Als die siebenjährige Mary (Mckenna Grace) an ihrem ersten Schultag 57 mal 135 im Kopf ausrechnet, staunt ihre Klassenlehrerin nicht schlecht. „Ach, Trachtenberg-Methode, habe ich ihr beigebracht, das ist ganz einfach“, versucht Marys Onkel Frank (Chris Evans) die Lehrerin mit einem Augenzwinkern zu beschwichtigen. Obwohl Frank um die Hochbegabung seiner Nichte weiß, will er ihr ein anderes Leben ermöglichen und sie dem Hamsterrad der Hochbegabtenförderung ersparen, das bereits Marys Mutter Diane das Leben kostete. Ihre Großmutter Evelyn (Lindsay Duncan) sieht das jedoch anders und versucht mit aller Macht, eine Hochbegabtenförderung durchzusetzen.
Das unaufgeregte Familien- und Gerichtsdrama stellt angenehm unspektakulär das Ringen um die schwierige Entscheidung in den Mittelpunkt. Mit leisen Tönen lotet es den Zwiespalt zwischen Unter- und Überforderung eines Kindes aus, bleibt dramaturgisch allerdings etwas unbestimmt. Schauspielerisch trumpft vor allem Jungschauspielerin Mckenna Grace als hochbegabtes Mädchen zwischen den Fronten groß auf. - Ab 14.