Festivals

Berlinale: Der Neustart

Am Donnerstag, 20. Februar, beginnt die 70. „Berlinale“. Der Jubiläumsjahrgang hält als erster des neuen Leitungsteams Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek einiges an Änderungen und Besonderheiten bereit: weniger Filme, ein überschaubares Star-Aufgebot, eine neue Sektion und die Wiederholung eines kompletten „Forum“-Jahrgangs. Ein Ausblick auf ein vielversprechendes Festival.

Von Felicitas Kleiner

Bequem unbequem

Von ungewöhnlichen Themen auch originell zu erzählen ist nicht leicht – das war bei der Schau des jungen deutschsprachigen Kinos beim 41. Filmfestival Max Ophüls Preis (20.-26.1.2020) zu erleben. Während sich die Spielfilme über Zeitgeist-Themen wie Integration und Migration eher mühten, stachen Dokumentarfilme und Webserien innerhalb der Auswahl hervor.

Von Ulrich Kriest

Rosa & die Dunkelheit

Das Filmfestival Max Ophüls Preis hat am 20.1. mit Rosa von Praunheims „Darkroom“ seine Eröffnung gefeiert, der auf wahren Ereignissen beruhenden Geschichte einer Mordserie im schwulen Milieu Berlins. Neben dem Werk des Altmeisters, der 2020 mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet wird, locken bis 26.1. Nachwuchstalente mit Werken, die immer wieder über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinausgehen.

Von Wolfgang Hamdorf

Das erste Jahr nach Ruzicka

Mit einem konzentrierten Programm gelang dem neuen Team der Filmwoche Duisburg eine ausgewogene Balance zwischen bewahrender Kontinuität und Neuerungen, welche die Verankerung des Festivals in der Stadt, aber auch seine filmkulturelle Strahlkraft beförderten.

Von Margarete Wach

Die Architektur der Seele

Beim 62. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig (28.10.-3.11.2019) stellte ein Film bei der Preisverleihung alle anderen Werke in den Schatten: Der litauische Dokumentarfilm „Exemplary Behaviour“ porträtiert Strafgefangene und fragt nach Reue und Vergebung. Ein Film von spiritueller Tiefe, der den Preis der interreligiösen Jury, den Kritikerpreis und die Goldene Taube des Festivals gewann

Von Peter Kremski

Verlorene Kinder und verlorene Kriege

Bei den Filmfestspielen in San Sebastián bot das unerschöpfliche Motiv komplizierter Familienbeziehungen vielen Regisseuren Gelegenheit, Verwandtschaftsbindungen auszuloten. Mehrere Filme riefen aber auch Erinnerungen an die Lasten des spanischen Bürgerkriegs und des faschistischen Regimes wach.

#Venezia76: Lach-Nummern

Der Film „Joker“ hat den „Goldenen Löwen“ der 76. Internationalen Filmfestspiele in Venedig gewonnen. Anlass für einen Exkurs über die Präsenz des Clownesken in der diesjährigen Festivalauswahl als Reaktion auf eine aus den Fugen geratene Zeit und die Ambivalenzen des Lachens als produktive wie destruktive Naturgewalt.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Die Preise

Tagsüber demonstrierten am roten Teppich vorm Palazzo del Cinema die Klimaaktivisten; am Abend wurde "Joker" von Todd Phillips mit dem "Goldenen Löwen" geehrt - ein Film, bei dem es ebenfalls um die Revolte gegen untragbare Zustände geht. Eine Übersicht über die Preise der 76. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

#Venezia76: Die aus der Rolle fallen

Mit „Babyteeth“, dem einzigen Debütfilm und einer von nur zwei Arbeiten unter weiblicher Regie im Wettbewerb, feierte ein weiterer würdiger „Löwen“-Kandidat in Venedig Premiere. Wie andere "Mostra"-Beiträge plädiert der Film dafür, sich weder von Scham oder Angst noch von Konventionen oder Rollenbildern vom intensiven Leben abhalten zu lassen.

Von Felicitas Kleiner

#Venezia76: Einsame Spitze

Der von Netflix produzierte Historienfilm „The King“ feierte diese Woche beim Filmfestival in Venedig Premiere. Das von Joel Edgerton und David Michôd geschriebene Geschichtsdrama ist eine Auseinandersetzung mit Shakespeares „Henry V.“ und liefert einen spannungsvollen Blick auf den Herrscher, der für England im 15. Jahrhundert einen legendären Sieg gegen Frankreich errang.

Von Felicitas Kleiner