Festivals

Karlovy Vary 2026: Kampf um den Zusammenhalt

In diesem Sommer zelebrierte das Filmfestival in Karlovy Vary seinen 60. Geburtstag. Aus diesem Anlass herrschte in der tschechischen Stadt Feierlaune und die Kinos waren trotz der Weltmeisterschaft bestens besucht. Neben dem Auftritt charismatischer Schauspieler glänzte der Filmjahrgang auch mit einem anspruchsvollen Wettbewerb, in dem es vor allem um Familien und ihre Herausforderungen ging.

Von Michael Ranze

36. Filmfest Emden-Norderney

Zwischen Fischbrötchen, Filmkunst und politischer Debatte zeigte das 36. Filmfest Emden-Norderney (3.-10.6.2026), wo seine große Stärke liegt: ein publikumsnahes Festival mit herausragenden Filmen zu sein. Diese boten neben Unterhaltungskost auch schonungslose Einlassungen auf fordernde Themen. Neben prominenten Gästen, originellen Ideen und unkonventionellen Preisträgern zeichnete sich das Festival auch durch klare Bekenntnisse zur Demokratie aus.

Von Steffen Grimberg

Die Meinung der anderen: Rückblick aufs 79. Cannes-Festival

Beim 79. Filmfestival in Cannes präsentierte sich das Weltkino in einer erfrischend vielfältigen Form, mit jungen, unverbrauchten Filmschaffenden, provozierenden Geschichten und einem klaren Plädoyer für mehr Toleranz und Respekt – auch für überwunden geglaubte Vorstellungen wie etwa in dem mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film „Fjord“ von Cristian Mungiu. Auch das Festival selbst räumte neuen Stimmen zunehmend mehr Platz ein.

Von Josef Lederle

Goldene Palme für „Fjord“

So viele Preise und Preisträger gab es in Cannes lange nicht mehr. Doch im Kern hat die Jury unter Vorsitz von Park Chan-wook kluge Entscheidungen getroffen, die der Vielfalt und Qualität der Filme des 79. Festivals entsprechen. Besonders erfreulich sind dabei auch die neuerlichen Ehrungen deutscher Produktionen.

Von Josef Lederle

Filmnotizen aus Cannes IV: Aufrecht bleiben

In Cannes wird gebuht, aber nicht gegen Filme, sondern immer dann, wenn das Logo des Bezahlfernsehens Canal+ erscheint. Die harten Auseinandersetzungen um die Medienmacht des konservativen Milliardärs Vincent Bolloré finden allerdings anderorts statt. Auffällig ist jedoch, dass sich viele Filme des 79. Filmfestivals an der Croisette mit aktuellen Herausforderungen beschäftigen.

Von Josef Lederle

Filmnotizen aus Cannes III: Barfuß zum Glück

Es kommt eher selten vor, dass Festivalfilme glücklich machen. Doch nach „All of a Sudden“ des japanischen Regisseurs Ryusuke Hamaguchi schwebte halb Cannes einige Zentimeter über dem Boden, weil sein sanfter Humanismus dem Tragischen nicht das letzte Wort überlässt. Filme über die deutsche Geschichte wie „Heimsuchung“ von Volker Schlöndorff oder „Fatherland“ von Paweł Pawlikowski greifen hingegen in dunklere Register.

Von Josef Lederle

Filmnotizen aus Cannes II: Ein anderer Blick

Das Frauenthema treibt Cannes weiter um, nicht nur mit Blick auf die Beteiligung weiblicher Filmschaffender im Wettbewerb. Mit großer Klarheit und eindringlichen Inszenierungen kreisen viele Filme in den ersten Tagen um Herausforderungen, vor die Frauen in einer patriarchal geprägten Welt gestellt sind. Notizen zu den Werken von Koji Fukada, Charline Bourgeois-Tacquet, Rudi Rosenberg und Asghar Farhadi.

Von Josef Lederle

Was ist ein Kurzfilm?

In der Festivallandschaft gehören die 72. Kurzfilmtage Oberhausen (28.4.-3.5.) zu den bedeutendsten, die sich ganz dem kurzen Filmformat gewidmet haben. Doch was macht einen Kurzfilm eigentlich zum Kurzfilm? Einige Gedanken zu Wesen und Qualitäten des Kurzfilms anhand herausragender Werke im diesjährigen Internationalen Wettbewerb von Oberhausen.

Von Leo Geisler

Le Cinéma! Die Eröffnung des 79. Festival de Cannes

Die glanzvolle Eröffnungsgala des 79. Filmfestivals in Cannes (12.-23.5.2026) ehrte am 12. Mai den neuseeländischen Filmemacher Peter Jackson mit einer Ehrenpalme und erinnerte zugleich an die politische Dimension des Kinos. Als Eröffnungsfilm machte Pierre Salvadoris „The Electric Kiss“ beschwingt Lust aufs Kino. Die Verwechslungskomödie im historischen Gewand spielt Anfang der 1920-Jahre auf einem Jahrmarkt in Paris.

Von Josef Lederle

Kurzfilmtage Oberhausen: Der Deutsche Wettbewerb

Bei den 72. Kurzfilmtagen in Oberhausen (28.4.-3.5.2026) prägten aktuelle Fragen um die Echtheit von Bildern und Erinnerung den Deutschen Wettbewerb. Die Filme versuchten anhand von Archivmaterial oder durch den Rückgriff auf Familiengeschichten Projektionen auf die Gegenwart zu ermöglichen und zeigten, wie hartnäckig sich Ressentiments halten, wenn keine zwischenmenschliche Annäherung erfolgt.

Von Kathrin Häger