Berlinale 2022 - Im Trotzdem-Modus

Allen widrigen Umständen zum Trotz entpuppt sich der Wettbewerb der 72. „Berlinale“ als erfreulich leidenschaftlich und lebendig. Für besonderen Drive sorgen Filme wie „La ligne“ von Ursula Meier oder „Rimini“ von Ulrich Seidl, die mit familiären Defiziten ringen und nicht vor herausfordernden Gefühlen zurückschrecken. Claire Denis glänzt mit dem Liebesdrama „Avec amour et acharnement“ und Andreas Dresen mischt trockenen Humor ins Drama "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush".

Von Felicitas Kleiner

Berlinale 2022 - Am Ende bleiben die Filme

„Filme können uns dabei helfen, die Einsamkeit zu überwinden“, erinnerte Carlo Chatrian anlässlich der Eröffnung der 72. „Berlinale“ an die grundlegende soziale Dimension von Kino und Kultur und stimmte damit indirekt schon auf den Eröffnungsfilm „Peter von Kant“ ein, eine Rainer-Werner-Fassbinder-Hommage von François Ozon. In der kämpft der deutsche Filmemacher mit sich und seinen Dämonen – und findet Trost und Halt in den eigenen Bildern.

Von Marius Nobach

Berlinale 2022 - "Wir brauchen das Kino"

Am morgigen Donnerstag, 10. Februar, beginnt die 72. „Berlinale“ unter der Leitung von Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek. Anders als noch im letzten Jahr kam für die Organisatoren keine Hybrid-Ausgabe oder Teilung in Frage. Die „Berlinale“ findet in Präsenz statt, was nicht zuletzt ein Signal für die Unterstützung der Kultur sein soll. Und sie wartet mit Werken namhafter Filmemacher auf.

Von Marius Nobach

Das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis

Gender, Queerness und Gewalt zwischen den Geschlechtern dominierte in den Filmen des 43. Max Ophüls Preis Festivals, aber so richtig anstößige Werke waren nicht darunter. Mitunter wünschte man sich etwas mehr Risikobereitschaft und nicht nur die Demonstration eines „woken“ Bewußtseins.

Von Ulrich Kriest

Warum ändern bleibt - MOP 2022

Das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken eröffnet am Sonntag, 16. Januar, mit dem Science-Fiction "Everything will change" von Marten Persiel. Elf Tage lang laufen neue Werke des deutschsprachigen Filmnachwuchses in Saarbrücken, Saarlouis, Bous, St. Ingbert und Homburg - und können zumeist auch online gesichtet werden.

Von Ulrich Kriest

Duisburger Wechseljahre

Von Patrick Holzapfel

70. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2021

Als hybride Ausgabe beging das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg (11.-21.11.2021) sein 70-jähriges Jubiläum. Dabei gelang dem letztes Jahr neu aufgestellten Festival ein kluger Blick in die Historie ebenso wie eine Präsentation aktueller Filme, die nicht allein für sich standen, sondern untereinander in einen lebhaften Dialog traten.

Von Esther Buss

Das 31. Filmfestival Cottbus

Das 31. Festival des osteuropäischen Films Cottbus fand in diesem Jahr wieder physisch in der Lausitz statt und empfing trotz Kapazitätseinschränkungen um die 10.000 Zuschauer. Es punktete mit einem starken Wettbewerb und bot zahlreiche sehenswerte Nebenreihen.

Von Kira Taszman

Hof 2021 - Die Liebe oder die Demenz

Die 55. Filmtage in Hof entpuppen sich in ihrer hybriden Gestalt als Vor-Ort-Festival mit einer zusätzlichen Streaming-Woche online als vielfältiges, vitales Festival, das sogar zu Corona schon erste Beiträge offerierte. Die Mischung aus bester Unterhaltung, einem Querschnitt durch neue deutsche Filme, einer Reihe mit „Hof“-Klassikern und einer Joachim-Król-Hommage rundete sich zu einem guten Jahrgang.

Von Ulrich Kriest

Die Filme der anderen - DOK Leipzig 2021

Die 64. Ausgabe von DOK Leipzig, dem ältesten deutschen Dokumentarfilmfestival, fand als Präsenzveranstaltung statt und präsentierte ein verschlanktes Programm von 170 Filmen aus über 50 Ländern; in der Stadt herrschte endlich wieder Festivalstimmung.

Von Kira Taszman