Filmklassiker

Filmklassiker: Die seltsame Liebe der Martha Ivers

In dem Film noir „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“ von Lewis Milestone steht eine von Barbara Stanwyck gespielte Femme Fatale im Mittelpunkt, die ein erfolgreiches Unternehmen führt und gleichzeitig ein Verbrechen aus ihrer Kindheit verschleiert. Der Filmklassiker ist auf Amazon Prime in deutscher Sprache abrufbar.

Von Michael Kohl

Filmklassiker: Die Braut des Prinzen

Märchenfilme entwickeln selten einen Kultfaktor. „Die Braut des Prinzen“ (1987) ist eine der Ausnahmen, indem der Film zwar alle Anforderungen an ein anständiges Märchen erfüllt, diese zugleich aber metareflexiv kommentiert. Ein aufwändiges Mediabook mit umfassendem Bonusmaterial lässt ihn nun auch im Heimkino im verdienten Glanz erstrahlen.

Von Jörg Gerle

Filmklassiker: Der zerbrochene Krug

Die aus dem Jahr 1937 stammende Verfilmung des Kleist-Stückes um den Dorfrichter Adam, der über seinen eigenen Sündenfall zu Gericht sitzt, ist über ihre NS-Verflechtungen hinaus von bleibender Bedeutung, wozu auch die digitale Restauration des Films beiträgt. Deutlicher als zuvor lassen sich heute auch die kritischen Anspielungen und Untertöne des „staatspolitisch und künstlerisch wertvollen“ Lustspiels erkennen.

Von Josef Nagel

Filmklassiker: Des Teufels Lohn

In seinem Western „Des Teufels Lohn“ (1957) holte der „B-Film“-Spezialist Jack Arnold die Vorgaben des Genres in die 1950er-Jahre. Die Auseinandersetzung zwischen einem aufrechten Sheriff und einem selbstherrlichen Rancher, der einen Mexikaner töten lässt, hat archetypischen Charakter und lässt sich nicht zuletzt politisch als Warnung vor einem System der Gewalt mit faschistoiden Zügen deuten. Der Film ist in Deutschland erstmals auf Blu-ray erschienen.

Von Michael Ranze

Filmklassiker: „Flash Gordon“

„Gordon lebt?!“: 40 Jahre nach seiner Uraufführung funktioniert Mike Hodges’ legendäre Space-Opera-Parodie „Flash Gordon“, nicht zuletzt auch dank der Filmmusik der Rockband „Queen“, wie eine Zeitreise zurück in die 1980er-Jahre. Der Film ist jetzt in einer digital restaurierten 4K-Version für das Heimkino erschienen.

Von Simon Hauck

Filmklassiker: Das Vermächtnis des Prof. Bondi

Wie viele als „B-Movies“ abgetane Werke kam der Film, der im Original „A Bucket of Blood“ heißt und von Roger Corman stammt, in Deutschland in kurios entstellter Form ins Kino. Eine wertige Mediabook-Edition lädt nun zur Wiederentdeckung des Horror-Klassikers ein, in dem sich eine pointierte Kunstmarkt-Satire verbirgt.

Von Jörg Gerle

Filmklassiker: Der Don ist tot

Als Richard Fleischer 1973 mit „Der Don ist tot“ einen Film über die blutigen Konkurrenzkämpfe der Mafia drehte, stand sein Werk im Schatten des „Paten“ aus dem Vorjahr – und hatte dementsprechend einen schweren Stand. Trotz mancher Schwächen besitzt der Film viele Reize, die ihn zum aufregenden Genrevertreter machen. Nun ist er erstmals auf Blu-ray erschienen.

Von Michael Ranze

Filmklassiker: Rattennest

Ein tougher Privatdetektiv gerät über eine Frau in einen brandgefährlichen Fall, bei dem es um radioaktives Material geht. Robert Aldrichs Krimi-Verfilmung ist ein dunkel leuchtendes, spätes Juwel der schwarzen Serie und bei Koch Films als digital restaurierte DVD und BD zu entdecken.

Von Simon Hauck

Filmklassiker: Die Stadt ohne Juden

Die österreichische Produktion (neu erschienen auf DVD) ist eine sensationelle filmhistorische Wiederentdeckung und ein frühes Spielfilmdokument über den alltäglichen Antisemitismus. Trotz dramaturgischer Schwächen und dem Zeitgeist geschuldeter Vereinfachungen kann der Film die aktuelle Debatte, die Reflexion des historischen wie aktuellen Judenhasses unterstützen.

Von Josef Nagel

Filmklassiker: Der Zauberer von Oz

Lange bevor Judy Garland in Victor Flemings „Das zauberhafte Land“ die legendäre „yellow brick road“ beschritt, gab es eine Stummfilm-Adaption des Kinderbuchklassikers: Komiker Larry Semon veränderte den Stoff des Autors L. Frank Baum nach Gusto, um sich selbst viel Raum für Slapstick-Eskapaden zu geben.

Von Michael Ranze

Der fantastische Planet

„Der fantastische Planet“ (im Original „La Planète sauvage“) von René Laloux aus dem Jahr 1973 ist ein Meilenstein des Zeichentrickfilms. Der auf den Comics „Oms en Série“ von Pierre Pairault fußende Animationsfilm handelt von einem hochentwickelten Planeten, auf dem Menschen wie Haustiere gehalten werden, und erinnert mit seinem surrealistischen Formenreichtum an die Fabelwelt von Hieronymus Bosch. Der Film ist derzeit beim Streamingdienst Mubi zu sehen.

Filmklassiker: Das große Fressen

Neben ihm wirkten seine Landsmänner Fellini und Pasolini wie Chorknaben: Als Regisseur pflegte Marco Ferreri (1928-1997) genussvoll das Image des Provokateurs mit schockierenden und anarchischen Werken, die sämtliche gesellschaftlichen Werte zum Abschuss freigaben. Sein berühmtestes Werk „Das große Fressen“ (1973), in dem sich vier angesehene Darsteller in ein dekadentes und degoutantes Spiel stürzen, ist aktuell beim Streaming-Anbieter Mubi zu sehen.    Von Michael Ranze