Personen des internationalen Films

Die Tonalität des (Post-)Sowjetischen: Kurzfilme von Alexander Sokurow

Bei den 65. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (1.-6.5.2019) war dem russischen Filmemacher Alexander Sokurow eine Werkschau gewidmet. Die dort präsentierten Kurzfilme, großteils in den 1980er und 1990er Jahren entstanden, erwiesen sie sich als historisch aufschlussreiche Dokumente einer ambivalenten Haltung zur Sowjet-Ära wie auch zur postsowjetischen Zeit.

Jazzgesang und Bettgeflüster: Ein Nachruf auf Doris Day

Sie sang für Alfred Hitchock den „Oscar“-prämierten Song „Que sera, sera“ in „Der Mann, der zuviel wusste“ und war im Duo mit Rock Hudson in den frühen 1960ern eine der erfolgreichsten Komödiantinnen Hollywoods: Doris Day, leider viel zu oft reduziert aufs Image der patenten, sangesfreudigen Sauberfrau, ist im 13.5. im Alter von 97 Jahren verstorben.

Ein Nachruf von Jens Hinrichsen

Guillermo del Toro

Das Gefährlichste auf der Welt ist Perfektion. Nur Faschisten und Nationalisten streben danach.

Zum Tode von Jean-Pierre Marielle

Melancholische Großbürger, zerrissene Charaktere und Exzentriker waren die Spezialität des französischen Schauspielers Jean-Pierre Marielle. Seine distinguierten Figuren strahlten auch im Scheitern noch Würde aus. In Filmen unter anderem von Alain Corneau, Bertrand Tavernier und Jean-Pierre Jeunet bewies er ein Nuancenreichtum, das ihn zum vielgefragten Haupt- und Nebendarsteller im französischen Kino machte.

Ein Nachruf von Marius Nobach

„Lang lebe die Königin“

Die Schauspielerin Hannelore Elsner (1942-2019) war eine der wenigen Diven des deutschen Kinos. Von ihren Anfängen im Unterhaltungsfilm der 1960er-Jahre über dankbare Auftritte bei Edgar Reitz und István Szabó bis zu Fernseherfolgen und einer fulminanten Alterskarriere drückte die Darstellerin ihren Rollen einen besonderen Stempel auf.

Ein Nachruf von Josef Schnelle

Curt Linda - Der Anti-Disney

Der am 23. April 1919 geborene Böhme Curt Linda kam auf Umwegen zum Zeichentrickfilm, wurde dann aber einer der deutschen Pioniere dieser Kunstform. In den 1960er-Jahren positionierte er sich gegen den Zeichentrick à la Walt Disney und konnte mit dem Film „Die Konferenz der Tiere“ seine Vorstellungen einer stilisierten Animation umsetzen. Auch seine weiteren Kino- und Fernseharbeiten bezeugten seine eigensinnige künstlerische Handschrift. Eine Würdigung zum 100. Geburtstag.

Von Rolf Giesen

Im Interview: Julian Schnabel

Julian Schnabel ist selbst Künstler. Sein Film über Vincent Van Gogh ist weniger ein klassisches Biopic als vielmehr eine Erkundung des künstlerischen Schaffensprozesses des Maler-Genies. Im Gespräch grenzt er sich unter anderem gegen andere Filme über Van Gogh ab und spricht über die Vorzüge der Zusammenarbeit mit seinem Hauptdarsteller Willem Dafoe.

Von Michael Ranze

Zum Tode von Bibi Andersson (11.11.1935-14.4.2019)

Die schwedische Schauspielerin Bibi Andersson war eine von Ingmar Bergmans Lieblingsdarstellerinnen. Ihre Figuren bestachen durch ihre vitale und emanzipierte Persönlichkeit und brachten eine Note von Heiterkeit auch in düstere Szenarien. Auch im internationalen Kino reüssierte sie in den Rollen tatkräftiger Frauen. Ein Nachruf.

Von Thomas Brandlmeier

Leben um jeden Preis: Der Filmemacher Bo Widerberg

Bo Widerberg (1930-1997) gehörte in den 1960er-Jahren zu den Initiatoren einer schwedischen Nouvelle Vague. Eine Würdigung des Filmemachers, dessen Schaffen vom 12. bis 28. April 2019 im Rahmen einer Retrospektive im Berliner Kino Arsenal wieder entdeckt werden kann.

Von Esther Buss

Ganz normale Superkräfte

Brie Larson feiert diesen Oktober ihren 30. Geburtstag. Gerade hat sie in der Titelrolle von „Captain Marvel“ „Wonder Woman“ als Kassenmagnet übertrumpft; ihr Regiedebüt „Unicorn Store“ ist vor Kurzem auf Netflix gestartet. Ein Porträt von Hollywoods derzeit erfolgreichstem „All American Girl“.

Von Dunja Bialas