Dead Man Walking - Sein letzter Gang

Literaturverfilmung | USA 1995 | 122 Minuten

Regie: Tim Robbins

Den wahren Ereignissen frei nachgestaltete Geschichte einer katholischen Ordensschwester, die einem zum Tode Verurteilten als religiöser Beistand dient. Keine Polemik für oder gegen die Todesstrafe, sondern eine mit äußerster künstlerischer Konzentration und sparsamen filmischen Mitteln erzielte Bewußtmachung der geistigen und geistlichen Hilfsbedürftigkeit auf beiden Seiten, der des Täters und der seiner Opfer. Der Versuch, der "Komplexität der Dinge" näherzukommen, führt unmerklich in eine spirituelle Dimension, die den Film von dem meisten unterscheidet, was heute aus Hollywood in unsere Kinos kommt. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DEAD MAN WALKING
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Tim Robbins
Buch
Tim Robbins
Kamera
Roger Deakins
Musik
David Robbins
Schnitt
Lisa Zeno Churgin
Darsteller
Susan Sarandon (Schwester Helen Prejean) · Sean Penn (Matthew Poncelet) · Robert Prosky (Hilton Barber) · Raymond J. Barry (Earl Delacroix) · R. Lee Ermey (Clyde Percy)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Literaturverfilmung
Diskussion
"Dead Man Walking" ist der Ruf des Gefängniswärters, der dem Gang eines zum Tode Verurteilten zur Hinrichtung vorausgeht. "Dead Man Walking" ist auch der Titel eines Buches, das die katholische Ordensschwester Helen Prejean über ihre Arbeit: mit Häftlingen geschrieben hat, die ihre Hinrichtung erwarten. Passagen dieses Buches und die intensive Beschäftigung des Autor-Regisseurs Tim Robbins mit den Gedanken und Motiven von Schwester Helen haben zu diesem Film geführt, der die wohl vielseitigste Auseinandersetzung mit dem Thema Todesstrafe ist, die es im amerikanischen Kino je gegeben hat. Robbins Film ist keine Polemik für oder gegen eine der umstrittensten gesellschaftspolitischen Einrichtungen, sondern er ist eine Entdeckungsreise zu den unterschiedlichen Motiven, die das Fühlen und Denken der mit dem Thema in Berührung kommenden Menschen beeinflussen. In seiner letzten Konsequenz - und das macht ihn so bemerkenswert - ist er eine Reise in die Spiritualität.

Schwester Helen arbeitet in einem Distrikt mittelloser Farbiger in New Orleans, als sie einen Brief von! einem zum Tode Verurteilten bekommt, der um ihre Hilfe bittet. Es ist ein berechnender Schachzug des Häftlings Matthew Poncelet, der als Mittäter eines brutalen Doppelmordes hingerichtet werden soll, vielleicht im letzten Augenblick noch eine Begnadigung zu erwirken. Schwester Helen, die keinerlei Erfahrung mit Häftlingen besitzt, fühlt sich aufgerufen, Matt mit ihrem Beistand zu dienen, ohne sich zunächst viel darum zu kümmern, ob er ihn verdient. Für sie ist e

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