Vorwärts immer!

Vorwärts immer!

Im Oktober 1989 versucht ein Ost-Berliner Theaterensemble mit einem gewagten Plan, einen angeblich von Erich Honecker erlassenen Schießbefehl bei der Montagsdemonstration zu revidieren. Inspiriert von Ernst Lubitschs Filmklassiker „Sein oder Nichtsein“ (1942), rekapituliert die Verwechslungs- und Verkleidungskomödie die letzten Tage der DDR. Das Klischee von der Biederkeit des Staatsapparats wird dabei so lustvoll ausgeschlachtet, wie sich die Inszenierung durch historisch-moralische Bedenken nicht bremsen lässt, ihr komisches Potenzial auszuspielen. Mitunter geraten die Leichtigkeit und das Tempo der Komödie aber mit dem Ernst des Themas in Konflikt. - Ab 14.