Personen des internationalen Films

Klaus Wildenhahn. Ein Nachruf

An Klaus Wildenhahn und seinen Dokumentarfilmen schieden sich Ende der 1970er-Jahre die Geister. Die kritische Parteinahme des NDR-Redakteurs für den Alltag der arbeitenden Menschen trieb die Konservativen auf die Barrikaden. Doch sein stilbildendes Werk prägte viele nachfolgende Filmemacher. Am 9. August ist Klaus Wildenhahn mit 88 Jahren gestorben.

Zum Tod von Enno Patalas

Mit Enno Patalas (15.10.1929-7.8.2018) sind drei Meilensteine der deutschen Filmgeschichte verbunden: Die Zeitschrift „Filmkritik“, die er von 1957 bis 1970 als Redakteur betreute, das Filmmuseum München, das er von 1973 bis 1994 leitete und zu internationaler Bedeutung führte, sowie seine großen Filmrestaurationen, etwa F.W. Murnaus „Nosferatu“ oder „Metropolis“ von Fritz Lang. Ein Nachruf von Werner Sudendorf.

Guillermo del Toro

Das Gefährlichste auf der Welt ist Perfektion. Nur Faschisten und Nationalisten streben danach.

Artur Brauner zum 100. Geburtstag

Artur Brauner, der größte deutsche Filmproduzent, feiert am 1. August 2018 seinen 100. Geburtstag. Mit seiner Firma Central Cinema Company machte er sich in den 1950er- und 1960er-Jahren mit starbesetztem, publikumswirksamem Unterhaltungskino einen Namen. Daneben produzierte er jedoch immer wieder auch Filme, die an die Nazi-Verbrechen erinnerten.

Ein Porträt von Josef Nagel.

Der Regisseur Leo McCarey

Sentimentalität und Humor, Drama und Komödie waren die Pole, zwischen denen sich die Karriere des Hollywood-Regisseurs Leo McCarey (1896-1969) bewegte. Er setzte u.a. die Komödien-Kolosse Laurel und Hardy in Szene und verhalf Stars wie Mae West, Cary Grant und Irene Dunne in mal heiteren, mal ernsten Romanzen zum Strahlen. Das Filmfestival in Locarno richtet ab 1. August eine Retrospektive mit seinen Werken aus.

Von Michael Ranze

Hans Jürgen Syberberg

Der 1935 geborene Filmemacher wurde als Vertreter des Neuen deutschen Films in den 1970ern bekannt; seine Arbeiten, in denen es immer wieder um die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und Identität geht, haben ihn zum sperrigen Monolithen in der hiesigen Film- und Kunstlandschaft gemacht. Ein Werkporträt & Anmerkungen zu einem im Frühjahr 2018 erschienen Syberberg-Buch.

Paul Verhoeven

In den 1980er- und 1990er-Jahren ließ er „RoboCop“, „Starship Troopers“, „Showgirls“ und „Basic Instinct“ auf Hollywood los. Danach wurde es um den 1938 geborenen niederländischen Filmemacher etwas ruhiger, bis er 2016 in Cannes mit „Elle“ wieder in aller Munde war. Am 18. Juli 2018 wird Paul Verhoeven 80 Jahre alt. Ein Werkporträt des Filmemachers, der zwischen Kunst, Genre und Skandal seinen eigenen Spielregeln folgt.

Von Rüdiger Suchsland

Das Ingmar Bergman Archiv

Anlässlich des 100. Geburtstags des schwedischen Regisseurs als Neuauflage: Das erstmals 2008 erschienene, reich bebilderte Mammut-Werk aus dem TASCHEN-Verlag rund um Bergmans Leben und Werk.

Ich bin Steve McQueen

arte zeigt am Freitag, 13. Juli, eine Dokumentation über den US-Schauspielers Steve McQueen (21.45-23.20). Darin werden die wichtigsten Stationen seines Lebens und seiner Karriere nachgezeichnet. Es geht auch um die ikonischen Qualitäten des "King of Cool". Zugleich wird der Charakter eines Getriebenen ansichtig, der zeitlebens unter dem Eindruck stand, ausbrechen und davonrasen zu müssen.

Die inneren Geister

Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingmar Bergman wurde Margarethe von Trotta vom Schwedischen Filminstitut gebeten, eine filmische Reflexion zur „Persona Bergman“ zu realisieren. Für ihren ersten Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“ (Kinostart am 12. Juli) hat sich die deutsche Autorenfilmerin in sehr persönlicher Weise auf die Spuren des schwedischen Regie-Giganten (1918-2007) begeben.

Das Gespräch führte Simon Hauck