Porträts

Kühl und leidenschaftlich

Sie drehte mit den ganz Großen Hollywoods – denn sie war selbst eine der Großen: Deborah Kerr, eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Traumfabrik in den 1940er- und 1950er-Jahren, wäre am 30. September 100 Jahre alt geworden. Ein schöner Anlass, sich ihr filmisches Werk nochmal in Erinnerung zu rufen.

Von Michael Ranze

Ins Auge, in den Bauch, ins Gehirn - Denis Villeneuve

Spätestens seit seinen Science-Fiction-Erfolgen „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ ist der Kanadier Denis Villeneuve zu einer eigenen Marke im aktuellen Blockbusterkino geworden; ähnlich wie Ridley Scott oder Christopher Nolan ist er ein „auteur“ im Mainstream. Sein Epos „Dune“ ließ Anfang des Monats beim Filmfestival Venedig den Lido beben und ist nun gerade in den Kinos gestartet. Anlass für ein Werkporträt.

Von Stefan Stiletto

Trügerische Gewöhnlichkeit - Matt Damon

Der 1970 geborene Matt Damon ist seit seinem Durchbruch mit „Good Will Hunting“ (1997) einer der großen Hollywood-Stars. Dabei hat seine Star-Persona nichts Aufdringliches, vielmehr beherrscht er wie kaum ein anderer aktueller US-Schauspieler die Kunst der Zurückhaltung. Seine Figuren sind oft vorbildhaft, wirken aber nie überlebensgroß, sondern ganz alltäglich und sympathisch geerdet. Eine Annäherung an den Darsteller, der aktuell in „Stillwater“ einen Vater im Kampf für seine inhaftierte Tochter spielt.

Von Patrick Holzapfel

Maschinen. Menschen. Götter: Ridley Scott

Im Rahmen der 78. Filmfestspiele in Venedig wird der britische Filmemacher Ridley Scott mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet; sein aktueller Film „The Last Duel“, der am 14.10.2021 in die deutschen Kinos kommen wird, feiert im Rahmen des Festivals seine Weltpremiere. Der Filmtitel schließt den Kreis zu Scotts Debütfilm „The Duellists“, mit dem Scotts Karriere 1976 ihren Anfang nahm – eine Karriere, die das Genrekino der letzten 40 Jahre geprägt hat.

Von Lucas Barwenczik

Guy Gilles und das Kino der Entwurzelung

Der 1938 in Algerien geborene Guy Gilles machte im Frankreich der 1960er- Jahre mit eigenwillig-poetischen Filmen auf sich aufmerksam, brachte es aber international nie zu dem Ruhm wie die Filmemacher der Nouvelle Vague. Drei seiner frühen Regiearbeiten, die einen eindrücklichen Einblick sein Werk geben, sind jetzt beim Streamingdienst MUBI zu entdecken.

Von Stephan Ahrens

Viggo Mortensen

Lange kämpfte Schauspieler Viggo Mortensen darum, seine Familiengeschichte in einen Film zu verwandeln, den er nun mit „Falling“ realisiert und dabei neben der Hauptrolle auch erstmals die Regie übernommen hat: Ein Sohn kümmert sich um seinen dementen Vater, obwohl zwischen beiden tiefe weltanschauliche Gräben klaffen.

Von Wolfgang Hamdorf

Crashs & Comebacks: M. Night Shyamalan

Die Karriere des indisch-stämmigen US-Regisseurs M. Night Shyamalan gleicht einer Abfolge von Hochs und Tiefs. Erst wurde er für Filme wie „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ gefeiert, dann mit Arbeiten wie „After Earth“ zum Objekt des Spottes. Passend zum Filmstart von „Old“ ist mit „Die Neuerfindung des M. Night Shyamalan“ jetzt ein Buch über das Werk des umstrittenen Hollywood-„auteurs“ erschienen.

Von Lucas Barwenczik

Sehen und gesehen werden - Alberto Lattuada

Als Regisseur war Alberto Lattuada (1914-2005) einer der wichtigen Vertreter des Neorealismus, hatte eine über 40-jährige Karriere und bereicherte das italienische Kino um zahlreiche populäre Werke. Trotzdem blieb der Filmemacher vor allem mit seinen späteren Arbeiten außerhalb seiner Heimat weitgehend unbekannt und ist noch wiederzuentdecken.

Von Michael Ranze

Schmetterlinge fangen

Von Patrick Holzapfel

Grenzen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Das Kino der Kelly Reichardt

Die Regisseurin Kelly Reichardt ist eine der führenden Stimmen des US-Independent-Kinos. Minimalistische Inszenierungen, die Verankerung in konkreten Räumen und Lebensbedingungen, aber auch das souveräne Spiel mit Genreelementen zeichnen ihr Kino aus. Ihr jüngster Film „First Cow“ (jetzt bei MUBI) zeigt einmal mehr ihre Meisterschaft.

Von Karsten Munt