Venus im Pelz (1994)

Literaturverfilmung | Niederlande 1994 | 70 Minuten

Regie: Maartje Seyferth

Eine thematisch werkgetreue Adaption von Sacher-Masochs Roman über die masochistische Initiation eines jungen Adeligen, der seine Geliebte zur Domina erzieht, bevor ein anderer an ihre Stelle tritt und sie ihn verläßt. In strenger Schwarz-Weiß-Fotografie entwickelt der Film bildliche Tableaus, die dem beschriebenen Ritual entsprechen und den Stellenwert der Fantasie für den Masochismus herausstellen. Gelegentlich schießt der kulturhistorische Kommentar dabei übers Ziel hinaus. (Engl. m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
VENUS IN FURS
Produktionsland
Niederlande
Produktionsjahr
1994
Regie
Maartje Seyferth · Victor Nieuwenhuijs
Buch
Maartje Seyferth · Victor Nieuwenhuijs · Ian Kerkhof
Kamera
Victor Nieuwenhuijs
Musik
Gustav Mahler · Edvard Grieg · Peter Iljitsch Tschaikowski
Schnitt
Herbert van Drongelen · Maartje Seyferth
Darsteller
Anne van der Ven (Wanda) · Andre Arend van Noord (Severin)
Länge
70 Minuten
Kinostart
-
Genre
Literaturverfilmung
Diskussion
Im Jahr 1869 erschien der Roman "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher-Masoch, Professor für Geschichte in Graz und später einer der erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit. Trotzdem kennt man seine Bücher heute kaum noch, dafür aber um so mehr das mit seinem Namen bezeichnete Phänomen des Masochismus, für das nicht zuletzt die Geschichte der "Venus im Pelz" paradigmatisch ist. Der autobiografische Roman erzählt, eingebettet in eine dürftige Rahmenhandlung, die masochistische Initiation des jungen Adeligen Severin, der seine Geliebte Wanda zur Domina erzieht, bis sie ihrerseits einen Herrn findet und Severin verläßt. Die Moral dieser Geschichte, so läßt Sacher-Masoch sein Alter Ego am Schluß bilanzieren, sei die, "daß das Weib, wie es die Natur geschaffen hat und wie es der Mann gegenwärtig heranzieht, sein Feind ist und nur seine Sklavin oder seine Despotin sein kann, nie aber seine Gefährtin. Dies wird sie erst dann sein können, wenn sie ihm gleich steht an Rechten, wenn sie ihm ebenbürtig ist durch Bildung und Arbeit. Jetzt haben wir nur die Wahl, Hammer oder Amboß zu sein".

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