Ein Flair von weiter Welt - Deutscher Filmpreis 2025: Nominierungen

Das Olympia-Attentatdrama „September 5“ und der Iran-Thriller „Die Saat des Heiligen Feigenbaums“ sind die Favoriten für den 75. Deutschen Filmpreis 2025. Bei der Bekanntgabe der „Lola“-Auswahl am 17. März entfielen auf die beiden auch international sehr beachteten Filme zehn beziehungsweise sechs Nominierungen. Aber auch Andreas Dresens „In Liebe, Eure Hilde“ und der musiknostalgische Historienfilm „Köln 75“ können sich Hoffnungen auf die Preise machen.

Von Marius Nobach


Filme von Manoel de Oliveira

Der portugiesische Filmemacher hat die Filmgeschichte seines Landes und des europäischen Autorenkinos über Dekaden mitgeprägt. Am 2. April 2025 jährt sich sein Todestag zum 10. Mal. Die arte-Mediathek ehrt ihn zu dem Anlass mit einer kleinen Filmreihe aus fünf Spielfilmen und einem dokumentarischen Porträt.

Fürs Kino brennen - Die Oscar-Verleihung 2025

Das Rennen um die 97. „Oscars“ präsentierte sich vor der Verleihung am 2. März 2025 so offen wie selten. Mit dem als Thriller aufgebauten Papstwahl-Drama „Konklave“, dem Architekten-Epos „Der Brutalist“ und der Independent-Dramödie „Anora“ um eine US-Stripperin und einen russischen Oligarchensohn hatten sich mehrere Filme gleichberechtigt in Stellung gebracht. Bei der Gala wurden die Preise insgesamt unter den nominierten Werken verteilt, am Ende gab es aber doch einen eindeutigen Sieger.

Von Marius Nobach


Die „Oscar“-Nominierungen

Mit „Emilia Pérez“ geht ein genresprengendes spanischsprachiges Musical eines Franzosen als ein Favorit in die 97. „Oscar“-Verleihung in der Nacht vom 2. auf den 3. März. Bei der Bekanntgabe der Nominierungen wurde Jacques Audiards Film 13-mal bedacht und teilt sich damit die „Oscar“-Bühne mit der Tragikomödie „Anora“ und dem Epos „Der Brutalist“. Dank Edward Bergers Papstwahl-Thriller „Konklave“ und anderen Filmen sind auch die Deutschen wieder prominent in der Auswahl vertreten.

Von Marius Nobach

Der Zeit auf der Spur

Für Andrej Tarkowski war Film die Kunst der versiegelten Zeit, für Thomas Heise eröffneten seine Werke einen immer wieder neu zu befragenden Raum, in dem sich die filmisch fixierte Historie als Material offenbart. Das Symposium „Doing Time“ im Filmhaus Köln beleuchtete die verschiedenen Dimensionen der Zeit, wie sie im dokumentarischen Filmschaffen greifbar werden.

Von Eva Königshofen

Die Tagung „Eskalation“

Auch das Medium Film ist zusehends vom Hang zur Polarisierung betroffen, der die Gesellschaft immer mehr prägt. Ein Symposium in Köln rang unter dem Oberbegriff „Eskalation“ mit Beispielen für die oft hochemotionalen Auseinandersetzungen um Sprachgebrauch, Repräsentation und den Kampf um Aufmerksamkeit. Dabei wurde zumeist sehr ernsthaft um realistische Antworten auf realistische Fragen gerungen.

Von Lukas Foerster

Feier mit Fragezeichen: Deutscher Filmpreis 2024

Bei der Gala zum 74. Deutschen Filmpreis lief nicht alles rund. Das siebenköpfige Moderatorenteam stolperte durch den Abend, und auch die nominierten Filme versprühten wenig Glamour. Die breite Streuung der Preise, einige eindringliche Dankesreden und Botschaften gegen Hass und Hetze setzten wenigstens einige Glanzpunkte. Die unsichere Lage des deutschen Films konnte der Abend allerdings nicht auflösen.

Von Marius Nobach

„Lola“-Chancen für „Sterben“

Bei den Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2024 gehören unter anderem eine stilistisch ausgefeilte Hommage ans Noir-Kino, die filmische Freundschaftsgeschichte zwischen einem Fuchs und einem Soldaten im Zweiten Weltkrieg und ein deutsch-kurdischer Spionagethriller zu den Favoriten. Die meisten „Lola“-Nennungen erhielt am 19. März indes Matthias Glasners dreistündige Familien-, Tod- und Künstler-Nabelschau „Sterben“.

Von Marius Nobach

Die Welt als Vor-Entwurf: Zum 4. Kongress „Zukunft Deutscher Film“

Der Kongress „Zukunft Deutscher Film“ hat sich innerhalb weniger Jahren zu einer alternativen Branchenveranstaltung gemausert, in der insbesondere die Bedingungen bei der Entstehung von Filmen zur Diskussion werden. Die 4. Ausgabe erweiterte dies auf europäische Perspektiven und fand vor allem dort aus pessimistischen Positionen heraus, wo enthusiastisch über Filme und das Kino als Ort der Begegnung gesprochen wurde.

Von Philipp Stadelmaier

Triumph für „Oppenheimer“: Die "Oscars" 2024

Die Gala der 96. „Academy Awards“ am 10. März 2024 war vom Kino-Phänomen des Jahres 2023 geprägt. „Barbenheimer“ dominierte die Show, wobei die Filmbiografie des US-Atomphysikers sich am Ende deutlich gegen die satirische „Barbie“-Fantasie behaupten konnte. Doch auch andere Filme setzten markante Zeichen in einer unterhaltsamen Veranstaltung, die künstlerische Ambitionen und Publikumsnähe gleichermaßen hochleben ließ.

Von Marius Nobach