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Filmliteratur: "Memoria"

Der Berliner Verlag Fireflies Press hat ein Filmbuch herausgegeben, das Produktionsnotizen und Hintergrundinformationen zu Apichatpong Weerasethakuls neuem Film „Memoria“ (Kinostart: 5. Mai) versammelt. Das liebevolle gestaltete, reich bebilderte Buch zeigt den komplexen Entstehungsprozess des Werks und gibt reichhaltigen Einblick in Weerasethakuls persönliche Beweggründe für seinen Film.

Von Esther Buss

Die Tragik des Romantikers - Serge Reggiani

Der am 2. Mai 1922 geborene Serge Reggiani verkörperte im französischen Kino in Vollendung den Typus des melancholischen Romantikers, dem ein fatales Schicksal das Glück verwehrt. Als solcher glänzte er in dem düsteren Gangsterkosmos von Jean-Pierre Melville, bei Claude Sautet und Theo Angelopoulos. Seine Begabung erlaubte ihm aber auch Rollen abseits dieses Images. Eine Hommage an den 2004 verstorbenen Schauspieler zum 100. Geburtstag.

Von Michael Ranze

Die Macht des Nordens - Nordische Mythen

„Vikings: Valhalla“, „The Last Kingdom“, „Ragnarök“ – und nun auf der großen Leinwand: „The Northman“: Nordische Mythologie und Wikinger-Sagas feiern seit einigen Jahren eine Renaissance. Was fasziniert das Publikum an den Filmen und Serien um archaische Berserker, kämpferische Walküren und epische Abenteuer um Nordeuropas frühmittelalterliche Geschichte? Ein Essay über die ikonische Macht des Nordens im Kino und im Streaming.

Von Marcus Stiglegger

Unter die Haut und ins Blut: Filme und Serien zur Pandemie

Im Zug der Covid-19-Pandemie hat das Seuchen-Thema in Filmen und Serien verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Stilbildende Werke sind „Outbreak“ von Wolfgang Petersen und vor allem „Contagion“ von Steven Soderbergh. Deren katastrophische Motive einer existenziellen wie sozialen Bedrohung inklusive ihrer Erlösungs- beziehungsweise Rettungspotenziale werden auch in neueren Beiträgen wie der Serie „Sloborn“ variiert. Eine Annäherung anhand ausgewählter Genre-Beispiele.

Von Karsten Essen

Schuss – Gegenschuss

Was zeigen die Bilder des Kriegsgeschehens, die täglich in den Nachrichtensendungen des Fernsehens zu sehen sind? Oder in schnell zusammen- geschnittenen Dokumentationen, die über Hintergründe und Verlauf des russisch-ukrainischen Konfliktes aufklären wollen? Ihre Schuss-Gegenschuss-Montagen kommen über den Allgemeinplatz, dass Krieg herrscht, nicht hinaus. Das, was man sieht, bleibt abstrakt, auch wenn es durch einen Kommentar gedeutet wird.

Von Dietrich Leder

Empfehlungen für die Bildung - Tipps der Medienzentralen

Filmliteratur: „Hellmuth Costard. Das Wirkliche war zum Modell geworden“

Hellmuth Costard (1940-2000) war einer der wichtigsten deutschen Experimentalfilmer. Sein Werk ist bislang kaum erschlossen. Eine Auswahl von über 100 Briefen, Fotos, Texten und Zeichnungen aus dem Nachlass und aus privaten Archiven macht Costard nun als Filmemacher, film- und klimapolitischen Aktivisten, Erfinder und Künstler sichtbar.

Von Ralph Eue

Fenster zum Hof - Neue Filmliteratur

Trotz hoher Studentenzahlen in der Film- und Medienwissenschaft oder benachbarten Disziplinen tun sich viele Verlage schwer, unter wirtschaftlichen Bedingungen ein (Fach-)Publikum für Filmliteratur zu finden. Dennoch erscheinen immer wieder bemerkenswerte Werke. Eine kleine Auswahl aktueller Publikationen deutet die publizistische Bandbreite an.

Von Josef Nagel

Formen des Vergessens

Die Menschen in den Industrieländern werden immer älter. Mit dem durchschnittlichen Lebensalter steigt auch die Zahl der Demenzkranken, was sich ebenso im Kino spiegelt. In den letzten Jahren erschienen vermehrt Filme zum Thema, etwa „The Father“ und „Supernova“; bald kommt mit „Vortex“ von Gaspar Noé ein weiterer hinzu. Sie alle ringen mit dem Problem der Darstellbarkeit: Wie lässt sich die Auslöschung von Erinnerungen in Bilder und Erzählungen fassen?

Von Sebastian Seidler

Susanne Heinrich über den 2. Kongress „Zukunft Deutscher Film“

Von Susanne Heinrich