Festivals

"Woche der Kritik" - Seele, Geist und Körper

Nach zwei Jahren des ausgebremsten Kinobetriebs besitzt die Suche nach Wegen aus dem Stillstand hohe Priorität. Dieses Thema stand auch im Zentrum der im Februar ausgerichteten „Woche der Kritik“, bei der die Rolle der Kulturkritik als wichtiges Element des Neuanfangs analysiert wurde. Die Veranstaltung präsentierte sich mit klugen Einwürfen und Zwischenpositionen.

Von Sofia Glasl

Von Müttern und Kindern: Bericht aus der Ökumenischen Jury bei der Berlinale 2022

Bei der „Berlinale“ entdeckte die Ökumenischen Jury viele Filme, die um Mütter und ihre Kinder kreisten, um das damit verbundene Glück, aber auch all die Schwierigkeiten, die mit Familienbanden oft auch einhergehen. Die Filme konfrontieren mit fremden Kulturen und Denkweisen und spiegeln das Leben in seiner ganzen Vielfalt.

Von Martin Ostermann

Berlinale 2022 - Corona-Widerstand und mehr

Die 72. „Berlinale“ war alles in allem ein echter Erfolg. Auch im eingeschränkten Betrieb erwies sich das Festival als krisenfest und verfolgte souverän seine filmischen Ansprüche. Zwar ließ sich die Corona-Pandemie nie ganz vergessen, doch ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und eine vielfältige Filmauswahl sorgten für eine stimmungsvolle Festivalausgabe.

Von Marius Nobach

Berlinale 2022 - Blick für das Neue

Mit der Verleihung des „Goldenen Bären“ an das spanische Drama „Alcarràs“ ehrte die internationale Jury um M. Night Shyamalan einen herausragenden Film in einem insgesamt starken Wettbewerb. Auch wenn die aktuelle „Berlinale“ weiter mit den Pandemie-Bedingungen zu kämpfen hatte, leistete das Duo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian mit einer Vielzahl preiswürdiger Filme viel Überzeugungsarbeit für seinen Zugriff auf das Festival.

Von Marius Nobach

„Berlinale“-Preise der Ökumenischen Jury

Die Ökumenische Jury bei der 72. „Berlinale“ vergibt drei Preise und zeichnet im Wettbewerb das Drama „Un año, una nochevon Isaki Lacuesta aus. Darin geht es um ein junges Paar, das den Terroranschlag auf das Bataclan-Theater 2015 in Paris überlebt hat.

Berlinale 2022 - Goldener Bär für „Alcarràs“

Die spanische Regisseurin Carla Simón hat für ihr Familiendrama „Alcarràs“ den „Goldenen Bären“ der 72. „Berlinale“ gewonnen. In ihrem zweiten Spielfilm erzählt die Filmemacherin mit Laiendarstellern von einer Familie von Pfirsichbauern, die vor dem Verlust ihrer Plantage stehen. Auch weitere wichtige Preise gingen an Werke von Regisseurinnen, zwei Auszeichnungen an den deutschen Beitrag „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“.

Berlinale 2022 - Pandemie-Filme im "Forum"

Die Berlinale 2022 stellt sich den Zeichen der Zeit und zeigt in ihrem diesjährigen Programm diverse Filme, die sich in unterschiedlichsten Formen und Genres mit der Coronapandemie auseinandersetzen. Für sie wurde keine besondere Sparte reserviert, sie sind quer durch die Sektionen zu finden.

Von Kira Taszman

Berlinale 2022 - Im Trotzdem-Modus

Allen widrigen Umständen zum Trotz entpuppt sich der Wettbewerb der 72. „Berlinale“ als erfreulich leidenschaftlich und lebendig. Für besonderen Drive sorgen Filme wie „La ligne“ von Ursula Meier oder „Rimini“ von Ulrich Seidl, die mit familiären Defiziten ringen und nicht vor herausfordernden Gefühlen zurückschrecken. Claire Denis glänzt mit dem Liebesdrama „Avec amour et acharnement“ und Andreas Dresen mischt trockenen Humor ins Drama "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush".

Von Felicitas Kleiner

Berlinale 2022 - Am Ende bleiben die Filme

„Filme können uns dabei helfen, die Einsamkeit zu überwinden“, erinnerte Carlo Chatrian anlässlich der Eröffnung der 72. „Berlinale“ an die grundlegende soziale Dimension von Kino und Kultur und stimmte damit indirekt schon auf den Eröffnungsfilm „Peter von Kant“ ein, eine Rainer-Werner-Fassbinder-Hommage von François Ozon. In der kämpft der deutsche Filmemacher mit sich und seinen Dämonen – und findet Trost und Halt in den eigenen Bildern.

Von Marius Nobach