Biopic | USA 1994 | 140 Minuten

Regie: Ron Howard

Eine filmische Rekonstruktion der beinahe tödlich endenden Mission des Raumfahrt-Projekts "Apollo 13" im Jahr 1970. Ohne allzu viel Beiwerk als technisch brillante Pseudo-Dokumentation in Szene gesetzt. Frappierende Simulationen der tatsächlichen Ereignisse münden in eine triumphale Akklamation menschlichen Erfindungsgeistes und technischen Fortschritts, ohne allerdings die Vorgänge in zeitgeschichtliche und politische Zusammenhänge einzuordnen. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
APOLLO 13
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1994
Regie
Ron Howard
Buch
William Broyles jr. · Al Reinert
Kamera
Dean Cundey
Musik
James Horner
Schnitt
Michael Hill · Daniel Hanley
Darsteller
Tom Hanks (Jim Lovell) · Bill Paxton (Fred Haise) · Kevin Bacon (Jack Swigert) · Gary Sinise (Ken Mattingly) · Ed Harris (Gene Kranz)
Länge
140 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Biopic | Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Freigabe "ab 12" der BD bezieht sich auf das Bonusmaterial. Die Standard Ausgaben enthalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie einen Audiokommentar des realen Apollo 13-Astronauten Jim Lovell und seiner Frau Marilyn. Die umfangreiche Special-Edition (2 DVDs) enthält zudem u.a. eine Dokumentation zum Film ("Die Eroberung des Weltraums"; 58 Min.) und zur bemannten Raumfahrt ("Der Mond und dahinter"; 48 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2005 ausgezeichnet. Die BD (2010) enthält zudem ein Bild-im-Bild-Feature, in dem Interviews und Informationsfeature zum laufenden Film abgerufen werden können. Die BD (20th Anniversary Edition) enthält das "Bild-im-Bild-Feature" nicht mehr. Dafür enthalten sind die erwähnten Bonusmaterialien und die Featurettes "Apollo 13: Zwanzig Jahre später" (12 Min.) Die "20th Anniversary Edition" ist mit dem Silberling 2015 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universal & Columbia (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./ DS dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Wer heute, mehr als ein Vierteljahrhundert nach der ersten Landung auf dem Mond, einen Film über die Raumfahrt macht, hat es nicht mehr so einfach wie einst die Hersteller von "Endstation Mond" (fd 1240), jenem damals, 1950, so unglaublich glaubwürdigen Raketen-Abenteuer. Inzwischen kennt jeder Schuljunge die technischen Grundlagen der Weltraumfahrt, und für den Filmemacher funktioniert die einst hinlängliche Kombination aus Fantasie und technischem Erfindungsreichtum nicht mehr. Ron Howard, in beiden Disziplinen erprobt ("Cocoon", fd 25 296; "Backdraft", fd 29 045), hat sich deshalb konsequent umbesonnen und auf das konzentriert, was man gemeinhin ein dokumentarisches Drama nennt, und hat auch dabei noch der Dokumentation eindeutigen Vorrang eingeräumt.

In dieser Definition seiner Einlassung auf die beinahe tödliche Raumfahrt-Mission der "Apollo 13" liegen Stärken und Schwächen von Howards Film verborgen. Er entwirft ein minuziöses, bis in die kleinsten Details korrektes Bild des zunächst ruinösen, schließlich heroischen Ablaufs des Unternehmens; er verzichtet damit aber gleichzeitig auf jede Überraschung, auf jeden Suspense, der eine erfundene Geschichte dem Zuschauer unter die Haut gehen lassen würde. Einer der bemerkenswertesten, ironischsten, entlarvendsten Augenblicke in "Apollo 13" ist die Szene, in der die drei Astronauten im All eine richtige Fernseh-Show für die vermeintlichen Millionen Menschen vor dem Bildschirm aufführen, die jedoch von niemandem gesehen wird, weil die Networks es vorgezogen haben, bei i

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