Personen des internationalen Films

Hans Helmut Prinzler zum 80.

Am Sonntag, 23. September, feiert Hans Helmut Prinzler seinen 80. Geburtstag. Auch im Ruhestand ist der umtriebige Publizist ein leidenschaftlicher Filmvermittler geblieben, der insbesondere auf seiner Website www.hhprinzler.de ständig höchst Lesens- und Sehenswertes zusammenträgt.

Neil Simon (4.7.1927-26.8.2018)

Neil Simon war der erfolgreichste Komödien-Autor der amerikanischen Theatergeschichte und schuf zahlreiche Boulevard-Klassiker wie „Ein seltsames Paar“ und „Die Sunny Boys“. Auch im Kino war er sehr präsent und verfasste neben Adaptionen seiner Bühnenwerke auch Originaldrehbücher für Filme wie „Nie wieder New York“ und „Eine Leiche zum Dessert“. Ein Nachruf.

Guillermo del Toro

Das Gefährlichste auf der Welt ist Perfektion. Nur Faschisten und Nationalisten streben danach.

Nicht ohne die Anderen

Im Werk des italienisch-türkischen Regisseurs Ferzan Ozpetek ist alles miteinander verbunden. Seine Filme feiern das menschliche Miteinander und plädieren für Offenheit und Toleranz. Die Liebe zum Verweis prägt auch seinen aktuellen Film „Das Geheimnis von Neapel“. Mit dem zitatenreichen Thriller-Melodram beschreitet der Filmemacher einmal mehr neue Wege und bleibt sich dabei doch treu.

Von Katharina Zeckau

Klaus Wildenhahn. Ein Nachruf

An Klaus Wildenhahn und seinen Dokumentarfilmen schieden sich Ende der 1970er-Jahre die Geister. Die kritische Parteinahme des NDR-Redakteurs für den Alltag der arbeitenden Menschen trieb die Konservativen auf die Barrikaden. Doch sein stilbildendes Werk prägte viele nachfolgende Filmemacher. Am 9. August ist Klaus Wildenhahn mit 88 Jahren gestorben.

Zum Tod von Enno Patalas

Mit Enno Patalas (15.10.1929-7.8.2018) sind drei Meilensteine der deutschen Filmgeschichte verbunden: Die Zeitschrift „Filmkritik“, die er von 1957 bis 1970 als Redakteur betreute, das Filmmuseum München, das er von 1973 bis 1994 leitete und zu internationaler Bedeutung führte, sowie seine großen Filmrestaurationen, etwa F.W. Murnaus „Nosferatu“ oder „Metropolis“ von Fritz Lang.

Ein Nachruf von Werner Sudendorf.

Ein Outsider im System

Am 9. August 1918 wurde der spätere US-Regisseur Robert Aldrich geboren, der sich zeitlebens im Kampf mit den Beschränkungen und Eingriffen des Studiosystems befand. Als unabhängiger Geist stellte er häufig Außenseiterfiguren, die sich brutalen Systemen widersetzen, ins Zentrum seiner Western, Kriminal- und Kriegsfilme. Anerkennung fand er dafür vor allem in Frankreich, wo ihn die Filmkritiker zu den Meistern des Hollywood-Kinos zählten. Eine Würdigung zum 100. Geburtstag.

Von Michael Hanisch

Artur Brauner zum 100. Geburtstag

Artur Brauner, der größte deutsche Filmproduzent, feiert am 1. August 2018 seinen 100. Geburtstag. Mit seiner Firma Central Cinema Company machte er sich in den 1950er- und 1960er-Jahren mit starbesetztem, publikumswirksamem Unterhaltungskino einen Namen. Daneben produzierte er jedoch immer wieder auch Filme, die an die Nazi-Verbrechen erinnerten.

Ein Porträt von Josef Nagel.

Der Regisseur Leo McCarey

Sentimentalität und Humor, Drama und Komödie waren die Pole, zwischen denen sich die Karriere des Hollywood-Regisseurs Leo McCarey (1896-1969) bewegte. Er setzte u.a. die Komödien-Kolosse Laurel und Hardy in Szene und verhalf Stars wie Mae West, Cary Grant und Irene Dunne in mal heiteren, mal ernsten Romanzen zum Strahlen. Das Filmfestival in Locarno richtet ab 1. August eine Retrospektive mit seinen Werken aus.

Von Michael Ranze