Antonias Welt

- | Niederlande/Belgien/Großbritannien 1995 | 102 Minuten

Regie: Marleen Gorris

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt eine Holländerin mit ihrer Tochter in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod ihrer Mutter den Hof zu bewirtschaften. Als sie ein halbes Jahrhundert später ihr Ende nahen fühlt, läßt sie wichtige Ereignisse ihres bewegten Lebens Revue passieren. Kraftvolle, vitale Familiensaga über vier Generationen, die Geschichte einer unabhängigen Frauendynastie, mythische Utopie und provozierendes Gegenbild in einem. Durch den märchenhaft-erzählerischen Charakter werden wichtige Grundanliegen der Emanzipationsbewegung anschaulich ins Gedächtnis gerufen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ANTONIA'S LINE | ANTONIA
Produktionsland
Niederlande/Belgien/Großbritannien
Produktionsjahr
1995
Regie
Marleen Gorris
Buch
Marleen Gorris
Kamera
Willy Stassen
Musik
Ilona Sekacz
Schnitt
Michiel Reichwein · Wim Louwrier
Darsteller
Willeke van Ammelrooy (Antonia) · Els Dottermans (Danielle) · Veerle van Overloop (Therese) · Thyrza Ravesteijn (Sarah) · Mil Seghers (Krummfinger)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (1.85:1, DD2.0 niederl., DD5.1 dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Der Weltkrieg ist vorbei, als Antonia, eine gestandene, resolute Frau Anfang Vierzig, in ihr holländisches Heimatdorf zurückkehrt, um ihre Mutter zu begraben. Hier, abseits der gärenden Städte, herrschen seit Jahrhunderten die selben Gesetze: Die Jahreszeiten und das katholische Kirchenjahr diktieren den Rhythmus des Lebens, und die bäuerlichen Sitten und Gewohnheiten sorgen dafür, daß ein Zugezogener wie Bauer Bas auch nach 20 Jahren immer noch als Neuling gilt. Die eigensinnige Städterin, die zusammen mit ihrer Tochter Danielle den Hof ihrer Vorfahren bewirtschaften will, läßt man mit derselben Gleichgültigkeit gewähren wie eine schlechte Ernte oder ein behindertes Kind hingenommen wird. Selbst als Antonias Anwesen allmählich zur Anlaufstelle für Außenseiter wird, auf dem die geistig behinderte und von ihrem Bruder mißbrauchte Deedee ebenso Aufnahme findet wie der Dorftrottel Lippen Willem, nimmt kaum jemand Anstoß daran. Ein kurzer Aufstand in Gestalt geharnischter Worte von der Kanzel herab bricht erst los, als Danielle, die inzwischen Malerei studiert hat, sich ein Kind, aber keinen Ehemann wünscht und damit bei ihrer Mutter auf Verständnis und tatkräftige Hilfestellung stößt. Der Prediger aber ist selbst nur ein Sünder und tappt blindl

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren