Festivals

Verlorene Kinder und verlorene Kriege

Bei den Filmfestspielen in San Sebastián bot das unerschöpfliche Motiv komplizierter Familienbeziehungen vielen Regisseuren Gelegenheit, Verwandtschaftsbindungen auszuloten. Mehrere Filme riefen aber auch Erinnerungen an die Lasten des spanischen Bürgerkriegs und des faschistischen Regimes wach.

#Venezia76: Lach-Nummern

Der Film „Joker“ hat den „Goldenen Löwen“ der 76. Internationalen Filmfestspiele in Venedig gewonnen. Anlass für einen Exkurs über die Präsenz des Clownesken in der diesjährigen Festivalauswahl als Reaktion auf eine aus den Fugen geratene Zeit und die Ambivalenzen des Lachens als produktive wie destruktive Naturgewalt.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Die aus der Rolle fallen

Mit „Babyteeth“, dem einzigen Debütfilm und einer von nur zwei Arbeiten unter weiblicher Regie im Wettbewerb, feierte ein weiterer würdiger „Löwen“-Kandidat in Venedig Premiere. Wie andere "Mostra"-Beiträge plädiert der Film dafür, sich weder von Scham oder Angst noch von Konventionen oder Rollenbildern vom intensiven Leben abhalten zu lassen.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Einsame Spitze

Der von Netflix produzierte Historienfilm „The King“ feierte diese Woche beim Filmfestival in Venedig Premiere. Das von Joel Edgerton und David Michôd geschriebene Geschichtsdrama ist eine Auseinandersetzung mit Shakespeares „Henry V.“ und liefert einen spannungsvollen Blick auf den Herrscher, der für England im 15. Jahrhundert einen legendären Sieg gegen Frankreich errang.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Send in the Clowns

Todd Phillips’ Drama „Joker“ elektrisierte am Wochenende das Publikum der 76. „Mostra“. Nach den ersten Festivaltagen gehört er zu den Filmen, die als "Löwen"-Favoriten gehandelt werden. Konkurrenz kommt unter anderem von Steven Soderberghs Panama-Papers-Farce „The Laundromat“, der nach „Roma“ der zweite Netflix-Film sein könnte, der in Venedig ausgezeichnet wird. Ein Zwischenbericht.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Die Polanski-Affäre

Mit der Platzierung von Roman Polanskis „J’accuse“ im Wettbewerb hat das Filmfestival in Venedig in den ersten Tagen für heftige Kontroversen gesorgt. Darf dem Film eines Mannes, der einst wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, eine solche Ehre zuteilwerden? Dass der Film zu den bisher stärksten Beiträgen zählt, macht es nicht leichter.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Aufbruch in unruhigen Zeiten

In Italien herrschen im Vorfeld der 76. Filmfestspiele politisch unsichere Zeiten, und unsicher ist laut Festivaldirektor Alberto Barbera auch die Zukunft des Kinos. Nichtsdestotrotz verspricht das Festivalprogramm der 76. „Mostra“ einen starken Jahrgang – auch wenn einmal mehr viel zu wenige weibliche Talente im Wettbewerb vertreten sind.

Von Felicitas Kleiner

Preisgekrönter Schwarzmaler

Der große Gewinner des 72. Filmfestivals von Locarno heißt Pedro Costa. Der Portugiese holte mit seinem nachtdunklen „Vitalina Varela“ den „Goldenen Leoparden“, dessen Hauptdarstellerin erhielt den Preis als beste Schauspielerin. Es sind folgerichtige Entscheidungen für ein Festival, das gemäß Ankündigung seiner neuen Direktorin das Überraschende und Außergewöhnliche sucht.

Von Irene Genhart

Im Wettbewerb von Locarno: "Das freiwillige Jahr"

Feiert aktuell beim Filmfestival in Locarno Premiere: Der neue Film von Ulrich Köhler und Henner Winckler um eine Vater-Tochter-Beziehung, die auf eine Zerreißprobe gestellt wird, als die Tochter anders als geplant der Liebe wegen nicht zum freiwilligen sozialen Jahr ins Ausland aufbricht.

Hunde im Weltall

Laikas Nachfahren: Beim Filmfestival in Locarno feierte am Wochenende der russische Dokumentarfilm „Space Dogs“ Premiere, der auf faszinierende Weise einen Rückblick auf den Einsatz von Tieren im sowjetischen Weltraumprogramm mit der Realität von Straßenhunden im gegenwärtigen Moskau kreuzt.

Von Irene Genhart