Kiss of Death

Thriller | USA 1994 | 100 (gek. 95) Minuten

Regie: Barbet Schroeder

Ein seit Jahren ehrbar lebender ehemaliger Gangster läßt sich noch einmal zu einem kriminellen Coup überreden, wird verhaftet, verrät aber seine Auftraggeber nicht. Nach seiner Entlassung läßt er sich von der Polizei in die Bande des Gangsterbosses einschleusen und bringt ihn zur Strecke. Neuverfilmung eines "Schwarze Serie"-Klassikers aus dem Jahr 1947 ("Der Todeskuß", Regie: Henry Hathaway), die die romantisierende Vorlage durch einen realistischen Inszenierungsstil und eine differenzierte Charakterzeichnung ersetzt, die die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" verwischt. Hervorragend inszeniert, fotografiert und von brillanten Darstellern getragen, markiert der Film eine interessante Wiederbelebung des "film noir". - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KISS OF DEATH
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1994
Regie
Barbet Schroeder
Buch
Richard Price
Kamera
Luciano Tovoli
Musik
Trevor Jones
Schnitt
Lee Percy
Darsteller
David Caruso (Jimmy Kilmartin) · Nicolas Cage (Little Junior) · Samuel L. Jackson (Calvin) · Helen Hunt (Bev) · Michael Rapaport (Ronnie)
Länge
100 (gek. 95) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (gek.12)
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Thriller | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl., DS dt.)
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Diskussion
Als Henry Hathaway 1947 den Stoff zum erstenmal verfilmte, gehörte "Kiss of Death" zu den ersten Beispielen eines neuen Trends in den Filmen der "Schwarzen Serie": Die im Mittelpunkt der Handlung stehenden Gangster sahen sich oft mit der Entscheidung konfrontiert, auf welche Seite des Gesetzes sie sich letztlich stellen sollen, und die Produktionen gingen immer mehr dazu über, "on location" zu drehen, was hauptsächlich dem Einfluß des italienischen Neorealismus zu verdanken war.

Der Romancier und Drehbuchautor (u. a. "Die Farbe des Geldes", fd 26 045) Richard Price hat von der Originalvorlage der Autoren Ben Hecht und Charles Lederer lediglich das Handlungsgerüst übernommen und darum eine neue Geschichte mit anderen Charakteren gebaut. Vor allem hat er der Story ihre sentimental-naive Grundstimmung ausgetrieben und die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" verwischt: Aus dem kleinen Dieb Nick Bianco, der mit Komplicen einen Juwelier beraubt, um seinen beiden kleinen Töchtern ein Weihnachtsgeschenk kaufen zu können, ist der ehemalige Autoschieber Jimmy Kilmartin geworden, der sich aus der

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