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Du musst Caligari werden!

Im Februar vor 100 Jahren wurde „Das Cabinet des Dr. Caligari“ uraufgeführt. Obwohl seine expressionistischen Stilmittel bald verbraucht waren, war Robert Wienes Stummfilmklassiker modellhaft: So griff das Kino auch später immer wieder auf bildende Kunst zurück, wenn psychische Extremzustände zu visualisieren waren. Ein Gang durch die Hirnwindungen des Kinos vom Film noir bis zum Mindgame Movie.

Von Jens Hinrichsen

Berlinale 2020: Kampf ums Überleben

Die Retrospektive der 70. „Berlinale“ (20.2.-1.3.2020) gilt dem US-amerikanischen Regisseur King Vidor (1894-1982). In seinen mehr als 50 Filmen, von denen in Berlin 35 gezeigt werden, nutzte der vielseitige Filmemacher virtuos die Mittel des Studiosystems, ohne sich künstlerisch vereinnahmen zu lassen. Seine Werke verbinden Unterhaltsamkeit mit Realismus, humanistisch und religiös gefärbte Sozialkritik mit einer oft optimistischen Haltung.

Von Michael Ranze

The Oscar 2020 goes to...

Paukenschlag bei den „Oscars" 2020: Die südkoreanische Gesellschaftsgroteske „Parasite“ gewinnt den „Oscar" als bester Film (plus drei weitere). Renée Zellweger und Joaquin Phoenix werden als beste Haupt-, Brad Pitt und Laura Dern beste Nebendarsteller geehrt. Über einen denkwürdigen Abend in Los Angeles. Plus eine Übersicht über alle Preise.

Von Jörg Gerle

Im „Oscar“-Fieber

In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar werden die „Oscars“ verliehen. Unter den nominierten Filmen finden sich viele Kritiker- und Branchen-Favoriten. Die größten Chancen werden dem ungewöhnlichen Superschurken-Thriller „Joker“ von Todd Phillips eingeräumt. Aber auch „Once Upon a Time in Hollywood“ von Quentin Tarantino und „1917“ von Sam Mendes gelten als aussichtsreiche Kandidaten für den "Besten Film".

Von Marius Nobach

Die Schweiz & der Rest der Welt

Die 55. Solothurner Filmtage (21.-29. Januar) gaben sich auch unter der neuen Leitung von Anita Hugi einmal mehr als Schaufenster des Schweizer Filmschaffens. In den beiden Wettbewerben dominierten Filme, die sich mit Fragen der Identität in Zeiten weltweiter Flüchtlingsbewegungen befassten.

Von Irene Genhart

Das Leben, das ein Film bedeuten kann

Vor rund einem Jahr ist mit LaCinetek die erste deutschsprachige Plattform online gegangen, die sich den Filmklassikern des 20. Jahrhunderts widmet. Im Unterschied zu anderen Streaminganbietern bilden hier kuratierte Reihen das Herzstück, in denen renommierte FilmemacherInnen wichtige Werke präsentieren. Ein Anlass für Überlegungen zum Überleben der Filmgeschichte im Internet.

Von Patrick Holzapfel

Caligari & Katastrophen

Von einer Sonderausstellung anlässlich des 100. Jubiläums des Stummfilmklassikers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ bis zu einer Schau zum Thema Endzeit- und Katastrophenkino: 2020 bieten deutsche Filmmuseen wieder viele interessante thematische und personenbezogene Sonderausstellungen. Davon stellen wir hier eine Auswahl vor. Lohnend ist auch ein Blick über Landesgrenzen hinweg, denn auch dort lassen sich cineastische Ausflüge realisieren.

Von Josef Nagel

Das Kino stirbt. Es lebe der Film!

Spielt das Kino in Zeiten des „Streaming Wars“ sein „Endgame“? Angesichts der Einspielergebnisse 2019, die in den USA gerade zum zweitertragreichsten Kinojahr aller Zeiten geführt haben, wirkt die derzeit kursierende Untergangsstimmung übertrieben, nichtsdestotrotz bleibt die Tatsache, dass sich die Modi des Filmkonsums rapide verändern. Eine Betrachtung zum Jahresauftakt.

Von Josef Schnelle

Die besten Filme 2019

Die bissige Gesellschaftssatire "Parasite" von Bong Joon-ho ist der Film des Jahres 2019! Das ergab eine Auswertung der "Top Ten"-Listen, mit denen die Filmkritikerinnen und -kritiker von filmdienst.de ihre Favoriten kürten. Auf Platz 2 rangiert Céline Sciammas historischer Liebesfilm "Porträt einer jungen Frau in Flammen"; Platz 3 sicherte sich Martin Scorseses Gangsterdrama "The Irishman".


Wenn Frauen schauen

In den letzten Jahren scheint im Kino, aber auch im Serienfernsehen eine bisher marginalisierte „Sehweise“ eine immer größere Rolle zu spielen. Die Rede ist vom „female gaze“,  dem „weiblichen Blick“, wie er jüngst beispielhaft in „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ von Céline Sciamma inszeniert wurde. Höchste Zeit für eine Begriffsklärung.

Von Esther Buss