Festivals

Duisburger Wechseljahre

Von Patrick Holzapfel

70. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2021

Als hybride Ausgabe beging das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (11.-21.11.2021) sein 70-jähriges Jubiläum. Dabei gelang dem letztes Jahr neu aufgestellten Festival ein kluger Blick in die Historie ebenso wie eine Präsentation aktueller Filme, die nicht allein für sich standen, sondern untereinander in einen lebhaften Dialog traten.

Von Esther Buss

Das 31. Filmfestival Cottbus

Das 31. Festival des osteuropäischen Films Cottbus fand in diesem Jahr wieder physisch in der Lausitz statt und empfing trotz Kapazitätseinschränkungen um die 10.000 Zuschauer. Es punktete mit einem starken Wettbewerb und bot zahlreiche sehenswerte Nebenreihen.

Von Kira Taszman

Hof 2021 - Die Liebe oder die Demenz

Die 55. Filmtage in Hof entpuppen sich in ihrer hybriden Gestalt als Vor-Ort-Festival mit einer zusätzlichen Streaming-Woche online als vielfältiges, vitales Festival, das sogar zu Corona schon erste Beiträge offerierte. Die Mischung aus bester Unterhaltung, einem Querschnitt durch neue deutsche Filme, einer Reihe mit „Hof“-Klassikern und einer Joachim-Król-Hommage rundete sich zu einem guten Jahrgang.

Von Ulrich Kriest

Die Filme der anderen - DOK Leipzig 2021

Die 64. Ausgabe von DOK Leipzig, dem ältesten deutschen Dokumentarfilmfestival, fand als Präsenzveranstaltung statt und präsentierte ein verschlanktes Programm von 170 Filmen aus über 50 Ländern; in der Stadt herrschte endlich wieder Festivalstimmung.

Von Kira Taszman

BFI London Film Festival 2021

Mitten im Herzen der englischen Hauptstadt ging am letzten Sonntag das 65. London Film Festival (LFF) zu Ende. Dominierte in den meisten Londoner Kinos das alles überschattende letzte James-Bond-Abenteuer, präsentierte das größte Publikumsfestival Großbritanniens parallel dazu in zehn Kinos internationale Filmkunst. Von vielen der präsentierten Werke dürfte in der kommenden Kino- und Filmpreis-Saison noch zu hören sein.

Von Kira Taszman

44. Lucas Filmfestival 2021

Das 44. Internationale Filmfestival „Lucas“ in Frankfurt am Main (30.9.-7.10.) wurde seinem Anspruch, herausragende Filme für Kinder und Jugendliche zu präsentieren, insbesondere bei den Dokumentarfilmen im Programm gerecht. Die Leidenswelt junger Flüchtlinge, autistische Kinder und eine Protestaktion von US-Schülern gegen die Waffenlobby gehörten zu den Themen, die dem jungen Publikum präsentiert wurden.

Von Reinhard Kleber

San Sebastián 2021 - Ein Sieg der Frauen

Das 69. Filmfestival in San Sebastián feiert den Unterschied. Die Jury war mehrheitlich weiblich besetzt, im Wettbewerb liefen sieben Filme, die von Frauen inszeniert wurden, und auch der Hauptpreis ging an einen davon: an „Blue Moon“ der rumänischen Regisseurin Alina Grigore. Am meisten Eindruck aber hinterließ das Drama „Maixabel“ von Icíar Bollaín über den Dialog der Opfer des baskischen Terrors mit den Tätern.

Von Wolfgang Hamdorf

Filmfestival in Gdynia: Die Angst und die Macht

Das 46. Nationale Filmfestival in Gdynia (20.9.-25.9.2021) offenbarte Trends und Tendenzen der polnischen Filmkunst. Das aktuelle Kino im östlichen Nachbarland macht zumeist einen großen Bogen um politische und moralische Fragen der Gegenwart. Umso bemerkenswerter, dass die Jury ein Zeichen setzte und das LGBT-Drama „Fears“ mit dem „Goldenen Löwen“ auszeichnete. Der Justizkrimi „Leave No Traces“, der für Polen am „Oscar“-Rennen teilnimmt, gewann den „Silbernen Löwen“.

Von Ralf Schenk