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Unaufhaltsame Expansion

Der Bewegtbild-Markt befindet sich im rasanten Umbruch. Auf ihren Erfolgen können sich die Branchenführer Netflix und Amazon nicht ausruhen. Denn neue Anbieter drängen aufs Feld: Majors wie Disney, Arthouse-Zusammenschlüsse und Fernsehanstalten, aber auch eine Kooperation der Filmemacher wie LaCinethek.

Ein Überblick von Reinhard Kleber

Natur im Kino & der Dokumentarist Jan Haft

Wunder der Natur und wie man mit ihnen umgeht: In der Geschichte des Naturfilms entwickelten sich immer wieder verschiedene Ansätze, sich Flora, Fauna und ihren Geheimnissen zu nähern. In dem deutschen Filmemacher Jan Haft hat das Genre in den letzten Jahren einen neuen Meister mit einem bewundernswert bodenständigen Ansatz gefunden.

Von Jörg Gerle

Das menschliche Drama

Die „Diagonale ’19“ in Graz macht Front gegen den rechten Populismus. Beim „Festival des österreichischen Films“ blickten vor allem Dokumentarfilme auf demagogische Umtriebe, mit denen Ängste geschürt und Wahlen gewonnen werden. Unliebsame Sender wie Ö1 müssen hingegen um ihre Existenz fürchten, weil die öffentlich-rechtliche Finanzierung in Frage gestellt wird.

Von Ralf Schenk

Brecht & Breloer

Am 22. März um 20.15 Uhr erlebt Heinrich Breloers Doku-Drama „Brecht“ seine Fernsehpremiere auf arte. Mit dem großangelegten Zweiteiler porträtiert Breloer einen weiteren Heroen der deutschen Literaturgeschichte. Neben dem künstlerischen und politischen Schaffen und Denken von Bertolt Brecht (1898-1956) rücken darin allerdings seine Liebschaften und Trennungen irritierend oft in den Vordergrund.

Eine Kritik von Günter Jekubzik

Neue Filmliteratur 2019: Schroeter, Lang und die Stasi

Neue Buchpublikationen machen die gesammelten Notizen von Fritz Lang zwischen 1929 und 1934 erstmals allgemein zugänglich und zeigen, dass sich die Stasi-Darstellung im deutschen Film und Fernsehen beileibe nicht mit „Das Leben der Anderen“ erschöpft. Außerdem: Frische Perspektiven auf Werner Schroeter, die Kinokultur auf dem Balkan und die Stadtentwicklung Frankfurts am Main im Film.

Masken der Macht: Politiker im US-Kino

Adam McKay präsentiert derzeit in „Vice“ einen kritisch-satirischen Film über den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney. Anlass für eine Bestandsaufnahme des Genres „Politiker-Biografie“, mit dem das US-Kino Geschichte als Drama mit Helden und Schurken fassbar zu machen versucht.

Von Arne Koltermann

Das unabhängige US-Kino

Wie politisch ist das amerikanische Kino? Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und den Debatten um „Diversity“ und das Geschlechterverhältnis scheint kritisches Denken in Hollywood wieder angesagt zu sein. Echte Gegenpositionen zu den Missständen findet man jedoch meist nur im unabhängigen US-Kino – und das hat es trotz neuer Verbreitungswege über die Streamingdienste weiterhin schwer.

Von Patrick Holzapfel

„Holocaust“ & „Schindlers Liste

Anlässlich des „Holocaust“-Gedenktages am 27. Januar kommt das NS-Drama „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg in einer restaurierten Fassung wieder ins Kino. Der Film wurde seinerzeit ähnlich heftig kritisiert wie 1979 die „Holocaust“-Serie von Marvin Chomsky, die jetzt ebenfalls wieder im Fernsehen zu sehen ist. Eine Wiederbegegnung mit zwei Meilensteinen der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen.

Von Silvia Bahl

Lebenserfahrungen: 9 Filme von Hans-Dieter Grabe

Eine DVD-Box gibt Einblicke ins Werk des bedeutenden Fernsehdokumentaristen, dessen große Stärke darin bestand, Menschen in ihrer Vielschichtigkeit – und manchmal auch Widersprüchlichkeit – facettenreich zu porträtieren.


Michael Moore und „Fahrenheit 11/9“

Michael Moore ist das Lachen vergangen. Sein neuer Film „Fahrenheit 11/9“, der ab Donnerstag in den Kinos läuft, weiß um die Gefahr, die der US-amerikanischen Demokratie droht. Alles steht auf dem Spiel. Aber auch die neuen Filme von Frederick Wisemann, Errol Morris und Charles Ferguson handeln auf ihre Weise von den Herausforderungen, die mit der Präsidentschaft Donald Trumps Wirklichkeit geworden sind.

Von Olaf Möller