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@home: Das 35. Dok.fest München

Bis einschließlich Sonntag, 24. Mai, steht die Online-Version des 35. Dok.fest München noch im Netz, die das Festival mit einer klugen Kuratierung über den Shutdown hinweggerettet hat. Sie demonstriert eindrucksvoll, was der dokumentarische Film alles kann: versöhnen, nachdenken, reflektieren, Chroniken erzählen, ein politisches Fanal setzen. Oder einfach muntere Geschichten erzählen.

Von Rainer Gansera

Klassiker des deutschsprachigen Dokumentarfilms

Ein Reader zum deutschsprachigen Dokfilm-Schaffen versammelt rund 140 Filme, von denen 50 ausführlicher vorgestellt werden. Eine gut lesbare Einführung in die Gattung Dokumentarfilm, die auch an echte Raritäten erinnert.

Von Ralf Schenk

Die Stunde des Drive-in-Kinos

Es ist wieder da: Führten die Drive-in-Spielstätten vor dem Corona-Lockdown noch ein Nischendasein, ist ihre Zahl in den letzten Wochen rasant gestiegen - organisatorisch ein Kraftakt. Gezeigt werden nicht nur Filme; auch andere Angebote wie Konzerte und Gottesdienste bieten die Veranstalter. Wird davon etwas bleiben, wenn die normalen Kinos wieder öffnen? Ein Lagebericht.

Von Reinhard Kleber

Die Welt steht Kopf

Die Panik vor den unkalkulierbaren Folgen der Corona-Pandemie hat auch die Hollywood-Studios erfasst. Während Universal den Video-on-Demand-Erfolg von „Trolls World Tour“ für eine Neuauflage der Debatte um eine zeitgleiche Auswertung von Filmen im Kino und bei Streamingdiensten nutzt, will die Kinokette AMC Theatres alle Universal-Filme künftig komplett von ihren Leinwänden verbannen. Und auch die „Oscar“-Akademie irritiert mit neuen Regeln.

Von Franz Everschor

„Wir sind bereit“

Die Kinos in Deutschland leiden massiv unter dem Lockdown. Seit bald acht Wochen stehen die Lichtspielhäuser leer, mit gravierenden finanziellen Folgen. Alle warten deshalb sehnsüchtig darauf, die Türen wieder aufschließen zu dürfen. Um den „Restart“ zu beschleunigen, haben die Kinos ein umfangreiches Schutz- und Hygiene-Konzept erarbeitet.

Von Reinhard Kleber

Wie von einem anderen Planeten

Mit der Kombination aus elektronischen Beats und ekstatischen Tönen verlieh der aus Südtirol stammende Komponist Giorgio Moroder nicht nur der Disco-Musik einen Hauch von Science-Fiction, sondern beeinflusste in den 1980er-Jahren auch die Filmmusik nachhaltig. Ein Streifzug durch das vielfältige Schaffen eines Minimalisten mit barockem Überschwang, der am 26. April 80 Jahre alt geworden ist.

Von Michael Kienzl

Trost in schweren Zeiten

Wegen der Corona-Beschränkungen musste die 70. Verleihung der Deutschen Filmpreise 2020 unter einmaligen Bedingungen stattfinden: Ohne Glamour und Gäste, mit zugeschalteten Preisträgern. Trotzdem gehörte diese „Lola“-Gala zu den besten ihrer Art, die vor allem dank Moderator Edin Hasanovic fast durchweg den richtigen Tonfall fand und der Kinobranche einen dringend benötigten Lebensimpuls verschaffte.

Von Marius Nobach

Deutscher Filmpreis 2020: Die Nominierungen

Heute Abend werden die Deutschen Filmpreise 2020 vergeben, aus gegebenem Anlass mit einer einmaligen Sonderform der Gala. Moderator ist der Schauspieler Edin Hasanovic, als Favoriten gehen „Systemsprenger“ und „Berlin Alexanderplatz“ mit zehn beziehungsweise elf Nominierungen ins Rennen um die „Lolas“. Der Ehrenpreis geht an den Filmemacher Edgar Reitz. Die Verleihung ist live um 22.15 Uhr im Ersten zu verfolgen.

Filmliteratur: Asta Nielsen

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Asta Nielsen der erste international umjubelte Star des deutschen Kinos. Eine neue Biografie mit dem Untertitel „Filmgenie und Neue Frau“ skizziert nicht nur Leben und Werk der Stummfilmdiva, sondern ordnet diese in die Entwicklung des Mediums und gesellschaftlicher Veränderungen ein.

Von Alexandra Wach

Leben, Filmen, Hände, Brot

Unentbehrlich, aber umkämpft wie nie ist die Landwirtschaft heute – als Wirtschaftsfaktor, als Umweltproblem und Mitverursacher von Klimawandel und Artensterben, als Frage des Lebensstils. Das ist Anlass, die Filmbilder der Landwirtschaft ins Auge zu fassen und Themen, Ideologien und Filmsprache des globalen Genres „Landwirtschaftsfilm“ zu analysieren.

Von Patrick Holzapfel