Crying Freeman - Der Sohn des Drachen

Action | Kanada/Japan/Frankreich/USA 1995 | Kino: 100 DVD "ab 16" Kinowelt: 92 DVD "ungeprüft" & Neuprüfung: 97 = BD "ab 16: 102 Minuten

Regie: Christophe Gans

Eine kanadische Kunststudentin wird in die Auseinandersetzung zwischen der japanischen Yakuza und einem chinesischen Geheimbund hineingezogen, als sie Augenzeugin eines Attentats wird. Der Killer verliebt sich in sie, und statt sie zu töten, widersetzt er sich seinen Auftraggebern. Die inszenatorisch eindrucksvolle Verfilmung eines in Japan berühmten Comic-Buches als rasantes, extrem stilisiertes Action- und Kampf-"Märchen". Der Film findet für die mythische Bilderwelt der gezeichneten Vorlage eine eigenständige Entsprechung, wobei er die zahlreichen Grausamkeiten als "genre-immanent" einbezieht, sie freilich nicht hinterfragt. (Kino: Engl. O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
CRYING FREEMAN
Produktionsland
Kanada/Japan/Frankreich/USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Christophe Gans
Buch
Thierry Cazals · Christophe Gans
Kamera
Thomas Burstyn
Musik
Patrick O'Hearn
Schnitt
Christopher Roth
Darsteller
Mark Dacascos (Yo Hinomura/"Freeman") · Julie Condra (Emu O'Hara) · Rae Dawn Chong (Detective Forge) · Byron Mann (Koh) · Masaya Kato (Bodyguard)
Länge
Kino: 100 DVD "ab 16" Kinowelt: 92 DVD "ungeprüft" & Neuprüfung: 97 = BD "ab 16: 102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; f (DVD auch ab 16 und ungeprüft) Neuprüfung 2017, uncut: ab 16
Genre
Action

Heimkino

Die Standardausgaben (DVD) enthalten keine erwähnenswerten Extras. Das Mediabook (BD plus DVD) enthält indes einen dt. untertitelbaren Audiokommentar mit Regisseur Christophe Gans, ausführliche Interviews mit Christophe Gans (52 Min.) und Hauptdarsteller Mark Dacascos (14 Min.) sowie ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeten Szenen (3 Min.). Die BD-Editionen sind mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner & Kinowelt (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.) Turbine Medien (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Turbine Medien (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Das leise Unbehagen, das in der Auffassung von Kino als "siebter Kunst" mitschwingt, hat mit dessen additivem Charakter zu tun, oft genug nur Kombination älterer Kunstformen zu sein. Wo dies wie in Literatur- oder Theaterverfilmungen besonders deutlich scheint, fällt eine grundsätzliche Inkongruenz ins Auge: Der spezifischen Qualität eines Romans oder eines Dramas wird die Adaption nur schwer gerecht, weil das Werk bei der Übersetzung ins andere Medium in seiner ästhetischen Struktur verändert wird. Selbst bei der Adaption von Comics, sowohl in der Real- als auch in der Trickvariante, hinterläßt der Transport auf die Leinwand Spuren: Die Animation der gezeichneten Momentaufnahmen wirkt paradoxerweise fast immer platt und eindimensional. Auch in Christopher Gans kultfilmträchtigem Manga-Hit, der in Frankreich wochenlang die Charts beherrschte, wird man vergeblich nach emotionaler oder psychologischer Stringenz der Figuren fanden. Doch was in aller Regel einer erzählerischen Bankrotterklärung gleichkäme, macht hier die beeindruckende Qualität seines erstaunlichen Filmes aus: die Ausdrucksweise des japanischen Mangas

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