Porträts

Die Renaissance-Frau - Vicky Krieps

Die 1983 in Luxemburg geborene Schauspielerin Vicky Krieps wurde 2017 durch ihre Hauptrolle in Paul Thomas Andersons „Der seidene Faden“ schlagartig international bekannt: Als widerspenstige Muse eines egozentrischen Modedesigners verblüffte sie die Zuschauer. Seitdem hat die Karriere der Darstellerin mit dem markanten Gesicht und dem leisen Spiel mächtig Fahrt aufgenommen, aktuell spielt sie die Hauptrolle in Mia Hansen-Løves Drama „Bergman Island“.

Von Esther Buss

Abbas Kiarostami: Das Kino und sein Band zur Welt

„Der Film beginnt mit D.W. Griffith und endet mit Abbas Kiarostami.“ Dieses Zitat, das Jean-Luc Godard zugeschrieben wird, verdeutlicht den filmhistorischen Stellenwert der iranische Drehbuchautor und Regisseur Abbas Kiarostami. Aktuell widmen das Berliner Kino Arsenal und der Streaming-Dienst LaCinethek ihm eine Retrospektive. Anlass für ein Porträt eines filmischen Werks, das kongenial die Interaktion zwischen Kino und Leben auslotet.

Von Lukas Foerster

Der perfekte Entertainer - Yves Montand

Yves Montand war bereits Frankreichs beliebtester junger Chansonnier, als er Anfang der 1950er-Jahre mit „Lohn der Angst“ auch als Schauspieler zum Star wurde. Bei seinen Filmen schätzte Montand vor allem Stoffe, die seinem politischen Engagement entsprachen, ohne dabei neben dem Anspruch die Unterhaltsamkeit zu vernachlässigen. Am 13.10.2021 wäre er 100 Jahre alt geworden. Erinnerungen an einen vielseitigen Künstler.

Von Michael Ranze

Kühl und leidenschaftlich - Deborah Kerr

Sie drehte mit den ganz Großen Hollywoods – denn sie war selbst eine der Großen: Deborah Kerr, eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Traumfabrik in den 1940er- und 1950er-Jahren, wäre am 30. September 100 Jahre alt geworden. Ein schöner Anlass, sich ihr filmisches Werk nochmal in Erinnerung zu rufen.

Von Michael Ranze

Ins Auge, in den Bauch, ins Gehirn - Denis Villeneuve

Spätestens seit seinen Science-Fiction-Erfolgen „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ ist der Kanadier Denis Villeneuve zu einer eigenen Marke im aktuellen Blockbusterkino geworden; ähnlich wie Ridley Scott oder Christopher Nolan ist er ein „auteur“ im Mainstream. Sein Epos „Dune“ ließ Anfang des Monats beim Filmfestival Venedig den Lido beben und ist nun gerade in den Kinos gestartet. Anlass für ein Werkporträt.

Von Stefan Stiletto

Trügerische Gewöhnlichkeit - Matt Damon

Der 1970 geborene Matt Damon ist seit seinem Durchbruch mit „Good Will Hunting“ (1997) einer der großen Hollywood-Stars. Dabei hat seine Star-Persona nichts Aufdringliches, vielmehr beherrscht er wie kaum ein anderer aktueller US-Schauspieler die Kunst der Zurückhaltung. Seine Figuren sind oft vorbildhaft, wirken aber nie überlebensgroß, sondern ganz alltäglich und sympathisch geerdet. Eine Annäherung an den Darsteller, der aktuell in „Stillwater“ einen Vater im Kampf für seine inhaftierte Tochter spielt.

Von Patrick Holzapfel

Maschinen. Menschen. Götter: Ridley Scott

Im Rahmen der 78. Filmfestspiele in Venedig wird der britische Filmemacher Ridley Scott mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet; sein aktueller Film „The Last Duel“, der am 14.10.2021 in die deutschen Kinos kommen wird, feiert im Rahmen des Festivals seine Weltpremiere. Der Filmtitel schließt den Kreis zu Scotts Debütfilm „The Duellists“, mit dem Scotts Karriere 1976 ihren Anfang nahm – eine Karriere, die das Genrekino der letzten 40 Jahre geprägt hat.

Von Lucas Barwenczik

Guy Gilles und das Kino der Entwurzelung

Der 1938 in Algerien geborene Guy Gilles machte im Frankreich der 1960er- Jahre mit eigenwillig-poetischen Filmen auf sich aufmerksam, brachte es aber international nie zu dem Ruhm wie die Filmemacher der Nouvelle Vague. Drei seiner frühen Regiearbeiten, die einen eindrücklichen Einblick sein Werk geben, sind jetzt beim Streamingdienst MUBI zu entdecken.

Von Stephan Ahrens

Viggo Mortensen

Lange kämpfte Schauspieler Viggo Mortensen darum, seine Familiengeschichte in einen Film zu verwandeln, den er nun mit „Falling“ realisiert und dabei neben der Hauptrolle auch erstmals die Regie übernommen hat: Ein Sohn kümmert sich um seinen dementen Vater, obwohl zwischen beiden tiefe weltanschauliche Gräben klaffen.

Von Wolfgang Hamdorf

Crashs & Comebacks: M. Night Shyamalan

Die Karriere des indisch-stämmigen US-Regisseurs M. Night Shyamalan gleicht einer Abfolge von Hochs und Tiefs. Erst wurde er für Filme wie „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ gefeiert, dann mit Arbeiten wie „After Earth“ zum Objekt des Spottes. Passend zum Filmstart von „Old“ ist mit „Die Neuerfindung des M. Night Shyamalan“ jetzt ein Buch über das Werk des umstrittenen Hollywood-„auteurs“ erschienen.

Von Lucas Barwenczik