Farinelli

Musikfilm | Frankreich/Belgien/Italien 1995 | 116 Minuten

Regie: Gérard Corbiau

Eine freie Nacherzählung des Lebens von Carlo Broschi (1705-1782), genannt "Farinelli", einem der berühmtesten Kastratensänger der barocken Opernszene Europas im 18. Jahrhundert. Ein farbenprächtiger Musikfilm, dessen synthetisch hergestellte Kastratenstimme eine Ahnung von der magischen Faszination dieses Gesangs vermittelt. Filmisch bleibt die Annäherung an das Phänomen allerdings weit hinter dem Soundtrack zurück. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FARINELLI - IL CASTRATO | FARINELLI
Produktionsland
Frankreich/Belgien/Italien
Produktionsjahr
1995
Regie
Gérard Corbiau
Buch
Marcel Beaulieu · Andrée Corbiau · Gérard Corbiau
Kamera
Walther van den Ende
Musik
Riccardo Broschi · Georg Friedrich Händel · Giovanni Battista Pergolesi
Schnitt
Joëlle Hache
Darsteller
Stefano Dionisi (Farinelli) · Enrico Lo Verso (Riccardo Broschi) · Elsa Zylberstein (Alexandra Leyris) · Jeroen Krabbé (Händel) · Caroline Cellier (Margareth Hunter)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Musikfilm | Historienfilm

Diskussion
Ein kleiner Schnitt als erster Schritt auf dem Weg zum Ruhm: Mit dem begeisterten Ruf "Eviva il coltello - Es lebe das Messerchen" sollen im 18. Jahrhundert in Italien die Kastraten gefeiert worden sein, jene frühen Superstars, deren künstlerischer Erfolg ohne operativen Eingriff nicht denkbar gewesen wäre. Durch die EntFernung der Hoden verhinderte man den pubertätsbedingten "Stimmbruch" der männlichen Stimme und schuf damit ein fantastisches Sing-Organ: Eine Stimme mit dem Volumen eines erwachsenen Sängers, die zugleich aber die hohe, helle Sopran-Tonlage des Knaben beibehielt. Obwohl von der katholischen Kirche bereits 1587 verboten, gehörten die Kastraten bis ins 20. Jahrhundert zum festen Bestand der klassischen Oper; kaum ein namhafter Komponist, der nicht auch eigene Bravour-Arien für Kastraten komponiert hätte. Auf dem Höhepunkt ihres Ansehens, im 17. und 18. Jahrhundet, brachten diese Kind-Männer das Publikum mit ihrem faszinierenden Gesang, der außerordentliche Klangfärbung und große stimmliche Artisitk vereinte, zur Raserei. Chronisten berichten über Schwindel- und Ohnmachtsanfälle

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