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Fifty Shades of Pink: Was „Barbie“ über die Emanzipation verrät

„Barbie“ ist kein feministischer Film und erst recht keiner über den Feminismus. Er ist eher ein Symptom einer allgemeinen geistigen Ermüdung, die alle Begriffe ironisch aus dem Zusammenhang löst und Kitsch, Analyse und Regression fröhlich durcheinanderwirbelt. Angesichts einer neuen „filmischen Metasprache“ täte aber etwas anderes dringend Not.

Von Jutta Brückner

In Polen eine Staatsaffäre

Am Donnerstag, 1. Februar, läuft in den deutschen Kinos das polnische Drama „Green Border“ von Agnieszka Holland an, in dem Flüchtlinge zum Spielball der politischen Mächte an der polnisch-belarussischen Grenze werden. In Polen provozierte der Film heftige politische Reaktionen der PiS-Regierung und trug unter anderem auch dazu bei, dass die Wahlen im Oktober 2023 mit dem Sieg der demokratischen Opposition endeten.

Von Jörg Taszman

Audio-Amourös

2023 feierte das Radio in Deutschland seinen 100. Geburtstag. Das Medienecho, das dieses Jubiläum erfuhr, zeigte nicht zuletzt, was für eine Anziehungskraft das Medium nach wie vor ausübt, auch wenn es sich mit dem Eintritt ins digitale Zeitalter verändert hat. Zu den Liebhabern des Radios gehört auch das Kino: Filme haben sich immer wieder mit der Wirkkraft des anderen Mediums befasst. Eine Spurensuche entlang der schönsten Filme zum Thema "Radio".

Von Arne Koltermann

Geschockt, aber nicht gelähmt

Wie haben die Kinos die Corona-Pandemie bewältigt? Besteht überhaupt eine Chance, an die Besucherresonanz vor COVID-19 anzuschließen? Wie gehen die Filmtheater mit anderen strukturellen Herausforderungen, etwa der starken Konkurrenz der Streaming-Dienste, um? Lange haben die verunsicherten Kinobetreiber nach Antworten gesucht. Nun aber scheint sich das Dunkel zu lichten und ein Hoffnungsschimmer abzuzeichnen.

Von Reinhard Kleber

Anatomie eines Knalls - Kinojahr 2023: Ein Fazit

Eine weibliche Puppe auf der Suche nach ihrer Identität und ein Atomwissenschaftler im Netz seiner historischen Verantwortung sind die Helden des Kinojahres 2023. Der unerwartete Einschlag der am selben Tag gestarteten Filme „Barbie“ und „Oppenheimer“ hat den Kinos einen Aufwind beschert und die ewigen Fortsetzungen von Erfolgsfilmen auf die Plätze verwiesen. Nachholbedarf besteht derweil weiterhin im Arthouse-Bereich, wo (zu) viele gute Filme auf ein risikoscheues Publikum treffen.

Von Jörg Taszman

Die besten Filme 2023

Mit „Barbenheimer“ besaß die Kinolandschaft 2023 ihr Sommermärchen, und beide Filme, sowohl „Oppenheimer“ als „Barbie“, haben es auch in die Liste der zwanzig wichtigsten Filme des Jahres 2023 geschafft. Ganz vorne in der Gunst der Kritikerinnen und Kritiker von filmdienst.de lagen allerdings andere Werke: „Tár“ mit der überragenden Cate Blanchett führt die Abstimmung an, gefolgt von „Anatomie eines Falls“ und dem lakonisch-berührenden Liebesfilm „Fallende Blätter“.

Plädoyer für Ambivalenz

In den aufgeheizten Debatten der Gesellschaft werden derzeit oft Haltung, Klarheit oder eindeutige Positionen eingefordert. Auch von Filmschaffenden und Filmvermittlern. Dabei kann gerade die Kunst und insbesondere Filme lehren, nuancierter auf Dinge zu blicken und die Komplexität der Welt wahrzunehmen. Gedanken zu einem Durcheinander verschiedener Perspektiven, nicht nur im Film.

Von Patrick Holzapfel

Wohin soll das führen?

Die gängigen Streaming-Portale erschweren eine gezielte Suche nach guten Kinder- und Jugendfilmen. Neue Filme tauchen so plötzlich auf, wie sie mitunter auch wieder verschwinden, da die Anbieter vermehrt auf eine Politik der künstlichen Verknappung setzen. Neben der generellen Unübersichtlichkeit bringt das fürs Publikum vor allem auch eine große Unsicherheit mit sich.

Von Rochus Wolff

Die besten Serien 2023

Neben spannenden Serienfinalen von „The Crown“ und „Succession“ und sehenswerten Fortsetzungen wie den zweiten Staffeln von „The Bear – King of the Kitchen“, „Loki“ oder „Star Trek – Strange New Worlds“ gab es im Jahr 2023 auch wieder viele Neustarts, die Eindruck hinterlassen haben. Unter ihnen hat die Filmdienst-Redaktion ihre Top 20 gekürt. Angeführt wird die Auswahl von der dystopischen Computerspielverfilmung „The Last of Us“.

Code red

Der israelische Filmemacher Yahav Winner wurde beim Hamas-Massaker am 7. Oktober ermordet. Sein jüngster Kurzfilm „The Boy“ handelt von einem Jungen in einem Kibbuz an der Grenze zu Gaza, der sich nicht mit dem Status quo zweier verfeindeter Völker abfinden will. Eindrücke aus einem verstörten Land, in dem die Beschäftigung mit den Bildern des Krieges schon immer eine Herausforderung war.

Von Chris Schinke