Unter der Milchstraße

- | Deutschland 1995 | 84 Minuten

Regie: M.X. Oberg

Ein um seine Ersparnisse beraubter Student verdingt sich als Schlafwagenschaffner. Auf seinen nächtlichen Reisen durch halb Europa verliert er nicht nur das Gefühl für Raum und Zeit, sondern in einer Zwischenwelt mit eigener Gesetzmäßigkeit auch Naivität und Unschuld. Ein kleines, bemerkenswertes "Low-Budget-Railmovie", das weniger die rationale als die träumerische Seite des Kinoerlebnisses beschwört und wie ein fiebriger Reflex auf das Leben und auf Lebenserfahrungen erscheint.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1995
Regie
M.X. Oberg
Buch
M.X. Oberg
Kamera
Roger Heereman
Musik
Astor Piazzolla
Schnitt
Mona Bräuer
Darsteller
Fabian Busch (Student/Schlafwagenschaffner) · Antonio Paradiso (Kollege) · Sophie Rois (Juli) · Christiane Paul · Vitus Zeplichal
Länge
84 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Diskussion
Eigentlich fing alles ganz harmlos an." Wie der auktoriale Erzähler in einem Roman versucht der junge Hauptdarsteller zu Beginn, den Ablauf der filmischen Erzählung zu ordnen. Soeben noch reist er erwartungsfroh mit dem Zug an, um in München ein Studium der Astro-Physik aufzunehmen, da werden ihm während des Schlafes seine Ersparnisse und Papiere geraubt. "Am nächsten Morgen fühlte ich mich verändert, hatte das Gefühl, nicht richtig aufwachen zu können..." Und an dieser seltsamen Schwelle zwischen Wachen und Träumen, im Grenzbereich der Wahrnehmungen befindet sich der junge Mann den ganzen Film über. Um ein Auskommen zu haben, verdingt er sich kurzentschlossen als Schlafwagenschaffner, reist in

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