Jenseits der Wolken

Drama | Deutschland/Frankreich/Italien 1995 | 113 Minuten

Regie: Michelangelo Antonioni

Vier durch eine Rahmenhandlung verbundene und durch Prolog und Epilog erweiterte Erzählungen nach Kurzgeschichten Michelangelo Antonionis. Die Geschichten kreisen um seltsame und schicksalhafte Begegnungen, im Mittelpunkt stehen stets emanzipierte Frauengestalten. Der 83jährige Regisseur erweist sich als ewiger Flaneur der femininen Topografie von Verlangen, Verlassen und Verlieren. Doch die betont pittoresken Szenen seines Films verlieren sich in vagen Andeutungen und Symbolismen, wobei akribischer Stilwille allzu oft in Sterilität, spannungsarme Transzendenz in Trivialität umschlägt. Am faszinierendsten ist der Film als beharrliche Suche nach der Poesie von Orten und ihren Stimmungen: Ferrara im Nebel, Portofino im Sturm, Aix-en-Provence im Regen.

Filmdaten

Originaltitel
AL DI LA DELLE NUVOLE | PAR DELA LES NUAGES
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/Italien
Produktionsjahr
1995
Regie
Michelangelo Antonioni · Wim Wenders
Buch
Tonino Guerra · Michelangelo Antonioni · Wim Wenders
Kamera
Alfio Contini · Robby Müller
Musik
Lucio Dalla · Laurent Petitgand · Van Morrison · U 2
Schnitt
Michelangelo Antonioni · Claudio di Mauro · Peter Przygodda · Lucian Segura
Darsteller
Fanny Ardant (Patrizia) · Chiara Caselli (Olga) · Irène Jacob (junge Frau) · John Malkovich (Regisseur) · Sophie Marceau (junge Frau)
Länge
113 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Genre
Drama | Liebesfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt/Arthaus (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl., DD2.0 dt.)
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Diskussion
Womöglich wäre betretenes Schweigen die beste Reaktion auf das Comeback von Altmeister Antonioni, in dessen in diesem Jahr "Oscar"-preisgekröntem Werk sich dieser blasse Spätling wie ein posthumes Blueprint ausnimmt. Angemessener jedenfalls als das verdächtig überschwengliche Lob im Anschluß an die Premiere bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig. Zugrunde liegen dem Film vier Erzählungen, die Antonioni ursprünglich für die Tageszeitung "Corriere della Sem" schrieb und die 1983 gesammelt unter dem Titel "Quel bowling sur Tevere" erschienen (dt. "Bowling am Tiber", dtv/ "Chronik einer Liebe, die es nie gab", Verlag Klaus Wagenbach). Untereinander verbunden und um Prolog und Epilog erweitert wurden sie durch Wim Wenders.

Alle Episoden kreisen um seltsame und schicksalhafte Begegnungen, in deren Zentrum emanzipierte Frauengestalten st

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