Veranstaltungen & Ausstellungen

Wir sind eure Menschen

Die Deutsche Filmakademie hat bei der Vergabe der Deutschen Filmpreise 2021 Mut und Weitsicht bewiesen und einen überraschend starken Jahrgang durch differenzierte Entscheidungen gewürdigt. In die Herzlichkeit der Gala mischte sich gleichermaßen die Erinnerung an die Corona-Krise wie die Hoffnung, bald wieder unter „normalen“ Umständen miteinander umgehen zu können.

Von Marius Nobach

Was kommt nach dem Ende?: Ausstellung „Katastrophe“ in Frankfurt

Das Thema „Katastrophe“ ist uns angesichts der Corona-Pandemie und der verheerenden Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schmerzlich nahegerückt: Allen Bemühungen zum Trotz, die Umwelt zu beherrschen, sind wir nach wie vor unkontrollierbaren Kräften ausgesetzt. Die Ausstellung „Katastrophe. Was kommt nach dem Ende?“ im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt beleuchtet, wie das Kino im Lauf seiner Geschichte auf unsere Angst vor, aber auch Faszination für apokalyptische Szenarien reagierte.

Von Karsten Essen

Vision Kino: Kopf und Herz

Der im Herbst 2020 ausgefallene Kongress für Filmbildung der Initiative Vision Kino fand nun im Juni 2021 als digitale Veranstaltung statt. Auch in dieser Form standen die brennenden Fragen und Forderungen der letzten Jahre erneut im Fokus: Neben der Notwendigkeit kontinuierlicher Filmvermittlung vor allem Strategien zum Widerstand gegen Rechtspopulismus wie differenzierte und vorurteilsbrechende Filme. Ein Fazit.

Von Holger Twele

Entsagung & Ekstase - Eine Installation von Pauline Curnier Jardin

So viel Entsagung war lange nicht mehr. Auf Nähe, Umarmungen oder schlichtes Miteinander muss man seit eineinhalb Jahren weitgehend verzichten. Dazu passt die filmische Installation „Fat to Ashes“, die jetzt im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen ist. Die französische Künstlerin Pauline Curnier Jardin geht darin dem Zusammenhang von Askese und Rausch, Eros und Thanatos nach, wozu karnevaleske Grenzüberschreitungen, der Schock des Aschermittwochs und auch die Brüste der Heiligen Agatha gehören.

Von Jens Hinrichsen

"rhizom.film" im Deutschen Filmmuseum

Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt erweitert sein Angebot um eine faszinierende Möglichkeit, der deutschen Filmgeschichte spielend auf die Spur zu kommen – durch ein virtuelles Netzwerk, das sich um die Filmanfänge von hundert wichtigen Werken spinnt. Im „Rhizom Filmgeschichte“ verbinden sich Werke aus allen Epochen und Gattungen, deren erste Minuten motivisch, stilistisch oder thematisch miteinander in Bezug gesetzt werden.

Von Josef Nagel

Kinos & die Krise der Öffentlichkeit

Das Kino bleibt ein uneingelöstes Versprechen. Nicht erst in der Coronakrise treten seine Widersprüche offen zutage. Die Streamingdienste setzen ihm zu, in den Innenstädten sind die Mieten kaum noch zu bezahlen, die Kulturpolitik glänzt durch Desinteresse. Der virtuelle Bundeskongress der kommunalen Kinos suchte darauf nach Antworten.

Von Fabian Tietke

Unorthodox: Die „Emmys“ 2020

Bei der Verleihung der 72. „Emmy Awards“ konnte die deutsche Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader über eine Auszeichnung für die Miniserie „Unorthodox“ jubeln. Ansonsten dominierte einmal mehr der Bezahlsender HBO in den Drama- und Miniserien-Kategorien, während eine kanadische Comedyserie gleich mehrere Rekorde brach.

Von Marius Nobach

Schwebeteilchen: Elfi Mikesch zum 80. Geburtstag

Rosa von Praunheim hat seiner langjährigen Mitstreiterin Elfi Mikesch zum 80. Geburtstag ein materialreiches Buch gewidmet, das mit großer Hingabe und Leidenschaft deren „schwebenden“ Werken nachspürt. Begleitend dazu zeigt die Berliner Galerie Gustav von Hirschheydt aktuell eine Ausstellung mit neuen Arbeiten von Elfi Mikesch und Lilly Grote.

Von Esther Buss

Europäischer Filmpreis 2019: Die Preisgala am 7.12.

Mit seinem Historiendrama „The Favourite“ über zwei Hofdamen im Kampf um die Gunst der englischen Königin Anne Stuart war der Grieche Yorgos Lanthimos der große Gewinner des Europäischen Filmpreises 2019. Insgesamt gingen 8 Auszeichnungen an seinen Film. Zu den weiteren Siegern zählte auch der deutsche Beitrag „Systemsprenger“.

Brandspuren

Die Deutsche Kinemathek zeigt in der Ausstellung „Brandspuren“ (28.11.2019-31.5.2020) historische Filmplakate, die einen abenteuerlichen Weg hinter sich haben: Entstanden in den 1920er- und 1930er-Jahren, wurden sie im Zweiten Weltkrieg in einem Salzbergwerk eingelagert und erst nach gut 40 Jahren geborgen. Dank der Kunst der Restauration erstrahlen die stark angegriffenen Plakate nun wieder vielfältig und farbenfroh.

Von Fabian Tietke