Nachrufe

Jazzgesang und Bettgeflüster: Ein Nachruf auf Doris Day

Sie sang für Alfred Hitchock den „Oscar“-prämierten Song „Que sera, sera“ in „Der Mann, der zuviel wusste“ und war im Duo mit Rock Hudson in den frühen 1960ern eine der erfolgreichsten Komödiantinnen Hollywoods: Doris Day, leider viel zu oft reduziert aufs Image der patenten, sangesfreudigen Sauberfrau, ist im 13.5. im Alter von 97 Jahren verstorben.

Ein Nachruf von Jens Hinrichsen

Zum Tode von Jean-Pierre Marielle

Melancholische Großbürger, zerrissene Charaktere und Exzentriker waren die Spezialität des französischen Schauspielers Jean-Pierre Marielle. Seine distinguierten Figuren strahlten auch im Scheitern noch Würde aus. In Filmen unter anderem von Alain Corneau, Bertrand Tavernier und Jean-Pierre Jeunet bewies er ein Nuancenreichtum, das ihn zum vielgefragten Haupt- und Nebendarsteller im französischen Kino machte.

Ein Nachruf von Marius Nobach

„Lang lebe die Königin“

Die Schauspielerin Hannelore Elsner (1942-2019) war eine der wenigen Diven des deutschen Kinos. Von ihren Anfängen im Unterhaltungsfilm der 1960er-Jahre über dankbare Auftritte bei Edgar Reitz und István Szabó bis zu Fernseherfolgen und einer fulminanten Alterskarriere drückte die Darstellerin ihren Rollen einen besonderen Stempel auf.

Ein Nachruf von Josef Schnelle

Zum Tode von Bibi Andersson (11.11.1935-14.4.2019)

Die schwedische Schauspielerin Bibi Andersson war eine von Ingmar Bergmans Lieblingsdarstellerinnen. Ihre Figuren bestachen durch ihre vitale und emanzipierte Persönlichkeit und brachten eine Note von Heiterkeit auch in düstere Szenarien. Auch im internationalen Kino reüssierte sie in den Rollen tatkräftiger Frauen. Ein Nachruf.

Von Thomas Brandlmeier

Seymour Cassel (22.1.1935-7.4.2019)

Der amerikanische Schauspieler Seymour Cassel (1935-2019) war einer der Favoriten von John Cassavetes und eine Ikone des Independent-Films. Ein Nachruf.

Heinz Brinkmann (24.6.1948-4.4.2019)

Der Dokumentarfilmer Heinz Brinkmann war ein aufmerksamer, poetisch-humorvoller Beobachter des Alltags und griff in seinen Filmen oft gesellschaftliche Einschnitte und Umbrüche auf. Neben Werken über die ostdeutsche Wendezeit wurde er so auch zum subtilen Chronisten der Veränderungen auf seiner Heimatinsel Usedom.

Ein Nachruf von Ralf Schenk

Agnès Varda (30.5.1928-29.3.2019)

Die französische Filmemacherin Agnès Varda (1928-2019) stand der Nouvelle Vague nahe, ließ sich mit ihren eigenwilligen Werken zwischen Fiktion und Dokumentarischem und ihrer Arbeit als Fotokünstlerin aber keiner Schule zuordnen. Bis ins hohe Alter bewahrte sie sich jedoch einen neugierigen und vorurteilsfreien Blick. Ein Nachruf auf die Regisseurin.

Von Wilfried Reichart

Zum Tode von Stanley Donen

Der unübertroffene Meister leichtfüßig-romantischer Komödien ist tot: Stanley Donen (13.4.1924-21.2.2019). Kein anderer hat dem klassischen Hollywod-Kino durch Eleganz, Timing und elaborierte Choreografien einen so unvergleichlichen Charme verliehen wie Stanley Donen. Ein Nachruf auf ein begnadetes Genie, dessen Leben sich selbst wie ein Hollywood-Film liest.

Zum Tode von Bruno Ganz (22.3.1941-16.2.2019)

Zu Ehren des verstorbenen Darstellers Bruno Ganz zeigt arte am 20.2. „Der Himmel über Berlin“, eine Dokumentation über den Mimen sowie die Aufzeichnung eines Rezitationsauftritts. Das ruhige, vielschichtige Spiel des Schweizer Darstellers umgab eine besondere Aura, die es weit über die einzelnen Rollen hinaus zum Ereignis machte.

Ein Nachruf von Patrick Holzapfel

Albert Finney (9.5.1936-7.2.2019)

Der britische Schauspieler Albert Finney entwickelte auf der Leinwand eine immense Präsenz, mit der er von den Anfängen im Free Cinema bis zu Altersrollen in Blockbustern zahlreiche denkwürdige Auftritte gestaltete. Filme von John Huston und Sidney Lumet bis zu Steven Soderbergh und Tim Burton bezogen Kraft aus seinen wuchtigen, oft heißblütigen Charakteren.

Ein Nachruf von Thomas Brandlmeier.