Sie küßten und sie schlugen ihn

Jugendfilm | Frankreich 1958/59 | 101 Minuten

Regie: François Truffaut

Der erste Spielfilm des damals 27jährigen François Truffaut begründete durch seine stilistische Intelligenz und Aufrichtigkeit den Ruhm der "Neuen Welle". Die einfache und kommentarlose Geschichte des mißverstandenen Jungen, der in Fürsorgeerziehung gegeben wird, will die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf ihre erzieherische und gesellschaftliche Verantwortung lenken. Obwohl der (teilweise autobiografische) Bericht bitter bleibt, nimmt er keine pessimistische Position ein. Ein stilistisch und inszenatorisch wundervoller Film, der die zutiefst humane Geisteshaltung seines Schöpfers spiegelt. In Cannes wurde der Film 1959 mit dem Regie- und dem OCIC-Preis ausgezeichnet. - Bei den Vorbereitungen zu dem Episodenfilm "Liebe mit Zwanzig" kam Truffaut die Idee, die Biografie des Antoine Doinel mit Jean-Pierre Léaud als Darsteller fortzusetzen. So entstand ein Zyklus von fünf Filmen, der über einen Zeitraum von fast 20 Jahren Stationen aus dem Leben einer zwar fiktiven Figur erzählt, in die jedoch Details aus der Jugendgeschichte Truffauts und Léauds einfließen und die sich in vielerlei Hinsicht als repräsentativ für das Lebensgefühl der französischen Jugend in den 50er und 60er Jahren erweist. Weitere Doinel-Filme: Die Episode "Antoine und Colette" in "Liebe mit Zwanzig", "Geraubte Küsse", "Tisch und Bett", "Liebe auf der Flucht". (DDR-Titel: "Streiche und Schläge") - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LES QUATRE CENTS COUPS
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1958/59
Regie
François Truffaut
Buch
François Truffaut · Marcel Moussy
Kamera
Henri Decaë
Musik
Jean Constantin
Schnitt
Marie-Josèphe Yoyotte
Darsteller
Jean-Pierre Léaud (Antoine Doinel) · Claire Maurier (Gilberte Doinel) · Albert Rémy (Julien Doinel) · Guy Decomble (Klassenlehrer) · Patrick Auffay (René Bigey)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (DVD: ab 12)
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Jugendfilm | Drama
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