen seinen Spott fürchten. Ein Nestbeschmutzer, der gegen die selbstzufriedene belgische Gutbürgerlichkeit zu Felde zieht, und dem diese Feldzüge schon so manche Beleidigungsklage eingebracht haben.

Für seinen Erstlingsfilm "Das wahre Sexualleben der Belgier" hat Jan Bucquoy jedoch mit keiner Klage zu rechnen. Er selbst steht im Mittelpunkt des satirischen Spotts, zieht

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